{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1993-07-28", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-58-58--_1993-07-28.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002213.pdf?ID=150002213", "Checksum": "de49a50badb4f275193ae40ef713703e"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 58.58 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 28.07.1993 JAAC 58.58 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 28.07.1993 JAAC 58.58 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 28.07.1993 JAAC 58.58 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:31:18", "Checksum": "f9f4f306e0a794af65b2444a91d587f7", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 28.07.1993 JAAC 58.58 \r\n\n 4\nist, erscheint die erstgenannte Unterscheidung auch im vorliegenden Fall\nsachgerecht. Im folgenden fragt sich somit zum einen, ob der Irrtum aus\nder Sicht des Gesuchstellers für die Abgabe der Rückzugserklärung eine\nunerlässliche Bedingung darstellte, mithin dafür kausal war (subjektive Seite),\nwelche Frage, wie vorne bereits dargelegt, zu bejahen ist. Andererseits ist zu\nprüfen, ob sich die Annahme dieser Unerlässlichkeit objektiv rechtfertigen\nlässt. Wie in der Eingabe vom 21. Juni 1993 zutreffend ausgeführt wird, ist\nder Rat des Kollegen K. zwar falsch, aber nachvollziehbar, teilen doch die\nzuständigen kantonalen Behörden Ausländern gegebenenfalls regelmässig\nmit, der Kanton sei bereit, dem Bundesamt für Ausländerfragen einen\nAntrag auf Erteilung einer humanitären Aufenthaltsbewilligung zu stellen,\nsofern die Asylbeschwerde zurückgezogen werde. Zu berücksichtigen ist\ndiesbezüglich auch, dass gerade tamilischen Beschwerdeführern in letzter\nZeit verschiedentlich solche Bewilligungen erteilt wurden. Die Tatsache,\ndass K. dem Gesuchsteller sogar den Text der angeblich nötigen Erklärung\nvorformulierte, mag beim - zu diesem Zeitpunkt noch nicht durch einen\nRechtsbeistand vertretenen - Gesuchsteller durchaus den Eindruck einer\ngewissen Erfahrung und Kompetenz seines Kollegen erweckt haben. Er muss\nsich zwar vorwerfen lassen, durch das Unterlassen einer Überprüfung der\nAngaben von K. fahrlässig gehandelt zu haben, nach dem Gesagten lässt sich\nder Irrtum indessen objektiv rechtfertigen.\nc.c. Bei dieser Sachlage ist davon auszugehen, dass sich der Gesuchsteller bei\nder Abgabe seiner Rückzugserklärung in einem wesentlichen Motivirrtum\nbefunden hat. Das vorliegende Gesuch ist damit gutzuheissen, der\nAbschreibungsbeschluss der ARK vom 2. April 1993 aufzuheben und das\nBeschwerdeverfahren wieder aufzunehmen.\n3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist der Gesuchsteller zwar\ngrundsätzlich als obsiegende Partei zu bezeichnen. Die fahrlässige Abgabe\nseiner Rückzugserklärung, welche das vorliegende Verfahren verursacht\nhat, ist jedoch als Verletzung seiner Verfahrenspflichten zu qualifizieren,\nweshalb ihm die Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 3 VwVG). Aus\ndem gleichen Grund wird von der Zusprechung einer Parteientschädigung\nabgesehen (Art. 64 Abs. 1 VwVG).\nDie mit Entscheid vom 2. April 1993 für das Beschwerdeverfahren auferlegten\nVerfahrenskosten sind dem Gesuchsteller rückzuerstatten, beziehungsweise ist\ndas Wiederaufleben des verrechneten Kostenvorschusses festzustellen.\n\n5\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 58.58 - Auszug aus einem Entscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission\nvom 28. Juli 1993\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1994\nAnnée\nAnno\n\nBand 58\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 002 213\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}