{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1993-08-10", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-58-54--_1993-08-10.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002201.pdf?ID=150002201", "Checksum": "c994cbd7453ea3c94fabac433346c7cc"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 58.54 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 10.08.1993 JAAC 58.54 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 10.08.1993 JAAC 58.54 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 10.08.1993 JAAC 58.54 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:40", "Checksum": "c01b73164acc41c79b890ba0942588d4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 10.08.1993 JAAC 58.54 \r\n\n 6\nMöglichkeit auszuschöpfen. Wann bei Unterlassung der notwendigen und\nzumutbaren Mitwirkung ein Nichteintretensentscheid beziehungsweise\nwann ein materieller Entscheid in der Sache zu fällen ist, hängt von den\nUmständen des Einzelfalls ab. Der Rechtsprechung des Bundesgerichts\nist zu entnehmen, dass von der in Art. 13 Abs. 2 VwVG vorgesehenen\nMöglichkeit nur zurückhaltend Gebrauch zu machen ist. Die geringe\npraktische Relevanz von Art. 13 Abs. 2 VwVG zeigt sich auch daran, dass\nin der Lehre höchstens am Rande auf diese Norm eingegangen wird und\nnur wenige gestützt auf diese Bestimmung ergangene Entscheide publiziert\nsind. Die Verwaltungsbehörden sind nach dem Gesagten gehalten, nur dann\neinen Nichteintretensentscheid zu fällen, wenn eine materielle Beurteilung\nder zu prüfenden Angelegenheit anhand der gesamten Aktenlage nicht\nmöglich ist (vgl. zum Ganzen den Entscheid der Asylrekurskommission vom\n18. August 1992, a.a.O., mit Hinweisen auf die Praxis des Bundesgerichts;\nGygi Fritz, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 60; Saladin,\na.a.O., S. 125; Kölz Alfred / Häner Isabelle, Verwaltungsverfahren und\nVerwaltungsrechtspflege des Bundes, Zürich 1993, S. 85; Häfelin Ulrich / Müller\nGeorg, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, Zürich 1990, S. 289 f.).\nGegen Ende der kantonalen Befragung wurden die Beschwerdeführer darauf\naufmerksam gemacht, dass man von der Vermutung ausgehe, sie hätten\nihre Asylgründe vollständig dargelegt. Es sei daher möglich, dass sich der\nDFW in seinem Entscheid allein auf die anlässlich dieser Befragungen zu\nProtokoll gegebenen Aussagen stütze. Die Rekurrenten bestätigten nach der\nRückübersetzung ihrer Angaben mit ihrer Unterschrift, dass im Protokoll alle\nGründe ihrer Asylgesuche festgehalten seien und sie nichts mehr beizufügen\nhätten. Die den Beschwerdeführern zugestellte Einladung zur Befragung vom\n26. Juli 1989 enthält denn auch die Androhung eines Entscheides gestützt\nauf die bestehenden Akten, falls sie der Vorladung ohne zwingenden Grund\nkeine Folge leisten würden. Nebenbei sei erwähnt, dass auch diese Androhung\ngegen die Ausfällung eines Nichteintretensentscheides spricht, werden die\nRekurrenten wegen ihres Verhaltens damit doch schlechter gestellt, als wenn\nsie unentschuldigt gar nicht erst zur Befragung erschienen wären, für welche\nUngleichbehandlung kein einleuchtender Grund ersichtlich ist.\nIn ihrer Verfügung macht die Vorinstanz mit keinem Wort geltend, weshalb\neine materielle Beurteilung der Asylgesuche der Rekurrenten nicht möglich\nsein sollte. Den Akten sind keine grundsätzlich gegen einen materiellen\nEntscheid über die Gesuche sprechenden Anhaltspunkte zu entnehmen, zumal\ndie Beschwerdeführer von der zuständigen kantonalen Stelle einlässlich\nzu ihren Asylgründen befragt worden sind. Der Nichteintretensentscheid\nder Vorinstanz lässt sich mithin auch unter diesem Gesichtspunkt nicht\nrechtfertigen.\n\n7\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 58.54 - Auszug aus einem Entscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission\nvom 10. August 1993)\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1994\nAnnée\nAnno\n\nBand 58\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 002 201\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}