{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1993-04-28", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-58-32--_1993-04-28.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002126.pdf?ID=150002126", "Checksum": "611a174c49f58e88808ff1dd8e5e3c0c"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 58.32 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 28.04.1993 JAAC 58.32 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 28.04.1993 JAAC 58.32 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 28.04.1993 JAAC 58.32 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:31:10", "Checksum": "49a29b6a7155e54f7d7c35edaff60ea7", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 28.04.1993 JAAC 58.32 \r\n\n 7\nwobei er sich «auf eine sorgfältige Beurteilung der Menschenrechtslage in\neinem solchen Staat» stütze. Der Begriff «Menschenrechtslage» kommt in der\nparlamentarischen Debatte zur «safe country»-Regel auch in verschiedenen\nanderen Voten vor.\nDie Prüfung einer allfälligen inländischen Fluchtalternative beschlägt\nfolglich nicht die Frage, ob zum vornherein gar keine Verfolgung vorliegen\nkann, sondern es geht um die Frage, ob allenfalls nach den Umständen\nin bestimmten Teilen des Landes Schutz vor Verfolgung besteht. Dies\nbedingt eine materielle Prüfung des Asylgesuchs, was voraussetzt, dass\nzunächst auf das Gesuch eingetreten wird. Ein Nichteintretensentscheid\nmangels Anhaltspunkten für Verfolgung im Sinne von Art. 16 Abs. 2 AsylG\nkann deshalb nicht allein mit dem Hinweis auf Fluchtalternativen im\nHerkunftsland begründet werden. Im gleichen Sinne hat bereits das EJPD\nim Beschwerdeentscheid vom 19. März 1992 in Sachen S.D. entschieden\n(abgedruckt in: ASYL 1992/ 2+3, S. 45). Die entsprechende Rüge in der\nBeschwerde vom 16. Dezember 1991 erweist sich damit als begründet.\nc. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Unrecht auf das\nAsylgesuch nicht eingetreten ist. Daher ist die Beschwerde gutzuheissen, die\nvorinstanzliche Verfügung aufzuheben und die Sache der Vorinstanz zur\nmateriellen Prüfung des Asylgesuches zu überweisen.\n4. Die Zwischenverfügung des Beschwerdedienstes des EJPD vom 7. Januar\n1992, welche die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung verweigerte,\nbzw. die vorsorgliche Wegweisung verfügte, erscheint unter den gegebenen\nUmständen nachträglich als problematisch. Indessen stellt sich die\nFrage einer Wiederaufhebung dieser Zwischenverfügung nicht mehr,\nda das Beschwerdeverfahren abgeschlossen und das Verfahren in erster\nInstanz wieder geöffnet wird. Es bleibt somit vom BFF zu prüfen, ob den\nBeschwerdeführern die Wiedereinreise zu gestatten sei, falls sich die\nnotwendigen weiteren Abklärungen nicht durch Vermittlung einer Schweizer\nVertretung im Ausland bewerkstelligen lassen. Ob die Beschwerdeführer\ninzwischen allenfalls Schutz in einem Drittstaat gefunden haben, ist ebenfalls\nnicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens, sondern ist vom\nBFF im Rahmen der Neubeurteilung zu prüfen.\n[4] Entscheid der Präsidentenkonferenz über eine Rechtsfrage von\ngrundsätzlicher Bedeutung, gemäss Art. 12 Abs. 2 Bst. a der Verordnung vom\n18. Dezember 1991 über die Schweizerische Asylrekurskommission (VOARK,\nSR 142.317).\n[5] Décision de la Conférence des présidents sur une question juridique de\nprincipe, selon l’art. 12 al. 2 let. a de l’Ordonnance du 18 décembre 1991\nconcernant la Commission suisse de recours en matière d’asile (OCRA,\nRS 142.317).\n[6] Decisione della Conferenza dei presidenti su questione giuridica\ndi principio, conformemente all’art. 12 cpv. 2 lett. a dell’Ordinanza del\n18 dicembre 1991 concernente la Commissione svizzera di ricorso in materia\nd’asilo (OCRA, RS 142.317).\n\n8\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 58.32 - Auszug aus einem Entscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission\nvom 28. April 1993\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1994\nAnnée\nAnno\n\nBand 58\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 002 126\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}