{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1993-07-27", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-58-28--_1993-07-27.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002108.pdf?ID=150002108", "Checksum": "06525023953f52f9360fa7d831847e94"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 58.28 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 27.07.1993 JAAC 58.28 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 27.07.1993 JAAC 58.28 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 27.07.1993 JAAC 58.28 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:31:19", "Checksum": "fb17c7aefd2e1efa88fd922dfb888cde", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 27.07.1993 JAAC 58.28 \r\n\n 8\nKöln u.a. 1992, Nr. 341, 355 ff., 366 ff., 388; Haefliger Arthur, Die Europäische\nMenschenrechtskonvention und die Schweiz, Die Bedeutung der Konvention\nfür die schweizerische Rechtspraxis, Bern 1993, S. 207); ebenso wird eine\nkinderlose heterosexuelle Lebensgemeinschaft von gewisser Dauer, Stabilität\nund Intensität in den Familienbegriff einbezogen (Wildhaber, a.a.O., Nr. 386;\nMock, a.a.O., S. 99); das Bundesgericht geht scheinbar von einem engeren\nFamilienbegriff aus, wenn es ausführt, der Anwendungsbereich von Art. 8\nEMRK dürfe nicht überdehnt werden, sondern sei auf die Familie im engen\nSinne, also auf Ehegatten und ihre minderjährigen Kinder, zu beschränken\n(BGE 109 Ib 186); indessen ist relativierend festzuhalten, dass die konkrete\nFrage einer Gleichstellung eines Konkubinatspaares mit einem Ehepaar in den\npublizierten Entscheiden bis anhin nicht entschieden werden musste (vgl. im\nübrigen zur Erweiterung dieses eng umschriebenen Familienbegriffs BGE 115\nIb 1 ff.).\nc. Abgesehen von einer auf verschiedene Rechtsgebiete bezogenen\nRechtsprechung kann heute auch auf eine wissenschaftliche\nAuseinandersetzung mit dem Begriff des Konkubinats oder der eheähnlichen\nGemeinschaft sowie seiner rechtlichen Behandlung zurückgegriffen werden\n(vgl. z.B. die Literaturübersicht in Deschenaux Henri / Tercier Pierre, Le\nmariage et le divorce, 3. Aufl., Bern 1985, N. 887); soweit daher in der\nparlamentarischen Beratung des Asylgesetzes (wie auch im oben erwähnten\nBundesgerichtsentscheid 106 V 59 ff.) in diesem Zusammenhang insbesondere\nauf Abgrenzungs-, Beweis- oder Missbrauchsprobleme hingewiesen\nwurde, ist festzuhalten, dass Literatur wie Rechtsprechung diesbezüglich\nKriterien entwickelt haben, welche beispielsweise eine Abgrenzung\neiner eheähnlichen Gemeinschaft von weniger engen oder dauerhaften\nBeziehungen zweier Partner durchaus erlauben (vgl. Deschenaux/Tercier,\na.a.O., N. 888 ff.; Messmer, a.a.O., S. 51 ff.; Frank Richard, Der Begriff der\neheähnlichen Gemeinschaft, in: Frank/Girsberger/Vogt/ Walder-Bohner/Weber,\nDie eheähnliche Gemeinschaft [Konkubinat] im schweizerischen Recht,\nZürich 1984, S. 29 ff.; Noir-Masnata Catherine, Les effets patrimoniaux\ndu concubinage et leur influence sur le devoir d’entretien entre époux\nséparés, Diss. Lausanne 1982, S. 7 ff., Hausheer Heinz, Die privatrechtliche\nRechtsprechung des Bundesgerichts im Jahre 1978, in der Zeitschrift des\nbernischen Juristenvereins [ZBJV] 1980, S. 99 ff.; BGE 114 II 295 ff., BGE 116 II\n394 ff., BGE 118 II 235 ff.).\nÄhnliche Kriterien der Dauerhaftigkeit oder Stabilität einer\nzwischenmenschlichen Beziehung zieht die Rechtsprechung im übrigen\nauch bei, wenn beispielsweise in der bereits zitierten Rechtsprechung des\nBundesgerichts zum Schutzbereich von Art. 8 EMRK vorausgesetzt wird, eine\nFamilienbeziehung müsse «tatsächlich gelebt werden» beziehungsweise\n«intakt erscheinen».\nd. Nebst den - angesichts der obigen Ausführungen bei einer heutigen\nGesetzesauslegung zu relativierenden - gesellschafts- oder rechtspolitischen\nArgumenten sowie den Hinweisen auf Beweisschwierigkeiten oder\nMissbrauchsmöglichkeiten, die in der parlamentarischen Beratung des\nAsylgesetzes zur heutigen Fassung von Art. 3 Abs. 3 AsylG führten, wurde\nim Parlament verschiedentlich darauf hingewiesen, eine ausdrückliche\nErwähnung, dass ein Lebenspartner eines Flüchtlings in dessen\nFlüchtlingseigenschaft einbezogen werde, erübrige sich, denn angesichts\n\n"}