{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1993-07-27", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-58-28--_1993-07-27.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002108.pdf?ID=150002108", "Checksum": "06525023953f52f9360fa7d831847e94"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 58.28 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 27.07.1993 JAAC 58.28 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 27.07.1993 JAAC 58.28 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 27.07.1993 JAAC 58.28 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:31:19", "Checksum": "fb17c7aefd2e1efa88fd922dfb888cde", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 27.07.1993 JAAC 58.28 \r\n\n 6\nAbs. 3 OR bejaht und mithin anerkennt, ein Konkubinatspartner erbringe\ntatsächlich Versorgerleistungen oder hätte solche in Zukunft mit grosser\nWahrscheinlichkeit erbracht.\nVerneint wird eine Gleichstellung von Konkubinat und Ehe vom\nBundesgericht, sofern in Berücksichtigung zu ziehen ist, dass ein\nKonkubinatsverhältnis an sich jederzeit ohne weitere Mitwirkung\neiner Behörde aufgelöst werden kann und gesetzliche Beistands- und\nUnterhaltspflichten beziehungsweise an den Bestand einer formellen\nEhe geknüpfte Sozialversicherungsansprüche nicht bestehen. So sind\nbeispielsweise auch in einem bestehenden stabilen Konkubinatsverhältnis\nmangels ausdrücklicher eherechtlicher Verpflichtung und angesichts einer\nmöglichen Gefährdung des Kindswohls bei der formlosen Beendigung des\nKonkubinatsverhältnisses die Unterhaltsansprüche des Kindes seinem Vater\ngegenüber in jederzeit vollstreckbarer Weise, nötigenfalls unter Bestellung\neines Beistandes, zu begründen (BGE 111 II 2 ff.; vgl. auch BGE 112 Ia 251,\nwelcher eine Ungleichbehandlung eines verheirateten beziehungsweise\nnicht verheirateten Stiefelternteiles mit dem Hinweis auf den nur in einer\nEhe, nicht jedoch in einem Konkubinat bestehenden Beistandsanspruch von\nArt. 278 Abs. 2 ZGB als gerechtfertigt und nicht dem Rechtsgleichheitsgebot\nwidersprechend erachtet). Ebenso trägt die Rechtsprechung der Tatsache,\ndass ein Konkubinatsverhältnis im Bereich der Sozialversicherung oder\nAltersvorsorge keine Ansprüche zu begründen vermag (vgl. Messmer,\na.a.O., S. 65 f.; Girsberger Andreas, Haftpflicht- und Versicherungsrecht,\nin: Frank/Girsberger/Vogt/ Walder-Bohner/Weber, Die eheähnliche\nGemeinschaft [Konkubinat] im schweizerischen Recht, Zürich 1984, S. 183 f.;\nBigler-Eggenberger Margrith, Beitrag zum Podiumsgespräch, in: Frank [Hrsg.],\nDie eheähnliche Gemeinschaft in Gesetzgebung und Rechtsprechung der\nBundesrepublik Deutschland, Oesterreichs und der Schweiz, Beihefte zur\nZeitschrift für Schweizerisches Recht, Heft 5, 1986, S. 75 ff.), dadurch Rechnung,\ndass der Konkubinatspartner, welcher den gemeinsamen Haushalt der\neheähnlichen Gemeinschaft führt, als Lohnabhängiger und Kost, Logis oder\nTaschengeld als Lohn im Sinne der AHV/IV-Gesetzgebung betrachtet wird\n(BGE 110 V 1 ff., BGE 116 V 177 ff.). Schliesslich verneint das Bundesgericht\n- zu Recht, wollen doch Konkubinatspartner mit ihrem Entschluss, nicht\nzu heiraten, derartige Rechtsfolgen bewusst ausschliessen (vgl. BGE 108\nII 206 f.; Messmer, a.a.O., S. 57) - eine analoge Anwendung eherechtlicher\noder güterrechtlicher Normen auf Konkubinatsverhältnisse und prüft\nbeispielsweise bei Fragen der vermögensrechtlichen Auseinandersetzung\nnach Auflösung eines Konkubinatsverhältnisses den Beizug der Regeln\nzur Auflösung einer einfachen Gesellschaft (vgl. BGE 108 II 204 ff., BGE\n109 II 228 ff.). Der Vollständigkeit halber sei auf zwei weitere Urteile aus\nden Jahren 1979 und 1980 hingewiesen, welche eine Gleichstellung von\nKonkubinat und Ehe verneinen. So führt das Bundesgericht in BGE 105\nII 197 (vgl. zur Kritik an diesem Entscheid Messmer, a.a.O., S. 59; Geiser,\na.a.O., S. 58) aus, eine eheähnliche Gemeinschaft könne nicht als eine unter\ngemeinsamer Hausgewalt lebende Gemeinschaft im Sinne von Art. 331 ZGB\ngelten und sei daher bei der Frage, ob die Auflösung des Mietvertrages für\nden Mieter oder dessen Familie eine Härte zur Folge habe (Art. 267a Abs. 1\nOR) nicht zu berücksichtigen; allerdings erachtete das Bundesgericht im\nfraglichen Entscheid das zur Beurteilung stehende Mieterstreckungsgesuch\nohnehin aus anderen Gründen als rechtsmissbräuchlich. In seinem auf\n\n"}