{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1993-07-27", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-58-28--_1993-07-27.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002108.pdf?ID=150002108", "Checksum": "06525023953f52f9360fa7d831847e94"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 58.28 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 27.07.1993 JAAC 58.28 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 27.07.1993 JAAC 58.28 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 27.07.1993 JAAC 58.28 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:31:19", "Checksum": "fb17c7aefd2e1efa88fd922dfb888cde", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 27.07.1993 JAAC 58.28 \r\n\n 5\nDeutschland, Oesterreichs und der Schweiz, Beihefte zur Zeitschrift für\nSchweizerisches Recht, Heft 5, 1986, S. 57; Geiser Thomas, Die eheähnliche\nGemeinschaft in der neueren Rechtsprechung des Schweizer Bundesgerichts,\nin: Eser [Hrsg.], Die nichteheliche Lebensgemeinschaft, Paderborn u.a. 1985,\nS. 48) - einen ausdrücklichen Einbezug des Konkubinats in die rechtlichen\nRegelungen ab. Indessen hatte sich die Gerichtspraxis in verschiedenen\nRechtsbereichen mit der Frage einer Gleichstellung von Konkubinat und\nEhe zu befassen.\nDer These, das Konkubinat sei juristisch überhaupt zu ignorieren oder\nverdiene keinen Rechtsschutz, setzt sich das Bundesgericht in einem Entscheid\naus dem Jahre 1982 (BGE 108 II 204 ff.) entgegen und hält fest, eine solche\npauschale Verweisung in einen rechtsleeren Raum sei zu verwerfen;\n«wenn die Partner für ihre Gemeinschaft die Ehe ablehnen, besagt dies\nkeineswegs, dass sie überhaupt alle Rechtsfolgen ihres Zusammenlebens\nausschliessen wollen. (... Ihnen) schlechterdings jeden Rechtsschutz zu\nversagen, käme einer Kapitulation der Rechtsordnung gegenüber einer\nverbreiteten Erscheinungsform unserer Gesellschaft gleich. Eine solche\nHaltung wäre auch unvereinbar mit Entscheidungen, nach denen in\nverschiedenen Rechtsbereichen der Tatsache des Konkubinats bereits\nRechnung getragen wird (...)» (BGE 108 II 207). Unter dem Gesichtspunkt\ndes Rechtsgleichheitsgebotes weist das Bundesgericht erstmals 1984 (BGE\n110 Ia 7 ff.; seither bestätigt in BGE 112 Ia 311 ff. und BGE 118 Ia 1 ff.)\nauf die in steuerrechtlicher Hinsicht bestehende Vergleichbarkeit der\nSachverhalte hin, wenn die Besteuerung eines doppelverdienenden Ehepaares\nbeziehungsweise Konkubinatspaares in Frage steht, und hält fest, bei der\nheutigen Verbreitung und weitgehenden gesellschaftlichen Anerkennung des\nKonkubinates könne der Steuergesetzgeber dem Vergleich von Konkubinat\nund Ehe nicht mehr ausweichen, sondern sei gehalten, steuerrechtliche\nRegelungen zu wählen, welche die Ehe im Vergleich zum Konkubinat nicht\nbenachteiligten (BGE 110 Ia 19 f., 23 f.). In der zivilrechtlichen Rechtsprechung\nwird eine dauernde eheähnliche Gemeinschaft - unter dem Gesichtspunkt\ndes Rechtsmissbrauchsverbots - in der Rechtsprechung zu Art. 153 Abs. 1 des\nSchweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB) erstmals\nim Jahre 1978 (BGE 104 II 154 ff.; vgl. auch BGE 106 II 1 ff. und BGE 107 II\n297 ff.) einer formellen Ehe insofern gleichgesetzt, als der Rentenanspruch\neiner geschiedenen Person nicht nur beim Eingehen einer neuen, formellen\nEhe, sondern auch mit dem Bestehen einer neuen, eheähnlichen Gemeinschaft\nendet; das Bundesgericht geht in seiner Rechtsprechung davon aus, eine\nstabile eheähnliche Gemeinschaft - wobei die Stabilität einer solchen\nBeziehung im Sinne einer widerlegbaren Tatsachenvermutung nach\nfünf Jahren Bestand angenommen werden dürfe (BGE 109 II 188 ff.) -\nerlaube die Annahme, die Konkubinatspartner würden sich Treue halten\nsowie Beistand und Unterstützung leisten, wie wenn sie dazu gesetzlich\nverpflichtet wären (BGE 109 II 188 ff., BGE 114 II 295 ff., BGE 116 II 394 ff.,\nBGE 118 II 235 ff.; vgl. auch BGE 118 II 225 ff., wo ähnliche Überlegungen die\nGeltendmachung eines Unterstützungsbeitrags im Sinne einer vorsorglichen\nMassnahme nach Einreichung der Scheidungsklage gemäss Art. 145 ZGB als\nrechtsmissbräuchlich erscheinen lassen). Schliesslich sei auf einen Entscheid\naus dem Jahre 1988 (BGE 114 II 144 ff.) hingewiesen, wo das Bundesgericht\ndie Versorgereigenschaft eines Konkubinatspartners im Sinne von Art. 45\n\n"}