{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1992-09-01", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-57-31--_1992-09-01.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001757.pdf?ID=150001757", "Checksum": "1a7398eedb00272d1b7a6102a77f357c"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 57.31 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 01.09.1992 JAAC 57.31 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 01.09.1992 JAAC 57.31 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 01.09.1992 JAAC 57.31 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:31:26", "Checksum": "5a13296b7574188383f3414570163168", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 01.09.1992 JAAC 57.31 \r\n\n JAAC 57.31\n\nAuszug aus einem Entscheid der Schweizerischen\nAsylrekurskommission vom 1. September 1992\n\nArt. 16, 17a LA. Art. 13 CEDH. Délai de départ en cas de décision de\nnon-entrée en matière.\nEn cas de décision de non-entrée en matière, il y a lieu d’impartir au\nrequérant débouté un délai de départ échéant au plus tôt le lendemain\nde la notification du délai de renvoi. II est opportun, en pareil cas, de\ntenir compte de la supputation prévue par l’art. 20 al. 3 PA (échéance du\ndélai un samedi, un dimanche ou un jour férié). La faculté de présenter\nencore en Suisse une demande de restitution de l’effet suspensif est ainsi\ngarantie (décision de principe[5]).\n\nArt. 16, 17a AsylG. Art. 13 EMRK. Ausreisefrist bei\nNichteintretensentscheiden.\nBei Nichteintretensentscheiden ist dem abgewiesenen Asylbewerber\neine Ausreisefrist anzusetzen, welche frühestens am Tag nach der\nEröffnung der Wegweisungsverfügung endet. Zweckmässigerweise ist\nbei der Ansetzung dieser Frist der Bestimmung von Art. 20 Abs. 3 VwVG\n(Fristablauf an einem Wochenende oder Feiertag) Rechnung zu tragen.\nDas Recht, noch in der Schweiz das Gesuch um Wiederherstellung der\naufschiebenden Wirkung stellen zu können, wird so gewährleistet\n(Grundsatzentscheid[4]).\n\nArt. 16, 17a LA. Art. 13 CEDU. Termine di partenza nelle decisioni di non\nentrata nel merito.\n\n1\nSe non si entra nel merito di una domanda d’asilo, al richiedente che\ndeve essere allontanato va fissato un termine di partenza che scade,\nal più presto, il giorno successivo alla notificazione della decisione di\nallontanamento. E’ opportuno, nel fissare tale termine, tenere conto\ndella disposizione dell’art. 20 cpv. 3 PA (scadenza dei termini di sabato,\ndomenica o giorno riconosciuto come festivo). La facoltà di presentare\nancora in Svizzera la domanda di restituzione dell’effetto sospensivo\nviene così garantita (decisione di principio[6]).\n\nZusammenfassung des Sachverhalts\nAm 20. Dezember 1990 reiste C.G. von Österreich her unter Umgehung\nder Grenzkontrolle in die Schweiz ein und stellte am 10. Januar 1991 ein\nAsylgesuch.\nMit Verfügung vom 11. März 1992 trat das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF)\nauf das Asylgesuch nicht ein, ordnete die unverzügliche Wegweisung von C.G.\naus der Schweiz an und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende\nWirkung.\nMit getrennten Eingaben vom 30. März 1992 beantragte C.G. die Aufhebung\nder vorinstanzlichen Verfügung und die Gewährung des Asyls. Eventuell sei\ner vorläufig aufzunehmen. Es sei jedenfalls die aufschiebende Wirkung der\nBeschwerde wiederherzustellen. Mit Zwischenverfügung der Schweizerischen\nAsylrekurskommission vom 27. April 1992 wurde die von der Vorinstanz\nentzogene aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederhergestellt, weshalb\nder Vollzug der Wegweisung ausgesetzt wurde.\nAus den Erwägungen\n5.a. Was die von der Vorinstanz verfügte Wegweisung betrifft, bestehen\nkeine Anhaltspunkte für die Annahme, der Beschwerdeführer hätte bei einer\nallfälligen Ausschaffung in sein Heimatland mit ernsthaften Nachteilen im\nSinne von Art. 3 des Asylgesetzes vom 5. Oktober 1979 (AsylG, SR 142.31) zu\nrechnen, weshalb Art. 45 AsylG nicht verletzt würde. Die gestützt auf Art. 17\nAbs. 1 AsylG verfügte Wegweisung verstösst ebenfalls nicht gegen Art. 3 EMRK.\nDie Wegweisung des Beschwerdeführers wurde demnach grundsätzlich zu\nRecht angeordnet.\nb. Der Beschwerdeführer rügt, dass es die Vorinstanz in Verletzung\nvon Art. 17a Bst. b AsylG unterlassen habe, in der angefochtenen\nNichteintretensverfügung den Tag der Ausreise genau festzusetzen. Zudem\ngehe es (sinngemäss) nicht an, dass der Beschwerdeführer nach Eröffnung\nder angefochtenen Verfügung die Schweiz unverzüglich zu verlassen habe.\nAuch das Vorgehen der Fremdenpolizei, dem länger als ein Jahr in der\nSchweiz lebenden und berufstätigen Beschwerdeführer eine Ausreisefrist\nvon kaum zwei Wochen anzusetzen, verstosse gegen die elementaren\nGebote der Menschlichkeit und gegen Art. 13 EMRK. In so kurzer Zeit\nhabe der Beschwerdeführer weder Anstalten zur Akteneinsicht und\nBeschwerdeführung treffen noch seine persönlichen Angelegenheiten\n(Kündigung der Wohnung und des Arbeitsplatzes) regeln können.\n\n"}