6 Abs. 1 Bst. b AsylG. Bei Art. 6 AsylG handelt es sich um einen sogenannten Asylausschlussgrund (vgl. auch Art. 8 und 8a AsylG), welcher «noch keine verbindliche Negierung des Vorliegens der Flüchtlingseigenschaft» zur Folge hat (vgl. BBl 1977 III 128). Bei Verweigerung des Asyls gestützt auf einen Asylausschlussgrund muss an sich regelmässig die Flüchtlingseigenschaft geprüft werden. «Darauf kann höchstens verzichtet werden, wenn Art. 6 AsylG zur Anwendung kommt, die Ausreise in den Drittstaat möglich ist und ausgeschlossen werden kann, dass für den Gesuchsteller dort irgendwelche Gefahr besteht» (Kahn Walter, Grundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt am Main 1990, S. 165, Anm. 65).