{"Signatur": "CH_VB_029", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-04-29", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_029_JAAC-68-38--_2002-04-29.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006515.pdf?ID=150006515", "Checksum": "0da27f6ee68159f13d7acfe3e0848d68"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 68.38 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für die Unfallversicherung 29.04.2002 JAAC 68.38 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d’assurance-accidents 29.04.2002 JAAC 68.38 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso sull’assicurazione contro gli infortuni 29.04.2002 JAAC 68.38 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für die Unfallversicherung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d’assurance-accidents"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso sull’assicurazione contro gli infortuni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:35", "Checksum": "3d3e460498afe9f30d321a5497654a30", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für die Unfallversicherung 29.04.2002 JAAC 68.38 \r\n\n 9\nDabei könnte ohnehin aus Praktikabilitätsgründen nicht in jedem Einzelfall\nbestimmt werden, in welchem Ausmass ein Unterstellungsmerkmal gegeben\nsein muss, um Art. 66 Abs. 1 UVG anzuwenden (RKUV 1987 Nr. U 16 S. 238 ff.\nE. 4c). Diese Auffassung wurde überdies vom EVG bestätigt, indem es\nerklärte, dass sich Ausführungen, wie sie - auch hier - zum vorwiegenden\nBetriebscharakter vorgetragen werden, richtig betrachtet lediglich auf die\nSituation bei gegliederten Betrieben beziehen (RKUV 1999 Nr. U 338 S. 285 ff.\nE. 4; bereits ebenso im unveröffentlichten Urteil vom 6. November 1998 [U\n44/97] E. 3).\nDie Beschwerdeführerin übersieht zudem, dass die Unterstellung unter die\nSUVA gemäss Art. 66 Abs. 1 Bst. e UVG ihr Unternehmen nicht zu einem Betrieb\nder Kunststoffverarbeitung macht, sondern dies lediglich bedeutet, dass in\nihrem Geschäft auch Kunststoff bearbeitet wird und dies für ein Unternehmen\ndieser Art - d. h. ein Optikergeschäft - üblich ist.\n8. Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass die Unterstellung unter die\nSUVA einen Eingriff in das ihr gemäss Art. 27 BV garantierte Recht auf\nWirtschaftsfreiheit darstellt. Der Bund hat die verfassungsmässige Kompetenz\nzur Regelung der obligatorischen Unfallversicherung und damit auch zur\nAbweichung vom Grundsatz der Wirtschaftsfreiheit, kann doch der Richter\ndie Bundesgesetze nicht auf deren Verfassungsmässigkeit hin überprüfen\n(vgl. dazu RKUV 2000 Nr. KV 118 S. 151 ff. E. 2). Mit Art. 66 Abs. 1 UVG, der\ndie Aufteilungskriterien zwischen der SUVA und den anderen Versicherern\nregelt, besteht eine genügende gesetzliche Grundlage. Weiterhin ist nicht\nerkennbar, inwiefern der Bundesrat den Rahmen der ihm in Art. 66 Abs. 2\nUVG übertragenen Delegation zur Umschreibung der gegliederten Betriebe\nüberschritten haben soll. Der angefochtene Entscheid stellt im von der\nBeschwerdeführerin kritisierten Punkt bloss den Vollzug der Aufteilung der\nVersicherungsbereiche dar, so dass seine Verhältnismässigkeit als solche\nebenso wie das öffentliche Interesse unter diesem Gesichtspunkt gar nicht\nin Frage zu stellen sind. Die Monopolstellung der SUVA kann im Übrigen\nentgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht richterlich überprüft\nwerden, findet sie doch ihre Grundlage in einem Bundesgesetz. Daher ist auch\ndie Rüge, dass die Wirtschaftsfreiheit der Beschwerdeführerin durch den\nUnterstellungsentscheid verletzt worden sei, nicht stichhaltig.\n9. Aus diesen Gründen ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu\nkritisieren und die Beschwerde abzuweisen.\n\n10\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 68.38 - Auszug aus einem Urteil der Eidgenössischen Rekurskommission für die\nUnfallversicherung vom 29. April 2002 i.S. X. AG gegen die Schweizerische\nUnfallversicherungsanstalt [REKU 452/00]\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2004\nAnnée\nAnno\n\nBand 68\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 006 515\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}