{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1997-03-20", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-62-64--_1997-03-20.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003986.pdf?ID=150003986", "Checksum": "7b701bae09e55d25bf59ba4cb0f25fbe"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.64 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 20.03.1997 JAAC 62.64 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 20.03.1997 JAAC 62.64 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 20.03.1997 JAAC 62.64 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:06", "Checksum": "b7089648fdd0150445022c433f073570", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 20.03.1997 JAAC 62.64 \r\n\n 3\ndie Arbeitsvermittlung und den Personalverleih, Botschaft, BBl 1985 III 556,\nS. 588 und 597 ff.; vgl. Voten Reimann und Darbelley in der parlamentarischen\nBeratung des Gesetzesentwurfes, AB 1987 N 177 ff., S 179, 191 und 199;\nvgl. auch Andreas Ritter, Das revidierte Arbeitsvermittlungsgesetz, Bern\n1994, S. 95 f.). Damit besteht auch die Möglichkeit, Interventionen anderer\nStaaten auf Bundesebene, ohne Zwischenschaltung der Kantone, zu\nbehandeln (Botschaft, a. a. O., S. 597). Zu berücksichtigen ist auch, dass die\nim Arbeitsvermittlungsgesetz statuierte Bewilligungspflicht in erster Linie\ndie Interessen des Arbeitssuchenden gewährleisten soll (Botschaft, a. a. O.,\nS. 557, 575, 587). Dieses vorrangige Schutzbedürfnis wurde aber durch\nunseriöse Branchenzweige insbesondere im von Missständen geprägten\nBereich der Vermittlung von «Tänzerinnen» aus Dritte-Welt-Staaten gefährdet\n(vgl. Ritter, a. a. O., S. 13), weshalb auch aus diesem Gesichtswinkel eine\nerhöhten Anforderungen genügende Bewilligungspraxis angezeigt ist (vgl.\ndazu die Voten Pfund und Stappung, AB 1987 N 177 ff., S 191, 196 und 199).\nAllerdings bildet selbst für Betriebe, die nur Auslandvermittlung betreiben, die\nkantonale Betriebsbewilligung Voraussetzung für die Betriebsbewilligung des\nBIGA (Art. 2 Abs. 2 AVG; vgl. Botschaft, a. a. O., S. 597). Dies im Gegensatz zum\nEntwurf des Art. 2ter Abs. 4 AVG im Rahmen der Anpassung des Bundesrechts\nan das EWR-Recht, welcher im Sinne einer administrativen Vereinfachung und\nGleichstellung der inländischen Vermittler nur noch die Bewilligung des BIGA\nfür die ausschliessliche Auslandvermittlung vorsah (vgl. Ritter, a. a. O., S. 95\nFN 92, mit Hinweis auf Botschaft II über die Anpassung des Bundesrechts an\ndas EWR-Recht, BBl 1992 V 520, S. 679 und 689).\nIm vorliegenden Beschwerdeverfahren geht es um die Bewilligung zur\nAuslandvermittlung. Aktenkundig ist, dass die kantonale Behörde dem\nBeschwerdeführer mit Verfügung vom 21. August 1995 die kantonale\nBetriebsbewilligung zur privaten Arbeitsvermittlung im Inland erteilt hat.\nAus den aufgezeigten gesetzlichen Grundlagen folgt, dass es sich bei der\nInlandvermittlung einerseits und bei der Auslandvermittlung anderseits\num Zulassungsverfahren handelt, welche zumindest von der Zuständigkeit\nher unterschiedlich geregelt sind. Was die Voraussetzungen angeht, so\nist im Bewilligungsverfahren zur Auslandvermittlung nicht etwa bloss\ndie Anforderung des Art. 3 Abs. 3 AVG - wonach die für die Leitung\nverantwortlichen Personen sicherzustellen haben, dass im Betrieb\nausreichende Kenntnisse der Verhältnisse in den entsprechenden Staaten\nvorhanden sind - zu prüfen. Vielmehr stellt dieses Kriterium eine zusätzliche\nAnforderung dar, die neben den Voraussetzungen, welche auch für die\nInlandvermittlung gelten und in den Abs. 1 und 2 des Art. 3 AVG umschrieben\nsind, erfüllt sein muss (vgl. Art. 3 Abs. 3 AVG: «ausserdem»; vgl. auch Art. 3\nAbs. 3 des bundesrätlichen Entwurfes, welcher noch einen ausdrücklichen\nVerweis auf die Abs. 1 und 2 enthielt und dessen Neuformulierung im Rahmen\nder parlamentarischen Beratung redaktioneller und nicht inhaltlicher Natur\nist: Botschaft, a. a. O., S. 644).\nObwohl die Anforderungen für die Inland- wie auch die\nGrundvoraussetzungen der Auslandvermittlung einheitlich in Art. 3 Abs. 1\nund 2 AVG festgehalten sind und die Bewilligung zur Auslandvermittlung\neine kantonale Bewilligung zur Inlandvermittlung voraussetzt, mithin\nbereits die zuständige kantonale Instanz die Voraussetzungen der beiden\nersten Absätze des Art. 3 AVG geprüft hat, kann den gesetzlichen Grundlagen\n\n"}