{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-04-01", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-61-53--_1996-04-01.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003518.pdf?ID=150003518", "Checksum": "17c3767ee7b3614afc9ddc260e6fec84"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.53 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 01.04.1996 JAAC 61.53 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 01.04.1996 JAAC 61.53 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 01.04.1996 JAAC 61.53 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:34", "Checksum": "59393bbdee6c803352208dea8ccc6974", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 01.04.1996 JAAC 61.53 \r\n\n 2\ndass der Landabgeber per 1. April 1974 das fragliche Land zusammen\nmit einem Ökonomiegebäude übernommen hat. Diese Einheit wurde\nvom vormaligen Bewirtschafter als selbständiger Betrieb genutzt. Der\nBeschwerdegegner hielt im Ökonomiegebäude während des Winters Rinder.\nAn den beschwerdeführenden Landübernehmer wurde per 1. April 1994\nzusammen mit dem Land auch das Gebäude - in der Zwischenzeit vom\nEigentümer renoviert und bestehend aus einem Wohnungs- und Stallteil -\nabgegeben. Dieser nutzt das Ökonomiegebäude weiterhin zur Bewirtschaftung\ndes Betriebes. Der Landübernehmer ist ebenfalls Produzent.\nIm folgenden ist abzuklären, welche kontingentsrechtlichen Folgen die\neingangs dargestellte Zunahme der Nutzfläche beim Landübernehmer hätte\nhaben sollen.\n5.1. Die kontingentsrechtlichen Folgen einer Verminderung beziehungsweise\nZunahme der massgeblichen Nutzfläche sind in den Art. 19 und 20\nder Verordnung vom 26. April 1993 über die Milchkontingentierung in\nden Bergzonen II-IV (MKBV 93, SR 916.350.102) umschrieben. Was den\nLandübernehmer angeht, so wird dessen Kontingent grundsätzlich um die\nbeim Landabgeber gekürzte und um weitere 10% verminderte Menge erhöht\n(Art. 20 Abs. 1 MKBV 93). Die Kürzungsmenge bestimmt sich vorab nach der\nRegelung, welche im Pachtvertrag des Landabgebers vereinbart wurde, als\ndieser das Land übernahm (Art. 19 Abs. 1 MKBV 93). Besteht, wie vorliegend,\nkeine solche Vereinbarung, bestimmt sich die Kontingentskürzung nach den\nBestimmungen von Art. 19 Abs. 2 MKBV 93. Danach können sich Landabgeber\nund Landübernehmer über die zu übertragende Menge einigen (Art. 19\nAbs. 2 Bst. a MKBV 93). Kommt keine Einigung zustande, entscheidet der\nMilchverband, welcher in der Regel eine Kürzung um 50% des massgebenden\nHektarendurchschnitts vornimmt (Art. 19 Abs. 2 Bst. b MKBV 93). Speziell\ngeregelt ist die Abgabe von Land, welches weiterhin landwirtschaftlich, aber\nnicht mehr zur Verkehrsmilchproduktion oder zur Aufforstung, Erstellung\nvon Obstanlagen, zum Anbau von Reben beziehungsweise gar nicht mehr\nlandwirtschaftlich genutzt wird (Art. 19 Abs. 2 Bst. c und d MKBV 93) sowie die\nAbgabe von Land mit Ökonomiegebäude (Art. 19 Abs. 2 Bst. e MKBV 93).\nNachfolgend ist zu untersuchen, welche kontingentsrechtliche Regelung\nvorliegend Anwendung finden soll.\n5.2. Aus dem Instruktionsverfahren geht zweifelsfrei hervor, dass der\nBeschwerdegegner an den Beschwerdeführer Land samt Ökonomiegebäude\nabgegeben hat. An sich würde dies für die Anwendung von Art. 19 Abs. 2 Bst. e\nMKBV 93 sprechen, welcher folgendes festhält:\n«Gibt ein Produzent Land mit zugehörigem Ökonomiegebäude ab, so muss er\nin der Regel das ihm bei der Betriebsübernahme zugeteilte Kontingent auf den\nLandübernehmer übertragen.»\nVom Wortlaut her erfasst diese Bestimmung jedoch nur jene Fälle, in\ndenen das abgegebene Land samt Ökonomiegebäude nach Einführung\nder Milchkontingentierung («das bei der Betriebsübernahme zugeteilte\nKontingent») in den Bergzonen II-IV (1. Mai 1981, vgl. Art. 1 der\nVerordnung vom 15. Dezember 1980 über Massnahmen gegen übermässige\nMilchlieferungen in den Zonen II-IV des Berggebietes, AS 1980 2091)\nübernommen wurde. Aber auch eine Auslegung der fraglichen Bestimmung\n\n"}