{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-03-25", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-61-48--_1996-03-25.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003500.pdf?ID=150003500", "Checksum": "888fec5d057d778c47176fc5d6d53f5c"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.48 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 25.03.1996 JAAC 61.48 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 25.03.1996 JAAC 61.48 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 25.03.1996 JAAC 61.48 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:40", "Checksum": "f46baa2abd279774fb4c85a194601d6a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 25.03.1996 JAAC 61.48 \r\n\n 5\nangeht, die Finanzierung der neu erstellten Scheune sei aufgrund des\nungekürzten Kontingents berechnet worden und eine Kürzung sei nicht\nverkraftbar, so ist dem entgegenzuhalten, dass die Kürzung aufgrund der\nFormulierung in der Verordnung zwingend und ausnahmslos zu erfolgen hat\nund für die rechtsanwendende Behörde keine Möglichkeit besteht, im Sinne\neines Härtefalles von einer Kürzung abzusehen.\n(...) Der Entscheid der Rekurskommission Nr. 15 sowie die Verfügung des\nMilchverbandes, welche das zusammengelegte Kontingent auf ... kg festgesetzt\nhaben, sind demnach aufzuheben.\n3.5. Obwohl sich die Rekurskommission Nr. 15 ebenfalls auf den\nStandpunkt stellt, eine Kontingentskürzung um 10% sei grundsätzlich\nverordnungskonform, bringt sie in ihrer Vernehmlassung Einwendungen\ngrundsätzlicher Art vor. Danach sei eine Unterscheidung zwischen der\ngesamtbetrieblichen und der nicht erstrebenswerten parzellenweisen\nVerpachtung nötig und die gesamtbetriebliche Verpachtung müsse\ngleichbehandelt werden wie die keine Kontingentskürzung nach sich\nziehende Bildung einer Betriebszweiggemeinschaft. Andernfalls sinke die\nExistenzfähigkeit eines nach Ende der Verpachtung wieder selbständig\nbewirtschafteten Betriebes. In diese Richtung geht auch der Einwand\ndes Bundesamtes, wonach bei einer Betriebsübernahme mit Verlegung\ndes Bewirtschaftungszentrums analog zum Bewirtschafterwechsel keine\nKontingentskürzung erfolgen solle.\nVorab ist festzuhalten, dass die überbetrieblichen Anbindungsformen\nwie Betriebsgemeinschaft oder Betriebszweiggemeinschaft schon früher\nprivilegiert waren, ist doch in diesen Fällen eine in der Höhe unbeschränkte\nKontingentszusammenlegung möglich, während im Gegensatz dazu bei der\nBetriebsfusion eine qualitative Höchstgrenze von 200 000 kg bestanden hat\n(Art. 23 Abs. 2 MKTV 93, AS 1993 1631; vgl. Spörri, a. a. O., S. 157), welche\nmit Änderung der MKTV 93 vom 19. Juni 1995 (AS 1995 3086) per 1. August\n1995 aufgehoben worden ist. Weiter ist der zwar nachvollziehbaren und\nverständlichen Argumentation der Vorinstanz entgegenzuhalten, dass der\nVerordnungsgeber bei Vorliegen einer Betriebsübernahme eben ungeachtet\nder denkbaren Konstellationen ausnahmslos eine 10%ige Kontingentskürzung\nauf dem übernommenen Betrieb vorgesehen hat. Dafür, dass insbesondere\ndie Übernahme eines Familienbetriebes mit gleichzeitiger Verlegung des\nBewirtschaftungszentrums gesondert zu behandeln wäre, liegen in den\nMilchkontingentierungs-Verordnungen jedenfalls keine Anhaltspunkte\nvor. Auch wenn die geltende Lösung - Privilegierung der überbetrieblichen\nZusammenarbeit im Gegensatz zur Betriebsfusion und deren Gleichstellung\nmit der parzellenweisen Verpachtung - durchaus zu sachlich unbefriedigenden\nResultaten führen kann, ist es den rechtsanwendenden Organen aufgrund\ndes Legalitätsgrundsatzes in der Regel verwehrt, eine allenfalls bestehende\nunechte Verordnungslücke zu füllen. Diese Aufgabe ist vielmehr dem\nVerordnungsgeber vorbehalten (Ulrich Häfelin / Georg Müller, Grundriss\ndes allgemeinen Verwaltungsrechts, 2. Aufl., Zürich 1993, Rz. 195 ff.; René\nA. Rhinow / Beat Krähenmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung,\nErgänzungsband, Basel 1990, Nr. 23 B II).\n(...)\n\n6\n(Die Rekurskommission EVD heisst die Beschwerde, soweit darauf eingetreten\nwird, teilweise gut)\n\n7\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 61.48 - Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der Rekurskommission EVD vom 25.\nMärz 1996 in Sachen B. gegen Thurgauer Milchproduzentenverband und\nRekurskommission Nr. 15; 95/8B-011\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1997\nAnnée\nAnno\n\nBand 61\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 003 500\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}