{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-09-10", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-61-44--_1996-09-10.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003488.pdf?ID=150003488", "Checksum": "c378c3230c192540298ae691117829fd"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.44 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 10.09.1996 JAAC 61.44 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 10.09.1996 JAAC 61.44 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 10.09.1996 JAAC 61.44 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:30", "Checksum": "43f00ea710ad6f45b38c793930084330", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 10.09.1996 JAAC 61.44 \r\n\n1. (Vereinigung der beiden Beschwerdeverfahren aus materiellrechtlichen\nGründen; vgl. E. 3.3).\n2. (Sachliche Zuständigkeit der Rekurskommission EVD)\n3. Bevor als Eintretensvoraussetzung das Bestehen der\nProzessvoraussetzungen geprüft wird (vgl. nachfolgende E. 4.1-4.4 zur\nfunktionellen Zuständigkeit und E. 4.5 zur Beschwerdelegitimation), ist es\nvorliegend angebracht, zuerst das materiellrechtliche Verhältnis zwischen\nden beiden - formal unterschiedlichen - Anfechtungsobjekten zu klären,\ndamit unter anderem der Umfang des Streitgegenstandes bestimmt werden\nkann (vgl. E. 3.3). In diesem Zusammenhang ist zu untersuchen, ob das\nBundesamt verfahrensmässig richtig vorgegangen ist, als es insbesondere die\nTeilzollkontingentsmengen (Fleischkonserven und Schweinefleischkonserven)\nje in zwei Quoten aufteilte und der Beschwerdeführerin zeitlich gestaffelt, in\nzwei selbständigen Verfügungen die entsprechenden Anteilsquoten an den\nfraglichen Teilzollkontingenten eröffnete (vgl. E. 3.2).\n\n3\n3.1. Nach Art. 23b Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 3. Oktober 1951\nüber die Förderung der Landwirtschaft und die Erhaltung des\nBauernstandes (Landwirtschaftsgesetz [LwG], SR 910.1) richten sich die\nZollkontingentsmenge und deren zeitliche Aufteilung nach den Grundsätzen\ndes Landwirtschaftsgesetzes. Der Bundesrat kann die Zollkontingentsmenge\nund deren zeitliche Aufteilung im Rahmen des Generaltarifs festsetzen\n(Art. 23b Abs. 2 LwG). Der Bundesrat legt die Grundsätze für die Verteilung\nder Zollkontingentsmenge fest. Die Zuteilung der Zollkontingentsmenge ist zu\nveröffentlichen (Art. 23b Abs. 4 LwG). Die Zuteilung der Zollkontingente erfolgt\nunter Wahrung des Wettbewerbes und wird von wirtschaftlichen Leistungen\nabhängig gemacht (vgl. Art. 23b Abs. 5 Satz 1 LwG).\nIn der Verordnung vom 17. Mai 1995 über die Festsetzung der Zollansätze\nund der Zollkontingente für landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie der\nzweckgebundenen Zollanteile (Agrarzollverordnung [AgZV], SR 916.011,\nAS 1995 5520) hat der Bundesrat die dem Generaltarif entsprechenden\nZollansätze (Anhang 1) und Zollkontingentsmengen (Anhang 2) festgelegt.\nIm Bereich der Einfuhr von Schlachtvieh und Fleisch ist eine Aggregation\nin zwei Zollkontingente vorgenommen worden (Zollkontingent Nr. 5 «rotes\nFleisch» auf Rauhfutterbasis und Zollkontingent Nr. 6 «weisses Fleisch» auf\nKraftfutterbasis; vgl. Anh. 1 und 2 AgZV, AS 1995 5587). Nach Art. 28 Abs. 4\nder Verordnung vom 21. Dezember 1953 über wirtschaftliche Bestimmungen\ndes Landwirtschaftsgesetzes (Allgemeine Landwirtschafts-Verordnung [ALV],\nSR 916.01) können Zollkontingente - namentlich für einzelne Erzeugnisse -\nin Teilzollkontingente aufgeteilt werden. Soweit keine andere Regelung\nbesteht, gelten für Teilzollkontingente sinngemäss die Vorschriften über die\nZollkontingente (Art. 28 Abs. 4 ALV).\nGestützt auf Art. 23b Abs. 4 und 5 LwG hat der Bundesrat die Grundsätze über\ndie Zuteilung von Zollkontingenten sowie die erforderlichen Änderungen\nim Bereich der Einfuhr von Fleisch in der am 17. Mai 1995 mit Wirkung\nper 1. Juli 1995 geänderten Verordnung vom 22. März 1989 über den\nSchlachtviehmarkt und die Fleischversorgung (Schlachtviehverordnung\n[SV], SR 916.341) geregelt. Danach wird das in der Agrarzollverordnung\nfestgelegte Zollkontingent Nr. 5 «rotes Fleisch» (Rauhfutterbasis) in die\nTeilzollkontingente «Rindfleisch/Kalbfleisch», «Schaffleisch/Ziegenfleisch»,\n«Schlachtnebenprodukte», «Fleischkonserven (Corned Beef, usw.)»,\n«Pferdefleisch» und «Übriges» aufgeteilt (Art. 7 Abs. 1 Bst. a SV). Das\nZollkontingent Nr. 6 «weisses Fleisch» (Kraftfutterbasis) besteht aus\nden Teilzollkontingenten «Schweinefleisch», «Wurstwaren und Coppa»,\n«Schweinefleischkonserven» und «Geflügel inklusive Geflügelkonserven»\n(Art. 7 Abs. 1 Bst. b SV). Die Teilzollkontingente werden durch das Bundesamt\n(nach Anhören der Verwaltung der Genossenschaft für Schlachtvieh- und\nFleischversorgung) gestützt auf die Erfahrungswerte der vergangenen\nKalenderjahre und unter Berücksichtigung der Marktlage unter anderem\nauf «Fleischkonserven der Zollkontingente Nr. 5 und 6», luftgetrockneten\nRohschinken und luftgetrocknetes Trockenfleisch aufgeteilt (Art. 7 Abs. 3\nBst. g-i SV).\nIn Bezug auf das Zuteilungsverfahren für Zollkontingentsanteile bestimmt\nArt. 14 Abs. 2bis SV, dass diese unter anderem für Fleischkonserven,\nDosenschinken, luftgetrockneten Rohschinken und luftgetrocknetes\nTrockenfleisch grundsätzlich aufgrund eines Versteigerungsverfahrens\n\n"}