{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-07-11", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-61-42--_1996-07-11.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003482.pdf?ID=150003482", "Checksum": "fb8e5775261f520f03d36bfa24e81355"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.42 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 11.07.1996 JAAC 61.42 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 11.07.1996 JAAC 61.42 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 11.07.1996 JAAC 61.42 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:26", "Checksum": "9b28951783af9a51d741552db68188e4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 11.07.1996 JAAC 61.42 \r\n\n(...)\n3. Das Verfahren um Ausrichtung von Direktzahlungen wurde vom\nBeschwerdeführer am 30. April 1993 mit der Einreichung der «Erhebungskarte\nfür die Eidgenössische Viehzählung und die Durchführung agrarpolitischer\nMassnahmen vom 21. April 1993» und am 26. Mai 1993 mit der Einreichung\neiner separaten «Erhebungskarte für Ökobeiträge» entsprechend den Art. 11\nAbs. 1 der Verordnung vom 26. April 1993 über ergänzende Direktzahlungen\nin der Landwirtschaft (Direktzahlungsverordnung [DZV], SR 910.131) und\nArt. 24 Abs. 1 der Verordnung vom 26. April 1993 über Beiträge für besondere\nökologische Leistungen in der Landwirtschaft (Öko-Beitragsverordnung\n[OeBV], SR 910.132) ausgelöst.\nAm 5. November 1993 erliess das Landwirtschaftsamt die von der\nVorinstanz angefochtene Verfügung betreffend Kürzung beziehungsweise\nStreichung von Direktzahlungen. Aus der Begründung ergibt sich, dass\n\n3\nes die Beitragsvoraussetzung «Beachtung der Tierschutzvorschriften» als\nnicht erfüllt betrachtete. Trotzdem erliess es am 9. Dezember 1993 je eine\nBeitragsverfügung für die ergänzenden Direktzahlungen und die Öko-Beiträge\nund sprach darin, wenn auch unter einem Vorbehalt, gestützt auf die Art. 12\nAbs. 4 DZV und Art. 28 Abs. 1 OeBV die ungekürzten Beiträge zu. Diese\nVerfügungen blieben unangefochten und erwuchsen folglich in Rechtskraft.\nSoweit aus den Akten ersichtlich ist, wurden die Beiträge auch ausbezahlt.\nDamit ist das Beitragszusicherungsverfahren als rechtskräftig abgeschlossen\nzu betrachten.\nInfolgedessen muss die angefochtene Verfügung vom 5. November\n1993 betreffend die teilweise Kürzung beziehungsweise Streichung\nder Direktzahlungen, wie es im übrigen die Wortwahl nahelegt, als\nRückforderungsverfügung aufgefasst werden.\n4. Unter welchen Voraussetzungen Beiträge gekürzt und verweigert sowie\nzurückgefordert werden können, ist im Abschnitt «Verwaltungssanktionen,\nRückforderung und Rechtsschutz» (Art. 15 bis 17 DZV und Art. 29 bis 31\nOeBV) geregelt. Diese Bestimmungen finden offensichtlich nur im Sinne\neiner Sanktion Anwendung, nachdem der Beitrag bereits zugesichert und\nausgerichtet worden ist. Sinngemäss entspricht dies der Regelung für die\nRückforderung einer Finanzhilfe (vgl. Art. 25-31 des Bundesgesetzes vom\n5. Oktober 1990 über Finanzhilfen und Abgeltungen, Subventionsgesetz [SuG],\nSR 616.1).\nDie Beiträge werden insbesondere gekürzt oder verweigert, wenn der\nGesuchsteller die Bedingungen und Auflagen nicht einhält (Art. 15 Abs. 1\nBst. c DZV bzw. Art. 29 Abs. 1 Bst. d OeBV).\nAls verfahrensrechtliche Voraussetzung ist vorgeschrieben, dass «die\nNichteinhaltung mit einem rechtskräftigen Entscheid festgestellt werden\n(muss)». Diesbezüglich ist den Erläuterungen des Bundesamtes für\nLandwirtschaft vom 27. April 1993 zur DZV und den Erläuterungen\nvom 26. April 1993 zum Vollzug der OeBV betreffend den Abschnitt\n«Verwaltungssanktionen, Rückforderung und Rechtsschutz» folgendes zu\nentnehmen: Art. 15 Abs. 1 Bst. c DZV (bzw. Art. 29 Abs. 1 Bst. d OeBV) stelle\nsicher, dass die Landwirtschaftsämter nicht in Vollzugsaufgaben involviert\nwerden, für die sie nicht zuständig seien. Deshalb sei eine Kürzung oder\nVerweigerung nur vorzunehmen, wenn ein rechtskräftiger Entscheid vorliege.\nAls solche würden Verfügungen und Urteile in landwirtschaftsrelevanten\nBereichen gemäss den Bedingungen und Auflagen (Gewässer- und Tierschutz)\ngelten. Dabei seien nur Entscheide einzubeziehen, die sich auf die Verletzung\nrechtssetzender Erlasse, das heisst direkt auf Gesetze und/oder Verordnungen\nstützen.\nSoweit es um die Beachtung von Bestimmungen eines\nnicht-landwirtschaftlichen Erlasses wie des Tierschutzgesetzes vom\n9. März 1978 (TschG, SR 455) geht, ist demnach zunächst in einem Verfahren\nnach der entsprechenden Gesetzgebung durch die zuständige Behörde zu\nklären, ob eine Verletzung vorliegt. Die für eine allfällige Rückforderung von\n\n"}