{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-01-25", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-61-40--_1996-01-25.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003476.pdf?ID=150003476", "Checksum": "945bd9aad63dca56490d02d512eb09a6"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.40 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 25.01.1996 JAAC 61.40 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 25.01.1996 JAAC 61.40 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 25.01.1996 JAAC 61.40 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:36", "Checksum": "715624d2567b1157e259dc1147837aff", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 25.01.1996 JAAC 61.40 \r\n\n 4\nvorgegeben, die es erlauben würden, Ausnahmefälle zu umschreiben. In\nähnlichen Fällen führte das Bundesgericht aus, dass die Formulierungen\n«in der Regel» (BGE 95 I 289 E. 5), «in Härtefällen» (BGE 104 Ib 108 E. 3), «bei\nwesentlichen Interessen» (BGE 117 Ib 481 E. 7aa), «wichtige Gründe» (BGE 107\nIb 116 E. 4a) unbestimmte Rechtsbegriffe darstellen, welche durch Auslegung\nnäher zu bestimmen seien. Das gleiche gilt für den Terminus «in begründeten\nFällen» (BGE vom 3. Mai 1984 in Sachen R. gegen EVD zu Art. 7 Abs. 2 des\nBeschlusses der Bundesversammlung vom 29. September 1953 über Milch,\nMilchprodukte und Speisefette [Milchbeschluss], SR 916.350, in Kraft bis zum\n31. Juli 1994, AS 1994 1648). Damit ist die Prüfung, ob ein «begründeter Fall»\nim Sinne von Art. 9 Abs. 1 Satz 2 DZV vorliegt, Gegenstand einer Rechtsfrage\n(ähnliche Konstellation in BGE 103 Ib 126 E. 1c). Ob den Behörden, wie die\n«Kann»-Formulierung von Art. 9 Abs. 1 Satz 2 DZV vordergründig vermuten\nlässt, auch bei Vorliegen eines «begründeten Falles» tatsächlich noch ein\nEntschliessungsermessen zukommt oder ob es diesfalls zu einer sogenannten\n«Ermessensschrumpfung» kommt (vgl. dazu Gygi, Verwaltungsrecht, a. a. O.,\nS. 154), ist nur zu prüfen, falls tatsächlich ein «begründeter Fall» angenommen\nwerden kann. Andernfalls kann die Frage offengelassen werden.\nDie Überprüfung unbestimmter Gesetzesbegriffe, weil eine Rechtsfrage\nbetreffend, erfolgt grundsätzlich frei. Eine gewisse Zurückhaltung auferlegt\nsich der Richter aber, wenn der vorgelagerten Verwaltungsbehörde ein\ngewisser Beurteilungsspielraum zugebilligt werden muss. Das ist vor\nallem dann angezeigt, wenn die verfügende Verwaltungsbehörde den\nmassgebenden örtlichen, persönlichen und technischen Verhältnissen, die\nes zu beurteilen gilt, näher steht und die Beschwerdeinstanz nicht über\nmindestens ebensoviel Information und Sachkenntnis verfügt. Solange die\nAuslegung der Verwaltungsbehörde als vertretbar erscheint, erfolgt kein\nEingriff durch den Richter (René A. Rhinow / Beat Krähenmann, Schweizerische\nVerwaltungsrechtsprechung, Basel 1990, Nr. 66 B II b; Alfred Kölz / Isabelle\nHäner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, Zürich\n1993, Rz. 277). Ein Beurteilungsspielraum darf jedoch bloss innerhalb enger,\nmöglichst genau umschriebener Grenzen anerkannt werden, ansonsten die\nRechtskontrolle in unzulässiger Weise beschränkt wird (BGE 96 I 369 E. 4;\nzum Ganzen ausführlich: Francesco Bertossa, Der Beurteilungsspielraum: zur\nrichterlichen Kontrolle von Ermessen und unbestimmten Gesetzesbegriffen\nim Verwaltungsrecht, Bern 1984, S. 83 ff.). Dass es in casu vorab um die\nBeurteilung von persönlichen, örtlichen und technischen Umständen geht, die\nes im Hinblick auf die geltend gemachte Übergabe des landwirtschaftlichen\nBetriebes zu beachten gilt, wird selbst von den Beschwerdeführern teilweise\nausdrücklich erwähnt und nicht bestritten. Daraus folgt, dass sich die\nRekurskommission EVD bei der Beurteilung des vorliegenden Falles bezüglich\ndes den Behörden zukommenden Beurteilungsspielraums Zurückhaltung\naufzuerlegen hat.\n7.1. Weder das Landwirtschaftsgesetz noch die Direktzahlungsverordnung\nerwähnen Kriterien, anhand derer der Begriff «in begründeten Fällen»\nkonkretisiert und angewendet werden könnte. Deshalb hat das Bundesamt in\nseinen «Erläuterungen zur Verordnung über ergänzende Direktzahlungen»\nvom 27. April 1993, ergänzt mit den Erläuterungen vom 26. Januar 1994, eine\nListe von Kriterien erstellt. Als Ausnahmen, welche im Sinne «begründeter\n\n"}