{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-05-20", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-61-39--_1996-05-20.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003470.pdf?ID=150003470", "Checksum": "7e0fbd161e0514d9e310d6714f2e99d0"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.39 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 20.05.1996 JAAC 61.39 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 20.05.1996 JAAC 61.39 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 20.05.1996 JAAC 61.39 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:21", "Checksum": "361f97cb1a26b0b76eec1d09bd3d7af0", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 20.05.1996 JAAC 61.39 \r\n\n 6\nbearbeiten müssen. Da sowohl die Beschwerdeführerin als auch S. den\nÜberweisungsbeschluss der Schlichtungsbehörde X vom 9. Juni 1994 nicht\nanfochten, hätte das Bundesamt zudem auf die informelle Bearbeitung\nder Sache im Sinne von Art. 71 VwVG hinweisen und einen förmlichen\nNichteintretensentscheid fällen müssen (Art. 9 Abs. 2 VwVG). Denn aufgrund\ndes Verhaltens der Beschwerdeführerin und von S. war erkennbar, dass\ndiese seine sachliche Zuständigkeit implizit behaupteten (vgl. BGE 108 Ib\n541 E. 2a). In diesem Zusammenhang ist in Präzisierung der bisherigen\nPraxis (vgl. Beschwerdeentscheid vom 30. August 1995, a. a. O., E. 1.2.) die\nFrage kurz zu streifen, welche prozessuale Stellung S. im vorliegenden\nBeschwerdeverfahren zukommt. Nachdem davon auszugehen ist, dass das\nBundesamt nach der festgestellten Überschreitung der Mietzinslisten vom\n9. März 1992 nicht ein Verwaltungsverfahren auf Erlass einer anfechtbaren\nVerfügung hätte durchführen dürfen, hätte S. im vorinstanzlichen Verfahren,\nwelches lediglich nach Art. 71 VwVG auszugestalten gewesen wäre, keine\nParteistellung als materielle Verfügungsadressatin zukommen dürfen. Da\nsie von der Vorinstanz zu Unrecht als Partei behandelt wurde, kann S. im\nvorliegenden Beschwerdeverfahren nicht die passive Parteirolle einer\nBeschwerdegegnerin innehaben (vgl. Marino Leber, Die Beteiligten am\nVerwaltungsprozess, recht 1985, S. 25 f. mit weiteren Hinweisen). Denn\nsoweit einer Person in einem vorinstanzlichen Verfahren keine Parteistellung\nzukommen durfte, kann ihr in einem nachfolgenden Rechtsmittelverfahren\ngrundsätzlich auch keine Parteistellung zukommen, es sei denn, dass diese\nPerson zur Beschwerdeführung gegen den vorinstanzlichen Entscheid\nlegitimiert ist und davon Gebrauch macht. Mit anderen Worten kann S.\nmangels Parteistellung im vorinstanzlichen Verfahren vorliegend nicht als\nBeschwerdegegnerin gelten, und es kann ihr demzufolge weder ein Anspruch\nauf Ausübung von Parteirechten noch ein Anspruch auf rechtliches Gehör\nzuerkannt werden (Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, a. a. O., S. 175).\nVerfahrensrechtlich ist S. somit als «andere Beteiligte» im Sinne von Art. 57\nAbs. 1 VwVG zu behandeln, weshalb sie auch kein Kostenrisiko zu tragen hat\n(Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, a. a. O., S. 175, 179, 328 f.).\nIst die angefochtene Verfügung vom 18. Mai 1995 wegen\nVerfügungsunzuständigkeit aufzuheben, so ist nach dem Gesagten auf\ndie nach wie vor hängige Mietzinsanfechtung vom 5. Januar 1992, welche\nvom Bundesamt als «Einsprache gegen die Mietzinserhöhung vom\n10. Dezember 1991» behandelt wurde, nicht einzutreten. Eine Überweisung\ndieser «Einsprache» an die zuständige Aufsichtsbehörde drängt sich\nnicht auf, nachdem das Bundesamt selbst von einer Überschreitung\nder amtlich festgesetzten Mietzinse ausgeht, und angenommen werden\nkann, dass es eine Rückforderungsklage zu Gunsten von S. einreichen\nwürde, sofern dies angesichts der zwischen der Beschwerdeführerin und S.\nmöglicherweise bestehenden Verrechnungslage im Zusammenhang mit der\nNebenkostenforderung überhaupt sinnvoll ist und sofern das Bundesamt\nkeine anderweitige Einigung mit der Beschwerdeführerin erreicht. Ob das\nBundesamt der Beschwerdeführerin gegebenenfalls eine Rückzahlungsfrist\nvon drei Monaten einräumen soll, muss in diesem Verfahren nicht\nbeantwortet werden. In diesem Sinne sind die «Einsprache-Akten» ans\nBundesamt zurückzusenden.\n\n7\nWeil das Bundesamt bei gegebenen Voraussetzungen im\nRückforderungsprozess die Klägerrolle einzunehmen hätte, kommt\neine Behandlung der vorliegenden Beschwerde als Klage oder Klageantwort\naus verfahrensrechtlichen Gründen nicht in Frage.\n(Die Rekurskommission EVD heisst die Beschwerde, soweit darauf einzutreten\nist, gut und hebt den angefochtenen Einspracheentscheid auf)\n\n8\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 61.39 - Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der Rekurskommission EVD vom 20.\nMai 1996 in Sachen Genossenschaftsgruppe H. gegen Bundesamt für Wohnungswesen;\n95/CC-004\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1997\nAnnée\nAnno\n\nBand 61\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 003 470\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}