{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-12-17", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-61-37--_1996-12-17.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003464.pdf?ID=150003464", "Checksum": "0373bf49b758160d63783327b6fa44e2"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.37 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 17.12.1996 JAAC 61.37 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 17.12.1996 JAAC 61.37 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 17.12.1996 JAAC 61.37 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:02", "Checksum": "359aa76ca354d8d795577ff3f184e2b4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 17.12.1996 JAAC 61.37 \r\n\n JAAC 61.37\n\nAuszug aus dem Beschwerdeentscheid der\nRekurskommission EVD vom 17. Dezember 1996 in\nSachen D. gegen Prüfungskommission der HKG B. und\nErziehungsdirektion des Kantons B.; 96/JC-002\n\nExamen de diplôme. Objet de la contestation.\nArt. 5 PA. Aucune possibilité de recourir contre les notes de branche\nlorsque l’examen est réussi.\n- Les notes d’un examen ne constituent en principe pas une décision\n(consid. 2.1).\n- Seule la décision qui détermine la réussite ou l’échec de l’examen\ndéploie des effets juridiques et, partant, peut être attaquée (consid. 2.3).\n\nDiplomprüfung. Anfechtungsobjekt.\nArt. 5 VwVG. Keine Anfechtbarkeit einzelner Fachnoten bei bestandener\nPrüfung.\n- Einzelnoten stellen in der Regel keinen selbständigen Verwaltungsakt\ndar (E. 2.1).\n- Nur der Entscheid, ob die Prüfung bestanden ist oder nicht, entfaltet\nRechtswirkung und kann angefochten werden (E. 2.3).\n\nEsame di diploma. Oggetto del ricorso.\nArt. 5 PA. Nessuna impugnabilità delle singole note di materia in caso di\nsuperamento dell’esame.\n\n1\n- Le note parziali, di norma, non costituiscono una decisione\n(consid. 2.1).\n- Soltanto la decisione relativa al superamento o meno dell’esame\nproduce effetti giuridici e può, pertanto, essere impugnata (consid. 2.3).\n\nAus dem Sachverhalt:\n\nD. absolvierte die Höhere Kaufmännische Gesamtschule (HKG) in B. Im\nHerbst 1995 bestand er die Schlussprüfung erfolgreich und erhielt das\nDiplom. Die von D. gegen die ungenügende Note 3,5 im Fach Rechnungswesen\nerhobene Beschwerde wies die Erziehungsdirektion des Kantons B. (hiernach:\nErziehungsdirektion) mit der Begründung ab, eine gewisse Zurückhaltung sei\nbei der Prüfung schulischer Leistungen angesagt. Die Erziehungsdirektion\nging davon aus, dass D. mit der umstrittenen Teilnote auch die Gesamtnote\nanfechte, womit ein taugliches Beschwerdeobjekt vorliege. Gegen diesen\nEntscheid reichte D. Verwaltungsbeschwerde bei der Rekurskommission EVD\nein. Er beantragt eine Nachkorrektur und die Erteilung der genügenden Note 4\nim Fach Rechnungswesen.\n\nAus den Erwägungen:\n\n(...)\n2. Vorab ist im vorliegenden Fall zu prüfen, ob die Erziehungsdirektion zu\nRecht auf die Beschwerde eingetreten ist, obwohl dem Beschwerdeführer das\nDiplom erteilt worden ist und er nur eine einzelne Fachnote angefochten\nhat. Denn ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf eine\nVerwaltungsbeschwerde einzutreten ist, hat die entscheidende Instanz von\nAmtes wegen und mit freier Kognition zu prüfen (BGE 120 Ib 97 E. 1; Fritz Gygi,\nBundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 73).\n2.1. Anfechtungsobjekt im Verwaltungsbeschwerdeverfahren bildet die\nVerfügung (Art. 5 und 44 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über\ndas Verwaltungsverfahren [VwVG], SR 172.021). Die vorliegende Beschwerde\nrichtet sich gegen die Punktzahl und die entsprechende Benotung im Fach\nRechnungswesen. Massgebend ist, ob diese Benotung eine Verfügung im Sinne\nvon Art. 5 VwVG darstellt (VPB 60.57 E. 1). Im Rahmen der Eintretensfrage\ngilt es nachfolgend vorab abzuklären, ob die angefochtene Benotung die\nAnforderungen an eine Verfügung erfüllt.\nUnter einer Verfügung versteht das Verwaltungsverfahrensgesetz eine\nAnordnung einer Behörde im Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht des\nBundes stützt und zum Gegenstand hat (Art. 5 Abs. 1 VwVG):\n«a. Begründung, Änderung oder Aufhebung von Rechten oder Pflichten;\nb. Feststellung des Bestehens, Nichtbestehens oder Umfanges von Rechten oder\nPflichten;\n\n"}