{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-12-05", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-61-31--_1996-12-05.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003446.pdf?ID=150003446", "Checksum": "e87d6c8b907ee253cbb304ec9726d170"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.31 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 05.12.1996 JAAC 61.31 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 05.12.1996 JAAC 61.31 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 05.12.1996 JAAC 61.31 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:01", "Checksum": "e075441ed6e048722438c316497398a9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 05.12.1996 JAAC 61.31 \r\n\n 10\nreglementskonformer Aufgabenstellung erbracht hätte, erweist sich die\nFallstudie als untauglich für eine objektive Beurteilung der fachlichen\nQualifikation der Beschwerdeführerin.\nDie nachträgliche Anpassung der Bewertungsskala stellt somit einen\nVerfahrensfehler dar, der zur Aufhebung des Entscheids führt, weil er (...)\nin diesem Fall einen ungünstigen Einfluss auf das Prüfungsergebnis ausübte.\n7. (...)\n8. Damit stellt sich abschliessend die Frage, ob die Fallstudie, wie das\ndie Beschwerdeführerin geltend macht, nicht für die Ermittlung des\nPrüfungsergebnisses in Betracht zu ziehen ist.\nDas hätte zu Folge, dass das Diplom unter Berücksichtigung der\nGrenzfallsituation im Prüfungsfach «Steuern und Recht» erteilt werden\nkönnte. Falls sich anderseits erweist, dass für die Diplomerteilung zwingend\nein korrekt ermitteltes Prüfungsresultat in der Fallstudie erforderlich ist, wäre\nder Beschwerdeführerin Gelegenheit einzuräumen, die Aufgabe «Fallstudie»\nnochmals abzulegen.\n8.1. Die Bücherexperten-Prüfung verlangt neben dem theoretischen\nWissen eine umfassende praktische Berufserfahrung (vgl. Wegleitung\nund Art. 19 Reglement). Durch die Prüfung soll festgestellt werden, ob der\nKandidat die zur selbständigen Ausübung des Berufes eines Bücherexperten\nerforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse besitzt (Art. 2 Abs. 1 Reglement).\nDie Praxistauglichkeit eines Prüfungskandidaten zeigt sich in erster Linie bei\nder Bewältigung der Fallstudie.\nDieser Nachweis kann einem Kandidaten angesichts des Gewichts, das das\nReglement darauf legt und der Vertrauensstellung, die der Bücherexperte\nin seiner Tätigkeit einnimmt, nicht erlassen werden. Somit kommt eine\nDiplomerteilung ohne Prüfung der Praxistauglichkeit im Rahmen der\nFallstudie - trotz der eindeutigen Fehler der Prüfungskommission bei der\nAbwicklung der Fallstudie - nicht in Frage.\n8.2. Da die Voraussetzungen für eine Diplomerteilung infolge Fehlens eines\ngültigen Prüfungsresultats im Fach «Fallstudie» nicht gegeben sind, ist\nauch der entsprechende Eventualantrag auf Erteilung des Diploms unter\nBerücksichtigung einer Grenzfallsituation abzuweisen.\nDemzufolge ist die Beschwerde insofern gutzuheissen, als der angefochtene\nEntscheid aufzuheben und der Beschwerdeführerin Gelegenheit\neinzuräumen ist, die Prüfungsaufgabe «Fallstudie» nochmals abzulegen.\nUnter Berücksichtigung der neu ermittelten Note in der Fallstudie und der\nvorliegenden Notensituation wird die Prüfungskommission nach einer\nGesamtbeurteilung erneut über das Bestehen der Prüfung und die Erteilung\ndes Diploms zu entscheiden haben.\n(Die Rekurskommission EVD heisst die Beschwerde teilweise gut und weist die\nStreitsache an die Prüfungskommission zurück)\n[1] Vgl. auch unten Nr. 34 E. 5, S. 357; Nr. 35 E. 5, S. 363; Nr. 37 E. 2.3, S. 380.\n\n11\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 61.31 - Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der Rekurskommission EVD vom 5.\nDezember 1996 in Sachen W. gegen Prüfungskommission der höheren Fachprüfung für\nBücherexperten und Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit; 95/4K-037\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1997\nAnnée\nAnno\n\nBand 61\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 003 446\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}