{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-12-05", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-61-31--_1996-12-05.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003446.pdf?ID=150003446", "Checksum": "e87d6c8b907ee253cbb304ec9726d170"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.31 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 05.12.1996 JAAC 61.31 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 05.12.1996 JAAC 61.31 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 05.12.1996 JAAC 61.31 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:01", "Checksum": "e075441ed6e048722438c316497398a9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 05.12.1996 JAAC 61.31 \r\n\n 5\nIm Verwaltungsbeschwerdeverfahren gilt die Untersuchungsmaxime, wonach\nder Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen ist (Art. 12 des Bundesgesetzes\nvom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG], SR 172.021;\nvgl. zum Ganzen: Ulrich Häfelin / Georg Müller, Grundriss des Allgemeinen\nVerwaltungsrechts, Zürich 1993, Rz. 1283 ff.; Gygi, a. a. O., S. 206 ff.; Alfred\nKölz, Prozessmaximen im schweizerischen Verwaltungsprozess, Zürich\n1974, S. 93 ff.) und der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen\n(Art. 62 Abs. 4 VwVG). Dennoch trifft die beschwerdeführende Partei eine\nRüge- und Substantiierungspflicht (Gygi, a. a. O., S. 214 ff.). Infolgedessen\nhätte die Vorinstanz zusätzliche Abklärungen zum Sachverhalt oder die\nPrüfung von weiteren Rechtsfragen von sich aus nur vornehmen müssen,\nwenn sich Anhaltspunkte aus den Parteivorbringen oder den Akten ergeben\nhätten (vgl. BGE 110 V 48 E. 4b; VPB 45.43 E. 5b; Alfred Kölz / Isabelle Häner,\nVerwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, Zürich 1993,\nRz. 261).\nDie Beschwerdeführerin erwähnte die Fallstudie im Verfahren vor der\nVorinstanz nicht. Das Bundesamt war infolgedessen nicht verpflichtet, von\nsich aus auf die Fallstudie einzugehen. Daher ist nicht zu beanstanden, dass\nsich das Bundesamt im angefochtenen Entscheid lediglich mit den Fächern\n«Revision», «Steuern und Recht» sowie «Betriebswirtschaft, Rechnungswesen,\nOrganisation und Informatik» befasste.\n3.2.3. Damit bleibt die Frage, ob es nun an der Rekurskommission EVD liegt,\ndie Fallstudie zu überprüfen.\nDie Verwaltungsbeschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel. Sie gestattet\nder Rechtsmittelinstanz, sowohl die Verletzung von Bundesrecht als auch\nunrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhaltes sowie die\nAngemessenheit des Entscheides der Vorinstanz zu überprüfen (Art. 49\nVwVG). Ihr steht dabei grundsätzlich volle Kognition zu, soweit nicht die\nNatur einer Streitsache einer uneingeschränkten Prüfung entgegensteht\n(Kölz/Häner, a. a. O., Rz. 269). Als reformatorisches Rechtsmittel gestattet\nsie der Rechtsmittelinstanz, über eine Kassation hinaus in der Sache\nselbst abschliessend zu entscheiden (Art. 61 Abs. 1 VwVG). Dabei ist die\nBeschwerdeinstanz bei ihrer Überprüfung an die Begehren der Parteien\ngrundsätzlich nicht gebunden (Art. 62 VwVG; Kölz/Häner, a. a. O., Rz. 265).\nEine Änderung der angefochtenen Verfügung entgegen den gestellten\nParteibegehren ist - im Rahmen von Art. 62 Abs. 2 und 3 VwVG (reformatio\nin peius) - zulässig (VPB 52.33 E. 3b). Auch die von den Parteien vorgebrachte\nBegründung der Begehren bindet die Beschwerdeinstanz in keinem Fall\n(Art. 62 Abs. 4 VwVG). Daher steht auch nichts entgegen, dass die Parteien\nim Laufe des Verfahrens ihren Rechtsstandpunkt ändern (Gygi, a. a. O., S. 212).\nAus dieser umfassenden Kognition in Verbindung mit dem\nUntersuchungsgrundsatz (Art. 12 VwVG) sowie dem Grundsatz der\nRechtsanwendung von Amtes wegen (Art. 62 Abs. 4 VwVG) ergibt sich\nfolgendes: Im Verwaltungsbeschwerdeverfahren dürfen im Rahmen des\nStreitgegenstandes bisher noch nicht gewürdigte, bekannte wie auch bis anhin\nunbekannte, neue Sachverhaltsumstände, die sich zeitlich vor oder erst im\nLaufe des Rechtsmittelverfahrens zugetragen haben, vorgebracht werden.\nGleiches gilt für neue Beweismittel. Auch eine neue rechtliche Begründung\ndarf ohne Einschränkung vorgetragen werden, um das Augenmerk des\n\n"}