{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-06-02", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-60-58--_1995-06-02.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003125.pdf?ID=150003125", "Checksum": "0df9efc4f9e11406ee8df3074cab9fba"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.58 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 02.06.1995 JAAC 60.58 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 02.06.1995 JAAC 60.58 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 02.06.1995 JAAC 60.58 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:48", "Checksum": "2417ff3e6d1ac4ccb276071fe1b7b3ee", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 02.06.1995 JAAC 60.58 \r\n\n 5\n1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG], SR 172.021). Die Verfügung\nist also namentlich dem Landübernehmer und dem Landabgeber zu\neröffnen, deren Rechte durch sie unmittelbar betroffen sind (Art. 5 Abs. 1\nVwVG). Weitergehende Verfahrensbestimmungen, welche das Vorgehen der\nMilchverbände beim Verfügen der Kontingentsänderungen regeln würden,\nfinden sich nicht.\n4.3. Zum besseren Verständnis der aktuellen Rechtsprechung betreffend\nden rechtlichen Zusammenhang zwischen Kontingentskürzung beim\nLandabgeber und Kontingentserhöhung beim Landübernehmer sowie\ndessen Auswirkungen auf das verfahrensmässige Vorgehen sind ebenfalls\ndie entsprechenden materiellen Bestimmungen der Verordnung vom\n20. Dezember 1989 über die Milchkontingentierung in der Talzone, in\nder voralpinen Hügelzone und in der Zone I des Berggebietes (MKTV 89,\nAS 1990 286 1059, 1991 1125, 1992 946 2049) in Betracht zu ziehen, die bis\nEnde des Milchjahres 1992/93 galten.\n4.3.1. Die Kontingentskürzung beim Landabgeber (Art. 18 Abs. 1 und 2 Bst. a\nund b MKTV 89) erfolgte danach auf gleiche Weise wie gemäss der heute\ngeltenden Bestimmung (Art. 19 Abs. 1 und 2 Bst. a und b MKTV 93). Die\nKontingentserhöhung auf der Seite des Landübernehmers wurde dahingehend\ngeregelt, dass der Milchverband dessen Kontingent bei Vorliegen eines\nPachtvertrages um die im Pachtvertrag festgelegte Menge und in den übrigen\nFällen um die Menge, die der Landabgeber abzutreten hat, zu erhöhen hatte\n(Art. 19 Abs. 1 MKTV 89). Der Milchverband wurde ebenfalls aufgrund der\nEinreichung der Unterlagen und auf Gesuch hin tätig (Art. 34 Abs. 1 MKTV 89),\nhatte die Kontingentsänderung zu verfügen (Art. 34 Abs. 2 MKTV 89) und den\nParteien zu eröffnen (Art. 40 Abs. 1 und 41 Abs. 3 MKTV 89).\n4.3.2. Aus den vorgenannten materiellen Bestimmungen der MKTV 89\nfolgt, dass der zuständige Milchverband auf Gesuch hin ein Verfahren\num Kontingentsübertragung durchzuführen hatte. Im Gegensatz zu den\nüblichen verwaltungsrechtlichen Verfahren handelte es sich dabei um ein\natypisches, gewisse Ähnlichkeiten mit dem kontradiktorischen zivilrechtlichen\nVerfahren aufweisendes Zweiparteienverfahren. Der an zwei private Parteien\nergehende Entscheid des Milchverbandes basierte auf demselben Sachverhalt\n(Flächenverschiebung zwischen Landabgeber und Landübernehmer) und\nregelte zwei Rechtsfolgen (Kontingentskürzung beim Landabgeber und\nKontingentserhöhung beim Landübernehmer), welche nach der Verordnung\nin direkter Weise zusammenhingen (vollumfängliche Übertragung der\nabzutretenden Milchmenge vom Landabgeber auf den Landübernehmer).\nAufgrund dieser Verknüpfung war es geboten, die kontingentsrechtlichen\nFolgen einer Flächenabgabe im Sinne eines einheitlichen Rechtsverhältnisses\nin einem Verfahren zu regeln und eine an beide Parteien gerichtete Verfügung\nzu erlassen.\n4.3.3. Bei Entscheiden, welche gestützt auf die MKTV 89 ergingen, bestand\njedoch die langjährige Praxis der Mehrheit der Milchverbände darin, die\nkontingentsrechtlichen Folgen einer Flächenabgabe in zwei verschiedenen\nVerfügungen zu regeln.\nIn einem ersten Grundsatzentscheid (REKO/EVD 93/8B-004 E. 4.1, teilweise\npubliziert in VPB 59.90) kam die Rekurskommission EVD vorerst zum\nSchluss, dass die Milchverbände mit der an den Landabgeber gerichteten\n\n"}