{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-06-02", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-60-58--_1995-06-02.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003125.pdf?ID=150003125", "Checksum": "0df9efc4f9e11406ee8df3074cab9fba"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.58 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 02.06.1995 JAAC 60.58 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 02.06.1995 JAAC 60.58 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 02.06.1995 JAAC 60.58 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:48", "Checksum": "2417ff3e6d1ac4ccb276071fe1b7b3ee", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 02.06.1995 JAAC 60.58 \r\n\n 4\nOb eine allfällig verminderte milchwirtschaftliche Nutzung der abgegebenen\nParzelle im Rahmen dieser Bestimmung berücksichtigt werden kann, ist\nGegenstand nachfolgender Erwägungen (Ziff. 6.1).\n4. Das vorliegende Beschwerdeverfahren gibt der Rekurskommission\nEVD Anlass, die bisherige Rechtsprechung im Zusammenhang mit\nKontingentsanpassungen infolge von Flächenänderungen zusammenzufassen\nund unter Berücksichtigung der Praxis der Milchverbände zu präzisieren.\nDie Rechtslage präsentiert sich heute folgendermassen:\n4.1. Die Milchverbände teilen den Produzenten zu Beginn jedes Milchjahres\ndas für das neue Milchjahr geltende Kontingent mit (Art. 31 Abs. 2 MKTV 93).\nDie in der Regel auf den 1. Mai eines Milchjahres festgesetzten Kontingente\nergeben sich aus dem im vergangenen Milchjahr rechtsgültig zugeteilten\nEinzelkontingent (Art. 8 Abs. 1 MKTV 93) sowie aus den Zuschlägen und\nAbzügen nach dem 3. Abschnitt der MKTV 93.\nDabei bildet in der Praxis die Flächenänderung das wichtigste\nVeränderungskriterium für die Kontingentsanpassungen. Vermindert sich\ndie massgebliche Nutzfläche (Art. 6 MKTV 93) eines Betriebes, so hat der\nLandabgeber grundsätzlich einen entsprechenden Anteil seines Kontingents,\nwelcher in einem direkten Zusammenhang zur bewirtschafteten Fläche des\nBetriebes steht, abzugeben (vgl. Spörri, a. a. O., S. 142 ff.).\n4.2. Die Kontingentsänderung bei Flächenabgaben nach der MKTV 93\nwird primär durch vertragliche Vereinbarung zwischen den Parteien\ndes Pachtvertrages bestimmt (Art. 19 Abs. 1 MKTV 93). Liegt keine\nentsprechende Regelung im Pachtvertrag vor, können sich Landabgeber\nund Landübernehmer auf eine zu übertragende Kontingentsmenge\neinigen (Art. 19 Abs. 2 Bst. a MKTV 93). Die entsprechenden Unterlagen\nsind beim zuständigen Milchverband bis zum 31. Mai des folgenden\nMilchjahres einzureichen (Art. 37 Abs. 1 MKTV 93). Entsprechend diesen\nVereinbarungen hat der Milchverband das Kontingent des Landabgebers\nzu kürzen (Art. 19 Abs. 1 und 2 Bst. a MKTV 93). Liegt weder eine Regelung\nim Pachtvertrag noch eine Vereinbarung zwischen Landabgeber und\nLandübernehmer über die Kontingentsübertragung vor, so entscheidet bei\nFlächenänderungen zwischen Produzenten auf Gesuch des Landübernehmers\nhin der zuständige Milchverband (Art. 37 Abs. 1 MKTV 93). Dabei hat er in\nder Regel das Kontingent des Landabgebers um 50 % des massgeblichen\nHektarendurchschnitts zu kürzen (Art. 19 Abs. 2 Bst. b MKTV 93).\nDie Kontingentsänderung auf seiten des Landübernehmers richtet sich nach\nArt. 20 MKTV 93. Wurde das Land aufgrund eines landwirtschaftlichen\nPachtvertrages übernommen, so erhöht der Milchverband das Kontingent\ndes Landübernehmers um die im Pachtvertrag festgelegte und um 10 %\nverminderte Menge. In den übrigen Fällen wird das Kontingent um die um\n10 % verminderte Menge erhöht, die der Landabgeber nach Art. 19 abzutreten\nhat (Art. 20 Abs. 1 MKTV 93).\nWas das Verfahren angeht, so schreibt die MKTV 93 lediglich vor, dass\nder Milchverband die anerkannte Kontingentsänderung zu verfügen\n(Art. 37 Abs. 2 MKTV 93) und nach den allgemeinen Grundsätzen des\nVerwaltungsverfahrensrechts den Parteien zu eröffnen hat (Art. 43 und\n44 Abs. 3 MKTV 93 i.V.m. Art. 34 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember\n\n"}