{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-10-06", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-60-57--_1995-10-06.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003122.pdf?ID=150003122", "Checksum": "fe6c74b522f6dc88c6d99b6f048b225d"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.57 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 06.10.1995 JAAC 60.57 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 06.10.1995 JAAC 60.57 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 06.10.1995 JAAC 60.57 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:05", "Checksum": "48025454f4e6faf67359865fd33568b8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 06.10.1995 JAAC 60.57 \r\n\n 6\nDie Beschwerdeführer rügen zwar in erster Linie, dass das Bundesamt sie zu\nUnrecht als Betriebseinheit zusammengefasst und der Höchstbestandeslimite\nunterstellt habe. Die Frage der Rechtsgrundlage für den Erlass der\nangefochtenen Verfügung haben sie nicht aufgeworfen. Dies wirkt\nsich indessen nicht zu ihren Lasten aus. Denn nach dem Grundsatz\nder Rechtsanwendung von Amtes wegen (Art. 62 Abs. 4 VwVG) ist die\nBeschwerdeinstanz in keinem Fall an die Begründung der Rechtsbegehren\ngebunden. Die Auswahl und Auslegung der auf den festgestellten\nSachverhalt anwendbaren Rechtssätze ist Richterpflicht (vgl. Fritz Gygi,\nBundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 215).\nSomit erweist sich, dass das Bundesamt zu Unrecht die hier strittige Frage in\nForm einer Feststellungsverfügung geklärt hat. Deshalb ist die Beschwerde\ngutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben.\n5. Unter diesen Umständen kann die Frage nach dem richtigen Sinn des\nmassgebenden Rechtssatzes (Art. 12 Abs. 1 HBV) und damit die Frage, ob die\nBetriebe der Beschwerdeführer als solche gelten, die im Sinne der genannten\nBestimmung vom gleichen Betriebsinhaber bewirtschaftet werden, vorläufig\noffen bleiben.\nUnbeantwortet bleibt damit namentlich die Frage, ob mit der Regelung\ndes Bundesrates in Art. 12 Abs. 1 HBV - wortgetreu befolgt - das gesetzlich\nvorgesehene Ziel erreichbar ist. Dem Gesetzgeber ging es darum, einerseits\ndie Eier- und Fleischproduktion in die bäuerlichen Klein- und Mittelbetriebe\nzurückzuführen und anderseits eine generelle Senkung des Tierbestandes\nin der Schweiz zu erreichen, um die Produktion an die Aufnahmefähigkeit\ndes Marktes anzupassen (Art. 19a bis 19f LwG des Bundesgesetzes vom\n3. Oktober 1951 über die Förderung der Landwirtschaft und die Erhaltung\ndes Bauernstandes, Landwirtschaftsgesetz [LwG], SR 910.1; vgl. Botschaften\nzu den entsprechenden Änderungen des LwG, AS 1992 328, 1993 1441,\n1571, 2091, 1994 28, 2179 in: BBl 1977 I 73, 1983 IV 50; vgl. auch siebter\nLandwirtschaftsbericht vom 27. Januar 1992, Bern 1992, S. 196 ff.). In der\nLegaldefinition des Betriebsinhabers (Art. 2 Abs. 2 HBV) wird jedoch auf\nein Kriterium abgestellt, das zu einer unterschiedlichen Behandlung der\nLandwirte je nach Rechtsform ihrer Unternehmen führen kann. Man\nmuss sich fragen, ob damit nicht eine Unterscheidung getroffen wird, für\ndie ein vernünftiger Grund nicht zu ersehen ist. Ob im vorliegenden Fall,\nda mehrere Unternehmen rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch\neng zusammenhängen, eine wirtschaftliche Betrachtungsweise weiter\nhilft, bleibt im gegebenen Fall zu prüfen (vgl. Hans Michael Riemer,\n«Wirtschaftliche Betrachtungsweise» bei der Auslegung im Privatrecht\n[Gesetze und Rechtsgeschäfte?], in: Aspekte des Wirtschaftsrechts, Festgabe\nzum Schweizerischen Juristentag 1994, Zürich 1994, S. 129 ff.; vgl. auch BGE\n100 Ib 310, E. 3b).\n(Die Rekurskommission EVD heisst die Beschwerde gut und hebt die Verfügung\nauf)\n\n7\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 60.57 - Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der Rekurskommission EVD vom 6.\nOktober 1995 in Sachen A., V AG, W AG, X AG, Y AG und Z AG gegen Bundesamt für\nLandwirtschaft; 93/6H-001\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1996\nAnnée\nAnno\n\nBand 60\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 003 122\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}