{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-09-21", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-60-49--_1995-09-21.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003095.pdf?ID=150003095", "Checksum": "e856d75f829dde8ebb067053d5be82d5"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.49 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 21.09.1995 JAAC 60.49 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 21.09.1995 JAAC 60.49 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 21.09.1995 JAAC 60.49 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:03", "Checksum": "ca7d6e6f2a7634df883871ae240f8415", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 21.09.1995 JAAC 60.49 \r\n\n 3\nGemäss übereinstimmender Angaben der Parteien war das Bundesamt im\nSeptember 1992 tatsächlich im Besitz aller wesentlichen und definitiven\nEntscheidgrundlagen (Projekt und Kostenvoranschlag), um über das Gesuch\nbis Ende 1992 befinden zu können. Nach dem Gesagten ist daher nachfolgend\ngrundsätzlich von der Anwendbarkeit der Berufsbildungsverordnung in der\nFassung vom 7. November 1979, welche bis zum 31. Dezember 1992 in Kraft\nwar, auszugehen.\n4. (Nichtanwendbarkeit des Bundesbeschlusses vom 9. Oktober 1992 über die\nlineare Beitragskürzung in den Jahren 1993-1995, SR 616.62)\n(...)\n7. Es bleibt schliesslich noch zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin in\nbezug auf ihr zweites und drittes Rechtsbegehren etwas aus dem Brief des\nBundesamtes vom 22. Mai 1991 zu ihren Gunsten ableiten kann. In diesem\nZusammenhang ist das aus Art. 4 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874\n(BV, SR 101) abgeleitete Gebot von Treu und Glauben zu beachten. Das\nSchweizerische BGer fasste diesbezüglich seine Rechtsprechung in einem\nkürzlich ergangenen Entscheid wie folgt zusammen:\n(Zitat von BGE 116 Ib 185 E. 3c).\nDas Schreiben des Bundesamtes vom 22. Mai 1991 mag als Vororientierung\nim Hinblick auf den Zusicherungsentscheid über den zu erwartenden\nBundesbeitrag bezeichnet werden. Darin werden die «approximativen»\nund «mutmasslich» anrechenbaren Kosten aufgrund des Vorprojekts und\neiner «Kostenschätzung» veranschlagt. Gleichzeitig verweist das Schreiben\nan mehreren Stellen ausdrücklich auf Reservekosten und andere Kosten,\nwelche noch nicht kontrollierbar seien und allenfalls nicht angerechnet\nwürden. Im genannten Brief wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass\ndie Berechnungen mit entsprechender Vorsicht aufzunehmen seien. Für\ndie definitiven Beträge verweist der Brief ebenfalls ausdrücklich auf\nden Zusicherungsentscheid, welcher später aufgrund des definitiven\nBauprojektes und einer überarbeiteten Kostenermittlung ergehen werde.\nAus den erwähnten Stellen war es für die Beschwerdeführerin ohne\nweiteres erkennbar, dass der mit Brief vom 22. Mai 1991 mitgeteilte\nmutmassliche Bundesbeitrag, weil noch auf dem Vorprojekt und lediglich\neiner Kostenschätzung beruhend, erhebliche Änderungen erfahren konnte\nund somit - was wie erwähnt auch aus den gesetzlichen Bestimmungen\nhervorgeht - erst mit dem in Aussicht gestellten Zusicherungsentscheid\nals verbindlich «zugesichert» betrachtet werden durfte. Angesichts\ndieser Umstände und der Tatsache, dass über die Lehrmittel noch nicht\nbeziehungsweise erst nach Einreichung der Abrechnung entschieden\nwürde, kann der Einwand der Beschwerdeführerin, sie hätte nicht mit\neiner Verminderung der anrechenbaren Kosten rechnen müssen, nicht\ngehört werden. Der Brief des Bundesamtes vom 22. Mai 1991 kann nicht als\nverbindliche behördliche Zusicherung im Sinne der zitierten Rechtsprechung\nqualifiziert werden. Die Beschwerdeführerin kann sich somit auch nicht auf\nden Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 4 BV) berufen beziehungsweise\ngeniesst hieraus nicht den Schutz aufgrund berechtigten Vertrauens.\n(Die Rekurskommission EVD weist die Beschwerde ab)\n\n4\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 60.49 - Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der Rekurskommission EVD vom 21.\nSeptember 1995 in Sachen Einwohnergemeinde X gegen Bundesamt für Industrie,\nGewerbe und Arbeit; 94/4L-013\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1996\nAnnée\nAnno\n\nBand 60\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 003 095\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}