{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-08-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-60-45--_1995-08-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003083.pdf?ID=150003083", "Checksum": "3178c14bf244d514278a0451cb8bc72e"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.45 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 24.08.1995 JAAC 60.45 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 24.08.1995 JAAC 60.45 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 24.08.1995 JAAC 60.45 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:00", "Checksum": "728546b572ca758017fea7ad2e8f9b36", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 24.08.1995 JAAC 60.45 \r\n\nIm April 1994 legte X die Berufsprüfung für Bäuerinnen ab. Da sie im Fach\n«Gartenbau» nur die Note 2,8 erhalten hatte, teilte ihr die Kommission der\nBerufsprüfungen für Bäuerinnen, Kreis I Ostschweiz, am 14. April 1994 mit,\ndass sie die Prüfung nicht bestanden habe.\nEine dagegen von X am 2. Mai 1994 erhobene Beschwerde hiess das\nBundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (hiernach: Bundesamt)\nteilweise gut. Weiter wies das Bundesamt die Prüfungskommission an, X\nkostenlos zu einer Nachprüfung im Fach «Gartenbau» aufzubieten, um\nanschliessend aufgrund des Ergebnisses dieser Nachprüfung über die\nZuerkennung des Diploms zu befinden.\nAm 26. Oktober 1994 gelangt X mit Verwaltungsbeschwerde an die\nRekurskommission EVD und beantragt, es sei der Entscheid der\nVorinstanz unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben und die\n\n3\nPrüfungskommission sei anzuweisen, der Beschwerdeführerin das Diplom\nals Bäuerin zu erteilen. Im weiteren sei der Rekurrentin der vom Bundesamt\nnicht gewährte Auslagenersatz von Fr. 120.- zuzusprechen.\n\nAus den Erwägungen:\n\n1. Ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf eine\nVerwaltungsbeschwerde einzutreten ist, hat die entscheidende Instanz\nvon Amtes wegen und mit freier Kognition zu prüfen (vgl. BGE 120 Ib 97 E. 1;\nFritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 73, mit\nHinweisen).\n1.1. Die Verwaltungsbeschwerde an die Rekurskommission EVD ist zulässig\ngegen Verfügungen, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen und\nsoweit ein Bundesgesetz die Rekurskommission EVD als Beschwerdeinstanz\nvorsieht (Art. 5, 44 ff. und 71a des Bundesgesetzes vom 20. Dezember\n1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG], SR 172.021 i.V.m. Art. 20 ff.\nder Verordnung vom 3. Februar 1993 über Organisation und Verfahren\neidgenössischer Rekurs- und Schiedskommissionen [VRSK], SR 173.31).\nIm Bereich der Berufsbildung können die Berufsverbände vom Bund\nanerkannte und unter seiner Aufsicht stehende Berufsprüfungen und höhere\nFachprüfungen veranstalten. Wer die Prüfung bestanden hat, erhält einen\nFachausweis oder ein Diplom (Art. 51 Abs. 1, Art. 54 Abs. 1 sowie Art. 55\nAbs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 19. April 1978 über die Berufsbildung\n[BBG], SR 412.10). Gegen die demnach durch Bundesrecht geregelten\nBerufsprüfungen und höheren Fachprüfungen kann beim Bundesamt und\nalsdann bei der Rekurskommission EVD Beschwerde geführt werden (Art. 68\nBst. a und c BBG).\nDie anhängig gemachte Streitsache hat die vom Bund anerkannte\nBerufsprüfung für Bäuerinnen (Art. 32 des gleichnamigen Reglementes\nvom 1. Juni 1985) zum Gegenstand. Durch das Bundesamt beurteilte\nStreitigkeiten im Zusammenhang mit der Diplomerteilung können somit\nmit Verwaltungsbeschwerde der Rekurskommission EVD unterbreitet werden.\n1.2. Im Rahmen des Verwaltungsbeschwerdeverfahrens kann die\nBeschwerdeinstanz in der Sache selbst entscheiden oder diese ausnahmsweise\nmit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurückweisen (Art. 61 Abs. 1\nVwVG). Vorliegend hat das Bundesamt mit Entscheid vom 19. September 1994\ndie durch die zuständige Prüfungskommission verfügte Diplomverweigerung\naufgehoben, die Prüfungskommission angewiesen, die Beschwerdeführerin\nkostenlos zu einer Nachprüfung im Fach «Gartenbau» aufzubieten und\nanschliessend aufgrund des Ergebnisses dieser Nachprüfung über die\nZuerkennung des Diploms zu befinden.\nDas Bundesamt hat damit einen Rückweisungsentscheid getroffen. Im Rahmen\nder Prüfung der Prozessvoraussetzungen ist vorab zu untersuchen, welche\nEigenheiten einer solchen Rückweisung zukommen.\n1.2.1. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren gelten Rückweisungen\nnach Lehre und ständiger Praxis des BGer als Zwischenentscheide (Gygi,\na. a. O., S. 143; Karl Spühler, Die Praxis der staatsrechtlichen Beschwerde, Bern\n\n"}