{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-02-21", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-60-44--_1995-02-21.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003080.pdf?ID=150003080", "Checksum": "476d1862b7c55e7d28b368acce73288e"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.44 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 21.02.1995 JAAC 60.44 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 21.02.1995 JAAC 60.44 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 21.02.1995 JAAC 60.44 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:31", "Checksum": "af71eefe7b859a15eea1b3cee7ead70c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 21.02.1995 JAAC 60.44 \r\n\n JAAC 60.44\n\nAuszug aus dem Beschwerdeentscheid der\nRekurskommission EVD vom 21. Februar 1995 in\nSachen M. gegen Bundesamt für Industrie, Gewerbe\nund Arbeit; 95/4K-004\n\nNon-admission à un examen professionnel supérieur en raison d’une\ninscription tardive; caractère péremptoire du délai d’inscription.\nNature juridique du délai d’inscription à un examen professionnel.\nL’interprétation de la disposition topique du règlement démontre\nqu’en l’espèce, le délai d’inscription constitue un délai de péremption\n(consid. 4).\n\nNichtzulassung zu einer höheren Fachprüfung wegen verspäteter\nAnmeldung; Verwirkungscharakter der Anmeldefrist.\nRechtscharakter der Anmeldefrist zu einer Fachprüfung.\nDie Auslegung der einschlägigen Reglementsbestimmung zeigt, dass in\ncasu die Anmeldefrist als Verwirkungsfrist aufzufassen ist (E. 4).\n\nNon ammissione a un esame professionale superiore in ragione\nd’iscrizione tardiva; carattere perentorio di un termine d’iscrizione.\nCarattere giuridico del termine d’iscrizione a un esame professionale.\nL’interpretazione della disposizione pertinente del regolamento indica\nche, in casu, il termine d’iscrizione costituisce un termine di perenzione\n(consid. 4).\n\n1\nAus dem Sachverhalt:\n\nAm 18. Mai 1994 wurde die höhere Fachprüfung im sanitären\nInstallationsgewerbe in der Schweizerischen Spenglermeister- und\nInstallateur-Zeitung (SSIV) ausgeschrieben und der Anmeldetermin auf den 31.\nAugust 1994 festgelegt. M. meldete sich erst am 12. September 1994 für diese\nFachprüfung an. Nachdem die Prüfungskommission die Zulassung von M. zur\nPrüfung vor allem wegen verspäteter Anmeldung abgelehnt hatte, gelangte M.\nmit Beschwerde ans Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (hiernach:\nBundesamt), welches die Beschwerde abwies.\nIm Rechtsmittelverfahren vor der Rekurskommission EVD begründet M.\nseinen Antrag auf Zulassung zur Fachprüfung unter anderem mit dem\nUmstand, dass er während seines Militärdienstes in der Periode vom\n17. August bis 9. September 1994 keine Möglichkeit mehr gehabt habe, eine\nPrüfungsanmeldung einzureichen.\n\nAus den Erwägungen:\n\n1.-3. (...)\n4. Im vorliegend zu beurteilenden Fall lehnen die Vorinstanzen die\nZulassung des Beschwerdeführers zur Prüfung in erster Linie wegen\nverspäteter Einreichung der Anmeldung ab. Die ordnungsgemässe\nAusschreibung der Prüfungen, unter Einhaltung der reglementarisch\nvorgeschriebenen Anmeldefrist von mindestens drei Monaten, wurde\nvom Beschwerdeführer ausdrücklich bestätigt. In der Schweizerischen\nSpenglermeister- und Installateur-Zeitung Nr. 9-10/94 erfolgte die Publikation\nder Prüfungsausschreibung am 18. Mai 1994. Ebenfalls unbestritten ist die\nTatsache, dass der Beschwerdeführer seine Prüfungsanmeldung statt bis\nzum 31. August 1994 erst mit Brief vom 12. September 1994 eingereicht\nhatte. Er macht jedoch Entschuldigungsgründe geltend. Ob diese zu\nberücksichtigen sind, mithin welche Rechtswirkungen an die Nichteinhaltung\nder Anmeldefrist zu knüpfen sind, hängt ab von der Rechtsnatur der\nfraglichen Fristbestimmung und diese wiederum von deren Auslegung (Fritz\nGygi, Verwaltungsrecht, Bern 1986, S. 302, mit Hinweis auf BGE 106 Ia 11).\nBeim Entscheid über eine allfällige Verwirkungsfolge wäre sodann zu\nberücksichtigen, welchen Zweck man im fraglichen Rechtsgebiet mit dem\nInstitut verfolgen wollte und schliesslich den im konkreten Fall gegebenen\nUmständen Rechnung zu tragen (BGE 116 Ib 386 E. 3c/bb).\n4.1. Grundsätzlich werden die verschiedenen Arten von Fristbestimmungen\nentsprechend den unterschiedlichen Folgen bei ihrer Nichteinhaltung\nunterschieden. Die Unterscheidung von verjährbaren und verwirkbaren\nAnsprüchen erfolgt, weil letztere durchwegs von Amtes wegen zu\nberücksichtigen sind und die Ver-wirkungsfristen im Gegensatz zu den\nVerjährungsfristen nicht unterbrochen werden können; Verjährungs- und\nVerwirkungsfristen sind zudem nicht verlängerbar (Gygi, a. a. O., S. 302;\n\n"}