{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-11-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-60-40--_1995-11-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003068.pdf?ID=150003068", "Checksum": "7a2bc63c67e588eb544ff0a87e94ecc4"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.40 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 24.11.1995 JAAC 60.40 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 24.11.1995 JAAC 60.40 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 24.11.1995 JAAC 60.40 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:08", "Checksum": "35f594d12996cc146abe76ace0482fa2", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 24.11.1995 JAAC 60.40 \r\n\n1. (Zuständigkeit)\n2. (Streitgegenstand)\n3. Mit Schreiben vom 1. November 1994 hatte der Beschwerdeführer beim\nBundesamt «Rekurs betreffend Entscheid zur Bücherexpertenprüfung 1994»\nerhoben und zur Begründung ausgeführt, er erachte es als unmöglich, im Fach\n«Fallstudie» eine unbrauchbare oder nicht ausgeführte Arbeit abgeliefert zu\nhaben.\nMit dieser Eingabe hatte der Beschwerdeführer erkenntlich seinen\nWillen zum Ausdruck gebracht, dass er die Änderung der Verfügung der\nPrüfungskommission vom 25. Oktober 1994 anstrebte. Insofern stellte das\nSchreiben vom 1. November 1994 eine Verwaltungsbeschwerde im Sinne\ndes Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren\n(VwVG, SR 172.021) dar. Das Bundesamt hatte vorliegend zwei Möglichkeiten,\ndas Verfahren ordnungsgemäss fortzuführen: Wäre das Bundesamt der\nAnsicht gewesen, dass die Beschwerde den gesetzlichen Anforderungen des\nArt. 52 Abs. 1 VwVG nicht genügt, hätte es das in den Abs. 2 und 3 dieser\nBestimmung vorgesehene Verbesserungsverfahren einleiten und dem\nBeschwerdeführer eine kurze Nachfrist - gemäss der bundesgerichtlichen\nRechtsprechung genügt eine Frist von drei Tagen (BGE 112 Ib 634 E. 2c) - zur\nVerbesserung einräumen müssen. Ging das Bundesamt jedoch davon aus,\ndass die eingereichte Beschwerde den gesetzlichen Anforderungen genügte,\nhatte es die Möglichkeit, aufgrund der besonderen Umstände, die jeweils bei\nBeschwerden gegen Prüfungsentscheide vorliegen, dem Beschwerdeführer im\nSinn von Art. 53 VwVG eine angemessene Frist zur Ergänzung der Beschwerde\nzu gewähren.\nIn casu entschied sich das Bundesamt offenbar grundsätzlich für die zweite\nder beiden genannten Möglichkeiten, indem es dem Beschwerdeführer mit\nSchreiben vom 4. November 1994 eine 14tägige Frist zur Ergänzung der\nBeschwerde einräumte. Verfahrensrechtlich ist jedoch zu beanstanden,\ndass das Bundesamt dabei zwischen «vorsorglicher» und «definitiver»\nBeschwerde unterschied. Für diese Unterscheidung besteht im Bundesgesetz\nüber das Verwaltungsverfahren keine Grundlage. Der gesetzlich vorgesehene\nVerfahrensablauf lässt einzig den Schluss zu, dass eine Beschwerde entweder\nden gesetzlichen Anforderungen genügt, was bedeutet, dass sie an die Hand\nzu nehmen ist, oder ihnen nicht genügt, dann ist auf sie nach unterlassener\nVerbesserung durch den Beschwerdeführer nicht einzutreten (Art. 52 VwVG).\nDeshalb ist die vom Bundesamt gewählte Vorgehensweise, eine Beschwerde,\ndie den gesetzlichen Anforderungen genügt, zuerst als «vorsorgliche»\nBeschwerde entgegenzunehmen und eine Frist zur Ergänzung der\nBeschwerdebegründung (Art. 53 VwVG) anzusetzen, dann aber infolge\nunbenutzten Fristablaufes nicht auf die Beschwerde einzutreten, rechtlich\nnicht haltbar. Der Nichteintretensentscheid vom 14. Februar 1995 erweist sich\nals rechtsfehlerhaft.\n\n3\n(Die Rekurskommission heisst die Beschwerde gut, hebt den angefochtenen\nNichteintretensentscheid auf und weist die Streitsache zur Weiterführung des\nerstinstanzlichen Verfahrens an das Bundesamt zurück)\n\n4\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 60.40 - Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der Rekurskommission EVD vom 24.\nNovember 1995 in Sachen A. gegen Treuhandkammer und Bundesamt für Industrie,\nGewerbe und Arbeit; 95/4K-011\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1996\nAnnée\nAnno\n\nBand 60\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 003 068\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}