{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-11-08", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-59-99--_1994-11-08.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002846.pdf?ID=150002846", "Checksum": "e4ab54cba5c86bb4f8fe2e3edc8ee82b"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.99 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 08.11.1994 JAAC 59.99 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 08.11.1994 JAAC 59.99 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 08.11.1994 JAAC 59.99 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:53", "Checksum": "5fda716f806190c608363641fb8d3a02", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 08.11.1994 JAAC 59.99 \r\n\nMit Verfügung vom 17. September 1993 kürzte der Milchverband Winterthur\nin Anwendung der 50%-Regel das Kontingent von S. per 1. Mai 1993 infolge\nAbgabe landwirtschaftlicher Nutzfläche und übertrug die gekürzte Menge mit\nVerfügungen gleichen Datums auf drei Landübernehmer.\nDagegen erhoben die drei Landübernehmer am 30. September 1993\nBeschwerde bei der Regionalen Rekurskommission Nr. 3 und beantragten\ndie Übertragung von 100% des massgeblichen Hektarendurchschnittes. S.\nerhob am 14. Oktober 1993 seinerseits Beschwerde und beantragte, dass\ndie Kontingentsabtretungen an die drei Landübernehmer rückgängig zu\nmachen seien. Die Rekurskommission Nr. 3 wies die Beschwerden der\nLandübernehmer am 18. April 1994 ab und hiess die Beschwerde von S.\nteilweise gut. Die Verfügungen des Milchverbandes vom 17. September\n1993 wurden aufgehoben und die Kontingente von S. und von zwei\nLandübernehmern neu festgelegt.\n\n3\nGegen diesen Entscheid gelangte die Käsereigenossenschaft D. am 16. Mai 1994\nmit Verwaltungsbeschwerde an die Rekurskommission EVD. Sie beantragt die\nÜbertragung von 100% des massgeblichen Hektarendurchschnittes auf die zu\nihrem Einzugsgebiet gehörenden Landübernehmer.\n\nAus den Erwägungen:\n\n1. (Zuständigkeit)\n2. Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer durch die angefochtene\nVerfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung\noder Änderung hat (Art. 48 Bst. a des Bundesgesetzes vom 20. Dezember\n1968 über das Verwaltungsverfahren; Verwaltungsverfahrensgesetz [VwVG],\nSR 172.021), sowie jede andere Person, Organisation oder Behörde, die\ndas Bundesrecht zur Beschwerde ermächtigt (Art. 48 Bst. b VwVG). Da die\nKäsereigenossenschaft D. nicht Adressat der Verfügungen der Vorinstanzen ist\nund sich auch nicht am Verfahren vor der Rekurskommission Nr. 3 beteiligte,\nist vorweg zu prüfen, ob sie eines der vorgenannten Kriterien zu erfüllen\nvermag.\n2.1. In keinem der folgenden Erlasse, die im vorliegenden Zusammenhang\nin Betracht fallen, sind Genossenschaften, welche eine Milchsammelstelle\nbetreiben, ausdrücklich als beschwerdeberechtigte Organisationen genannt.\nDie Festsetzung und Anpassung der einzelbetrieblichen Milchkontingente\nrichtet sich nach dem Milchwirtschaftsbeschluss 1988 vom 16. Dezember 1988\n(Milchwirtschaftsbeschluss 1988 [MWB 1988], SR 916.350.1, AS 1992 332, 1993\n877) und der Verordnung vom 26. April 1993 über die Milchkontingentierung\nim Talgebiet und in der Bergzone I (Milchkontingentierung-Talverordnung\n93 [MKTV 93], SR 916.350.101, AS 1994 2056). Weder in den\nRechtsschutzbestimmungen des Milchwirtschaftsbeschlusses 1988 (Art. 30 und\n31) noch in der Milchkontingentierung-Talverordnung 93 (Art. 44) findet sich\nein entsprechender Hinweis. Einzig das Bundesamt für Landwirtschaft ist als\nBehörde erwähnt, die gegen Entscheide der Milchverbände und der regionalen\nRekurskommissionen im Zusammenhang mit der Milchkontingentierung\nBeschwerde führen kann (Art. 44 Abs. 3 MKTV 93).\nDer Beschluss der Bundesversammlung vom 29. September 1953 über\nMilch, Milchprodukte und Speisefette (Milchbeschluss [MB], SR 916.350,\nAS 1994 1648) regelt die Milchlieferung an eine Milchsammelstelle und\ndie Abnahmepflicht der Milchsammelstellen und Milchkäufer. In den\nentsprechenden Rechtsschutzbestimmungen (Art. 36 und 37 MB) ist keine\nOrganisation oder Behörde als beschwerdeberechtigt genannt.\nDie Käsereigenossenschaft D. ist somit nicht als Organisation zu betrachten,\ndie durch das Bundesrecht zur Beschwerde ermächtigt ist (Art. 48 Bst. b\nVwVG).\n2.2. Eine allfällige Beschwerdelegitimation der Käsereigenossenschaft D.\nmüsste also daraus hergeleitet werden, dass sie durch die angefochtene\nVerfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung\noder Änderung hat (Art. 48 Bst. a VwVG).\n\n"}