{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-06-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-59-94--_1994-06-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002831.pdf?ID=150002831", "Checksum": "6d1378048fffa0c00c84cfdeb58adb84"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.94 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 24.06.1994 JAAC 59.94 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 24.06.1994 JAAC 59.94 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 24.06.1994 JAAC 59.94 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:12", "Checksum": "9d7a5508aaa62315807644d158f977a1", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 24.06.1994 JAAC 59.94 \r\n\n 4\nDie kontingentsrechtlichen Folgen einer Landabgabe wirken sich demnach\nbei Landabgeber und Landübernehmer erst in jener Kontingentsperiode\naus, welche der Flächenänderung folgt. Mit anderen Worten sind\nFlächenänderungen Bemessungsgrundlage der Kontingentsänderungen und\nstellen entgegen der Meinung des Bundesamtes bloss Sachverhalt dar. Bei\nder Frage, welches Recht bei einer Rechtsänderung Anwendung findet, ist\ndemnach nicht auf den Zeitpunkt der Flächenänderung abzustellen, sondern\nzu beurteilen, welches Recht in der Periode der kontingentsrechtlichen\nAuswirkungen einer Flächenänderung galt. Erfolgt eine Änderung der\nRechtsgrundlagen, kann in diesem Ergebnis auch keine Rückwirkung\ngesehen werden. Denn vergleichbar mit dem Steuergesetz, welches auf\nBemessungsgrundlagen zurückgreift, die vor dem Inkrafttreten des Gesetzes\nentstanden sind, können die Kontingentsgrundlagen auf Grund von Faktoren\nbemessen werden, die sich in einer vorhergehenden Kontingentsperiode\nherausgebildet haben (BGE 104 Ib 219 E. 6).\n3.5. Im vorliegenden Verfahren erfolgte die Flächenänderung zwar vor dem\n1. Mai 1993, wirkte sich aber kontingentsrechtlich erst im Milchjahr 1993/94\naus. In dieser Periode galt die Milchkontingentierung-Talverordnung 93,\nwelche am 1. Mai 1993 in Kraft trat (Art. 49 MKTV 93). Für die Feststellung der\nkontingentsrechtlichen Folgen der Flächenänderung ist deshalb ohne weiteres\ndie neue Milchkontingentierung-Talverordnung 93 anwendbar.\n4. Was den Verfahrensablauf bei Kontingentsänderungen infolge\nFlächenabgabe angeht, so ist von den folgenden Überlegungen auszugehen:\n4.1. Liegt kein Pachtvertrag im Sinne von Art. 19 Abs. 1 der\nMilchkontingentierung-Talverordnung 93 vor, so können sich Landabgeber\nund Landübernehmer über die Kontingentsänderung infolge Flächenabgabe\neinigen (Art. 19 Abs. 2 Bst. a MKTV 93). Kommt keine Einigung zustande,\nso entscheidet bei einer Flächenänderung zwischen Produzenten auf\nGesuch des Landübernehmers hin der zuständige Milchverband (Art. 37\nAbs. 1 MKTV 93). In der Folge erlässt der Milchverband einen Entscheid\ngestützt auf Art. 19 Abs. 2 Bst. b der Milchkontingentierung-Talverordnung\n93. Danach hat er das Kontingent des Landabgebers in der Regel\num 50% des massgeblichen Hektarendurchschnittes zu kürzen. Die\nKontingentsänderung auf seiten des Landübernehmers wird durch Art. 20\nder Milchkontingentierung-Talverordnung 93 geregelt. Nach Abs. 1 dieser\nBestimmung hat der Milchverband das Kontingent des Landübernehmers, falls\ndas Land aufgrund eines landwirtschaftlichen Pachtvertrages übernommen\nwurde, um die im Pachtvertrag festgelegte und um 10% verminderte Menge\nzu erhöhen. In den übrigen Fällen wird das Kontingent um die um 10%\nverminderte Menge erhöht, die der Landabgeber nach Art. 19 abzutreten\nhat.\n4.2. Aufgrund der materiellen Bestimmungen betreffend\nKontingentsänderungen infolge Flächenabgabe kann festgehalten\nwerden, dass der Verordnungsgeber eine Wechselwirkung zwischen\nder Kontingentskürzung auf seiten des Landabgebers und der\nKontingentserhöhung beim Landübernehmer erreichen wollte. Zwar\nist diese Wechselwirkung aufgrund der wirtschaftslenkenden Massnahme\nder 10prozentigen Kürzung nicht mehr derart unmittelbar, wie es die\nMilchkontingentierung-Talverordnung 89 vorgesehen hat. Dennoch\n\n"}