{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-06-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-59-94--_1994-06-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002831.pdf?ID=150002831", "Checksum": "6d1378048fffa0c00c84cfdeb58adb84"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.94 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 24.06.1994 JAAC 59.94 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 24.06.1994 JAAC 59.94 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 24.06.1994 JAAC 59.94 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:12", "Checksum": "9d7a5508aaa62315807644d158f977a1", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 24.06.1994 JAAC 59.94 \r\n\n1. (Zuständigkeit)\n2. (Beschwerdelegitimation; Eintreten auf die Beschwerde, soweit es das\nFeststellungsinteresse des Beschwerdeführers betrifft; vgl. REKO/EVD\n93/8B-004 E. 2, veröffentlicht in: VPB 59.90[3])\n3. Nach Art. 2 des Milchwirtschaftsbeschlusses 1988 vom 16. Dezember 1988\n(Milchwirtschaftsbeschluss 1988 [MWB 1988], SR 916.350.1) beschränkt der\nBund die Preisgarantie für Verkehrsmilch durch eine einzelbetriebliche\nMilchkontingentierung, um die Milcheinlieferungen an die Absatzverhältnisse\nanzupassen, den Aufwand der Milchrechnung zu begrenzen und den\nMilchpreis zu sichern. Für jedes Kilo Milch, das ein Produzent über sein\nKontingent hinaus liefert, hat er eine Abgabe zu bezahlen (Art. 3 MWB 1988).\nDer Bundesrat kann auf Beginn eines Milchjahres die Gesamtmilchmenge,\ndie für die Einzelkontingente zur Verfügung steht, neu festsetzen und die\nentsprechende Anpassung der Einzelkontingente regeln (Art. 2 Abs. 2 MWB\n1988).\n3.1. Dementsprechend hat der Bundesrat die Festsetzung und Anpassung\nder einzelbetrieblichen Milchkontingente in kurzen Abständen den\nBedürfnissen der Produktionslenkung angepasst, letztmals in der Verordnung\nvom 26. April 1993 über die Milchkontingentierung im Talgebiet und in\nder Bergzone I (Milchkontingentierung-Talverordnung 93 [MKTV 93],\nSR 916.350.101). Sie löste auf den 1. Mai 1993 (Milchjahr 1993/94) die\n\n3\nVerordnung vom 20. Dezember 1989 über die Milchkontingentierung in der\nTalzone, in der voralpinen Hügelzone und in der Zone I des Berggebietes\n(Milchkontingentierung-Talverordnung 89, MKTV 89, AS 1990 286 1059, 1991\n1125, 1992 946 2049) ab (Art. 47 und 49 MKTV 93).\n3.2. Im vorliegenden Fall haben die Vorinstanzen stillschweigend die\nMilchkontingentierung-Talverordnung 89 angewandt. Das Bundesamt für\nLandwirtschaft (hiernach: Bundesamt) vertritt in seiner Stellungnahme\ndieselbe Meinung und begründet dies damit, dass die Flächenabgabe vor dem\n1. Mai 1993 stattgefunden habe. Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden.\n3.3. Bei der Beurteilung, welches Recht bei einer Rechtsänderung\nAnwendung findet, gilt der Grundsatz, dass diejenigen Rechtssätze\nmassgebend sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder\nzu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (Rhinow René\nA. / Krähenmann Beat; Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung,\nErgänzungsband, Basel und Frankfurt a. M. 1990, Nr. 15 B I; BGE 113 Ib 246\nE. 2a). Der Gesetzgeber kann eine davon abweichende übergangsrechtliche\nRegelung treffen (BGE 107 Ib 133 E. 2b). Dies trifft aber im vorliegenden\nFall nicht zu, denn die Übergangsbestimmungen von Art. 48 der\nMilchkontingentierung-Talverordnung 93 regeln bezüglich der Frage des\nanwendbaren Rechts lediglich den Sonderfall der Stallsanierung. Für die\nanderen Sachverhalte mit kontingentsrechtlichen Auswirkungen ist deshalb\nauf den allgemein anerkannten übergangsrechtlichen Grundsatz abzustellen.\nBezogen auf den vorliegenden Fall ist im folgenden abzuklären, wann\nsich der rechtlich zu ordnende oder zu Rechtsfolgen führende Tatbestand\nerfüllt respektive wann sich eine Änderung der massgeblichen Nutzfläche\nkontingentsrechtlich auswirkt.\n3.4. Das Einzelkontingent ist die Verkehrsmilchmenge, die ein Produzent\nab einem Betrieb im Laufe eines Milchjahres (1. Mai bis 30. April) zum\ngarantierten Preis abliefern kann (Art. 3 MKTV 93). Zu Beginn eines\njeden Milchjahres teilen die Milchverbände den Produzenten das für\ndas neue Milchjahr geltende Kontingent mit (Art. 31 Abs. 2 MKTV 93).\nEinzelkontingente werden demnach in der Regel jeweils auf den 1. Mai\neines Milchjahres festgesetzt. Sie bestehen aus dem im vergangenen\nMilchjahr rechtsgültig zugeteilten Einzelkontingent (Art. 8 Abs. 1 MKTV\n93) und aus den Zuschlägen und Abzügen nach dem 3. Abschnitt der\nMilchkontingentierung-Talverordnung 93.\nGeht es, wie vorliegend, um eine Flächenänderung, kann diese aufgrund der\nArt. 19 und 20 der Milchkontingentierung-Talverordnung 93 Anpassungen\nder Kontingente beim Landabgeber und beim Landübernehmer bewirken.\nWurde im Laufe eines Milchjahres ein Vertrag zwischen Landabgeber\nund Landübernehmer über die Kontingentsänderungen abgeschlossen,\nmuss dieser bis zum 31. Mai des folgenden Milchjahres beim zuständigen\nMilchverband eingereicht werden, andernfalls hat der Landübernehmer\nein Gesuch um Anpassung der Kontingente zu stellen (Art. 37 Abs. 1 MKTV\n93). Der Milchverband überprüft die Verträge und verfügt die anerkannten\nKontingentsänderungen, welche ab 1. Mai nach Vertragsabschluss gelten\n(Art. 37 Abs. 2 MKTV 93).\n\n"}