{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-06-09", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-59-93--_1994-06-09.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002828.pdf?ID=150002828", "Checksum": "30a5df2c2a74d2ea140626a933b60145"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.93 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 09.06.1994 JAAC 59.93 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 09.06.1994 JAAC 59.93 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 09.06.1994 JAAC 59.93 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:14", "Checksum": "234f3151a16b34ffc71c6860e974980d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 09.06.1994 JAAC 59.93 \r\n\n 2\ndas Kontingent des Landabgebers gestützt auf Art. 18 Abs. 2 Bst. b der\nVerordnung vom 20. Dezember 1989 über die Milchkontingentierung in\nden Bergzonen II-IV (Milchkontingentierung-Bergverordnung 89 [MKBV\n89], AS 1990 303 1061, 1991 1128, 1992 949 2051). Dieser Entscheid wurde\nvon der Rekurskommission Nr. 5 bestätigt. Der Beschwerdeführer stellt\nsich dagegen auf den Standpunkt, es habe aufgrund von Art. 18 Abs. 3 der\nMilchkontingentierung-Bergverordnung 89 keine Kontingentsänderung\nzu erfolgen. Das Bundesamt für Landwirtschaft (hiernach: Bundesamt)\nmacht geltend, dass diese Bestimmung eine Ausnahmeregelung in bezug\nauf Verminderungen der Nutzfläche nach Art. 18 Abs. 2 Bst. c und d der\nMilchkontingentierung-Bergverordnung 89 (Abgabe von Land, welches nicht\nmehr zur Verkehrsmilchproduktion genutzt werde) darstelle und deshalb\nvorliegend keine Anwendung finde. Im Rahmen des Instruktionsverfahrens\nführte das Bundesamt als Fachinstanz ergänzend aus, dass bei einer\nFlächenänderung zwischen Produzenten die Art. 18 Abs. 1 und 2 Bst. a\nund b der Milchkontingentierung-Bergverordnung 89 Anwendung fänden.\nDiese Bestimmungen würden den Parteien respektive dem Milchverband\ngenügend Spielraum lassen, zu berücksichtigen, dass dem Landabgeber für\neine übernommene Fläche seinerzeit kein Kontingent zugeteilt worden sei.\nEine Ausnahmeregelung sei nicht notwendig. Anders verhalte es sich bei der\nAbgabe von Land, welches nicht mehr milchwirtschaftlich beziehungsweise\nlandwirtschaftlich genutzt werde. In diesen Fällen würden die Art. 18 Abs. 2\nBst. c und d der Milchkontingentierung-Bergverordnung 89 eine Kürzung um\nmindestens 50% vorschreiben. Um auch hier dem Umstand Rechnung tragen\nzu können, dass der Landabgeber Land ohne Kontingent abgebe, habe der\nVerordnungsgeber Art. 18 Abs. 3 der Milchkontingentierung-Bergverordnung\n89 geschaffen. Diese Bestimmung sei im Gegensatz zur früher massgebenden\nMilchkontingentierung-Talverordnung 87 (hiernach zitiert) auch anwendbar,\nwenn nicht dieselbe Fläche abgegeben werde.\n5.1. Art. 18 Abs. 3 der Milchkontingentierung-Bergverordnung 89 hat den\nfolgenden Wortlaut:\n«Weist ein Landabgeber nach, dass sein Kontingent bei einer Landübernahme\nund einem ihr folgenden Gesuchsverfahren nicht erhöht werden konnte, so wird\nsein Kontingent nicht gekürzt, sofern die abgegebene Fläche nicht grösser ist als\njene, welche er ohne Kontingent übernommen hat.»\nEin Milchproduzent kann demnach kontingentfreies Land erwerben, um\nspäter eine entsprechende Fläche ohne Kontingentsverlust wieder abzugeben.\nBei dieser Bestimmung, welche im gleichen Wortlaut auch in der heute\ngeltenden Verordnung enthalten ist (Art. 19 Abs. 4 der Verordnung vom\n26. April 1993 über die Milchkontingentierung in den Bergzonen II-IV\n[MKBV 93], SR 916.350.102), handelt es sich um eine Ausnahme vom Prinzip,\nwonach sich die zugeteilte Kontingentsmenge gleichmässig auf die gesamte\nbewirtschaftete Betriebsfläche des Milchproduzenten verteilt (Ausgleichsthese)\nund bei einer Flächenabgabe das Kontingent des Landabgebers entsprechend\nzu kürzen ist (Spörri Philipp, Milchkontingentierung, Freiburg 1992, S. 143,\n149). Zusammen mit den Art. 18 Abs. 5 und 20 Abs. 3 erlaubt Art. 18 Abs. 3\nder Milchkontingentierung-Bergverordnung 89, dass Flächentransaktionen\nohne Kontingentsverluste erfolgen können. Diese Kompensationsregeln stellen\nsystemwidrige Ausnahmen dar, da sie im Gegensatz zu anderen Ausnahmen\n\n"}