{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-11-01", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-59-85--_1994-11-01.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002801.pdf?ID=150002801", "Checksum": "38a67dd3e9cfb2107406fa514fcd4019"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.85 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 01.11.1994 JAAC 59.85 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 01.11.1994 JAAC 59.85 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 01.11.1994 JAAC 59.85 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:00", "Checksum": "62877720490c58b5f2f0b154d784d341", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 01.11.1994 JAAC 59.85 \r\n\n 6\nund ihre Verwerterorganisationen. Deshalb wäre es inkonsequent, die\ninländischen Produzenten ohne zwingenden Grund in namhaftem Ausmass\nam Import teilnehmen zu lassen, durch dessen Beschränkung gerade die\nVersorgung des Landes mit ihren eigenen Produkten gefördert werden soll\n(unveröffentlichter Bundesgerichtsentscheid vom 24. November 1989 i. S. C.\ngegen S. und EVD). Daher macht der Gesetzgeber die Einschränkung, dass\nProduzenten landwirtschaftlicher Erzeugnisse, die durch diese Massnahmen\ngeschützt werden (Art. 23 Abs. 1 LwG Bst. a [Weisswein] und Bst. b [Rotwein])\nund ihren Verwerterorganisationen für solche Produkte in der Regel keine\nEinfuhrbewilligungen zu erteilen sind (Art. 23 Abs. 4 LwG).\n4. Die Staatskellerei beantragt einerseits eine Generallizenz für die\nEinfuhr von Rotweinen und anderseits ein Einfuhrkontingent für\nWeisswein aus der Reserve von 10 000 Hektolitern nach Art. 2 der\nFlaschenweisswein-Verordnung. Das Bundesamt hat beide Gesuche im\nwesentlichen mit der Begründung abgelehnt, bei der Staatskellerei handle\nes sich um eine landwirtschaftliche Verwerterorganisation nach Art. 23\nAbs. 4 Landwirtschaftsgesetz, an welche keine Einfuhrbewilligung erteilt\nwerden könne. Demgegenüber macht die Staatskellerei geltend, sie sei keine\nVerwerterorganisation der landwirtschaftlichen Produzenten, sondern kaufe\nin Konkurrenz zu andern, privaten Kellereien im Kanton X Trauben auf dem\nfreien Markt, um sie zu keltern und zu vermarkten.\nEs ist daher zunächst zu prüfen, ob die Staatskellerei als Produzent\nlandwirtschaftlicher Erzeugnisse beziehungsweise als Verwerterorganisation\nder Produzenten im Sinne von Art. 23 Abs. 4 Landwirtschaftsgesetz zu\nbetrachten ist.\n4.1. Das Landwirtschaftsgesetz umschreibt nicht näher, was einen\nProduzenten landwirtschaftlicher Erzeugnisse auszeichnet und von einem\nVerwerter unterscheidet. Im vorliegenden Zusammenhang geht es um\nden Rebbau und den Absatz der Rebbauerzeugnisse (vgl. die vollständige\nBezeichnung des Weinstatuts, SR 916.140). Primäres Rebbauerzeugnis ist ohne\nZweifel die Traube; es fragt sich, ob der daraus hergestellte Wein in diesem\nZusammenhang ebenfalls als Rebbauerzeugnis zu betrachten ist.\nEin erster Hinweis für die Abgrenzung findet sich in Art. 1 Abs. 2\nWeinstatut über die Aufgaben der eidgenössischen landwirtschaftlichen\nForschungsanstalten «auf dem Gebiet des Rebbaues und der Verwertung\nder Erzeugnisse». Produzenten und deren Erzeugnisse werden sodann im\nZusammenhang mit wirtschaftlichen Massnahmen erwähnt. Danach sind\nRichtpreise für Rebbauerzeugnisse «so festzusetzen, dass die Produzenten\nmit den Erlösen für diese Erzeugnisse guter Qualität Roherträge erzielen\nkönnen, die bei rationeller Betriebsführung die Produktionskosten dieser\nErzeugnisse im Durchschnitt von in der Regel zehn Jahren decken, unter\nBerücksichtigung der Entwicklung der Produktionskosten» (Art. 14 Abs. 2\nWeinstatut). Im Abschnitt F. «Absatzförderung von Rebbauerzeugnissen»\nwerden Tafeltrauben, Traubensaft und Sauser genannt (Art. 32 Abs. 1\nWeinstatut in der Fassung vom 7. April 1993) aber auch einheimische Weine\noder Traubensäfte (Art. 34 Weinstatut). Im Bundesbeschluss vom 19. Juni\n1992 über den Rebbau (SR 916.140.1) werden zum Rebbau namentlich\ngezählt die Anpflanzung von Reben, die Erzeugung und Einfuhr von\nVermehrungsmaterial, die Anbaumethoden sowie die Traubenernte und die\n\n"}