{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-08-11", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-59-80--_1994-08-11.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002786.pdf?ID=150002786", "Checksum": "6a050a78318d2a320df989b89b0bb376"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.80 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 11.08.1994 JAAC 59.80 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 11.08.1994 JAAC 59.80 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 11.08.1994 JAAC 59.80 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:55", "Checksum": "3cece5448eb2c4d8c690b88feaa9e23b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 11.08.1994 JAAC 59.80 \r\n\n 7\nauch das Genehmigungserfordernis für die kantonalen Einführungsgesetze\nund die Kassenreglemente sowie das Institut der Revision (vgl. Gerhards,\na. a. O., N. 15 zu Art. 110, S. 869).\n6.2. Aufgrund von Art. 102 Abs. 2 Bst. b des Arbeitslosenversicherungsgesetzes\nhat das Bundesamt wie erwähnt ein selbständiges Beschwerderecht gegen\nkantonale Rekursentscheide. Zudem können die Arbeitslosenkassen\nauch gegen den Willen der Ausgleichsstelle beziehungsweise des\nBundesamtes ein durch eine kantonale Rekursinstanz entschiedenes\nVerfahren weiterziehen. Ein in bezug auf die Prozessführung und\nBeendigung uneingeschränktes Weisungsrecht, wie es die Vorinstanz\nzu haben glaubt, würde im übrigen nicht nur die in Art. 79 Abs. 2 des\nArbeitslosenversicherungsgesetzes verbriefte Parteistellung oder die\nselbständige Beschwerdebefugnis der Arbeitslosenkassen (Art. 102 Abs. 2\nBst. b), sondern auch die im vorliegenden Fall interessierende Bestimmung\nvon Art. 93 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes unterlaufen.\n6.3. Für den vorliegenden Fall bedeutet dies entgegen der Ansicht des\nBundesamtes, dass sich die Verweigerung des Parteikostenersatzes\nwie erwähnt nicht in abstrakter Weise auf die Nichtbefolgung einer\nWeisung stützen kann. Die Ablehnung des Kostenersatzes nach Art. 93 des\nArbeitslosenversicherungsgesetzes muss sich durch effektiv leichtsinniges\noder mutwilliges Prozessverhalten der Arbeitslosenkassen rechtfertigen\nlassen. Ob solchermassen auferlegte Kosten leichtsinnig oder mutwillig\nverursacht sind, lässt sich in der Regel nur unter Einbezug des von der\nKasse verfolgten Prozesszweckes, mitunter nur unter Berücksichtigung\ndes materiellrechtlich vertretenen Standpunktes im betreffenden Prozess\noder in der allenfalls unhaltbaren Verfügung beurteilen. Das derartige\nKosten veranlassende Verhalten ist üblicherweise durch eine entsprechend\nbegründete Kostenauflage im kantonalen Verfahren belegt oder muss sich auf\nandere Weise aus den Akten ergeben. Ersteres trifft im vorliegenden Fall wie\nerwähnt nicht zu. Es bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführerin tatsächlich\nein leichtsinniges Verhalten im oben dargelegten Sinn vorgeworfen werden\nkann. Dabei hat die angerufene Instanz nicht in extenso zu untersuchen, ob\nder materiellrechtliche Versicherungsanspruch gegeben wäre oder nicht.\nDafür sind die Versicherungsgerichte zuständig. Ob eine Parteientschädigung\nals «leichtsinnig oder mutwillig verursacht» zu gelten hat, ergibt sich in aller\nRegel bereits aus einer groben Analyse der vertretenen Rechtsstandpunkte\noder des verfolgten Prozesszweckes.\n7. (...)\n(Die Rekurskommission EVD heisst die Beschwerde gut)\n\n8\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 59.80 - Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der Rekurskommission EVD vom 11.\nAugust 1994 in Sachen Kantonale Arbeitslosenkasse X gegen Bundesamt für Industrie,\nGewerbe und Arbeit; 93/4I-001\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1995\nAnnée\nAnno\n\nBand 59\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 002 786\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}