{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-12-14", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-59-112--_1994-12-14.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002399.pdf?ID=150002399", "Checksum": "1280491fecd87a1c04c2b7494c05e8a7"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.112 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 14.12.1994 JAAC 59.112 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 14.12.1994 JAAC 59.112 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 14.12.1994 JAAC 59.112 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:26", "Checksum": "1a472631f8db8f342c024434b01acc1e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 14.12.1994 JAAC 59.112 \r\n\n 6\nnicht über mindestens ebensoviel Information und Sachkenntnis verfügt. Ein\nBeurteilungsspielraum darf jedoch bloss innerhalb enger, möglichst genau\numschriebener Grenzen anerkannt werden, ansonsten die Rechtskontrolle in\nunzulässiger Weise beschränkt wird (BGE 96 I 369 ff.; zum Ganzen ausführlich:\nBertossa Francesco, Der Beurteilungsspielraum: zur richterlichen Kontrolle\nvon Ermessen und unbestimmten Gesetzesbegriffen im Verwaltungsrecht,\nBern 1984, S. 85 ff., insbesondere S. 87).\n4.1. Im vorliegenden Fall verlangt der Beschwerdeführer eine\nSelbstausmessbewilligung, um seine «Bio-Milch» direkt ab Hof verkaufen zu\nkönnen. Er verweist dabei auf die neuen, angeblich liberaleren Vorschriften\nund die Tatsache, dass er momentan 14 an «Bio-Milch» interessierte Kunden\nhätte, der Kundenkreis an «Bio-Produkten» insgesamt jedoch im Abnehmen\nbegriffen sei, solange er nicht gleichzeitig «Bio-Milch» ausmessen könne.\nDem Gesuch legte er unter anderem eine Liste von 38 Interessenten an\n«Bio-Produkten» bei. Das Bundesamt verweist mit Hinblick auf die in Kraft\ngetretenen Änderungen des Milchbeschlusses auf seine geänderte Praxis,\nwonach es den Kriterien des nachgewiesenen Konsumentenbedürfnisses und\nder Frage der zweckmässigen Milchverwertung inskünftig eine bedeutend\ngrössere Gewichtung zukommen lässt als bisher. Der Beschwerdegegner\nseinerseits bestreitet die Existenz von effektiv 14 an «Bio-Milch» interessierten\nKunden des Beschwerdeführers nicht. Er weist lediglich darauf hin, dass sich\nunter diesen Kunden zum Teil auch Familien mit mehreren Kindern befänden\nund dass die dem Gesuch beigelegte Kundenliste irreführend betitelt worden\nsei.\n4.2. Dazu kann festgehalten werden, dass die am 1. August 1994 in Kraft\ngetretene Liberalisierung der Bewilligungsvoraussetzungen gemäss der\nbundesrätlichen Botschaft ausdrücklich dem «zunehmenden Direktverkauf\nvon «biologischer» Milch ab Betrieb des Produzenten» Rechnung tragen\nwollte (BBl 1993 II 635). Auch wenn der Milchbeschluss selbst den Begriff\nder «Bio-Milch» nicht explizit erwähnt - was an sich selbstverständlich\nist, da die Selbstausmessbewilligung nicht nur für den Direktverkauf von\n«Bio-Milch» soll erteilt werden dürfen - ist doch anzumerken, dass der vom\nBundesrat vorgeschlagene Gesetzestext von Art. 5 des Milchbeschlusses\nvon der Bundesversammlung unverändert übernommen wurde und dass\nder Direktverkauf von «Bio-Milch» ab Hof künftig, sofern die eigentlichen\nBewilligungsvoraussetzungen gegeben sind, an sich ermöglicht werden soll.\nDer Betrieb des Beschwerdeführers wurde am 8. November 1993 von der\nVereinigung schweizerischer biologischer Landbau-Organisationen (VSBLO)\nals Kontrollbetrieb für die Jahre 1993/94 anerkannt. Somit verpflichtete\nsich der Beschwerdeführer zur Einhaltung der Richtlinien der VSBLO,\nwelche durch das Bundesamt zu genehmigen waren (Art. 16 Abs. 2 der\nVerordnung über Beiträge für besondere ökologische Leistungen in der\nLandwirtschaft vom 26. April 1993; Öko-Beitragsverordnung; OeBV, AS\n1993 1581 und 1994 766). Das Bundesamt ist dieser Genehmigungspflicht\ninsofern auf etwas seltsamem Wege nachgekommen, als es die Richtlinien\nder VSBLO für die Erzeugung, Verarbeitung und den Handel von Produkten\naus biologischem (ökologischem) Anbau vom 8. Oktober 1992 heranzog, um\nin seinen Weisungen vom 5. Januar 1994 die «Mindestanforderungen für die\nAnerkennung von Regeln des Biologischen Landbaues» zu definieren. Die\nVSBLO wurde im übrigen am 22. Dezember 1992 durch das Eidgenössische\n\n"}