{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-10-18", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-59-108--_1994-10-18.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002384.pdf?ID=150002384", "Checksum": "593d28bc9f53da91676692839f9faff2"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.108 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 18.10.1994 JAAC 59.108 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 18.10.1994 JAAC 59.108 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 18.10.1994 JAAC 59.108 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:00", "Checksum": "fd252d8c2763f074257622748ba3aac6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 18.10.1994 JAAC 59.108 \r\n\n 2\nMilchprodukte und Speisefette, Milchbeschluss, SR 916.350, AS 1994 1648).\nEine Legaldefinition hiefür geht aus den Gesetzestexten nicht hervor. Der\nBundesgerichtspraxis kann entnommen werden, dass es sich bei einem\nHeimwesen um ein Bewirtschaftungszentrum handelt, bestehend aus\nWohnhaus und Ökonomiegebäuden (BGE vom 21. November 1986 i. S.\nK./B., unveröffentlicht). Die Mehrheit der landwirtschaftlichen Siedlungen\numfasst schon aus praktischen Gründen in der Regel Wohnhaus und\nÖkonomiegebäude als eine von aussen sichtbare Einheit. Aber auch bei\nmehrteiligen Produktionsverhältnissen in einem Betrieb ist davon auszugehen,\ndass für die Milchablieferung eine einheitliche Sammelstellenbeziehung\nbesteht, da die Bewältigung verschiedener Hüttenwege dem Ziel einer\nrationellen Milchverwertung widerspräche (BGE vom 22. Dezember 1981\ni. S. Y, unveröffentlicht).\nArt. 23 des Schweizerischen Milchlieferungsregulativs vom 1. Juli 1987 (SR\n916.351.3) hält fest, dass, wenn «ein Produzent seinen Betrieb durch Kauf\noder Zupacht von Landparzellen oder eines Heimwesens erweitert, der\nneue Betriebsteil mit dem Stammbetrieb eine wirtschaftliche Einheit bildet»\n(Satz 1). Als Haupt- und Stammbetrieb gilt dabei derjenige Betriebsteil, auf\nwelchem der Milchproduzent Wohnsitz hat und das Milchvieh während der\nüberwiegenden Zeit des Jahres gehalten wird (Satz 3). Ebenso wird in der\nVerordnung vom 26. April 1993 über landwirtschaftliche Begriffe und die\nAnerkennung von Betriebsformen (landwirtschaftliche Begriffsverordnung, SR\n910.91) als Betrieb ein landwirtschaftliches Unternehmen bezeichnet, das eine\nGesamtheit von Land, Gebäude, Inventar und Arbeitskräften darstellt, eine\noder mehrere Produktionsstätten umfasst, selbständig ist, räumlich als solches\nerkennbar ist, ein Betriebszentrum hat und während des ganzen Jahres\nbewirtschaftet wird (Art. 2 Abs. 1 landwirtschaftliche Begriffsverordnung). Als\nBetriebszentrum gilt dabei der Ort, an dem sich die Hauptgebäude und das\nSchwergewicht der Betriebstätigkeit befinden (Art. 2 Abs. 4 landwirtschaftliche\nBegriffsverordnung).\n4.2. (...)\n4.3. Aus den verschiedenen Vorschriften des Milchbeschlusses und aus\ndem ihm zugrunde liegenden Bundesgesetz vom 3. Oktober 1951 über\ndie Förderung der Landwirtschaft und die Erhaltung des Bauernstandes\n(LwG, SR 910.1) ergibt sich der Wille des Gesetzgebers, dass durch die\nZuteilung der Sammelstelle insbesondere die rationelle (zweckmässige\nund kostensparende) Verwertung und Verteilung der Milch gewährleistet\nwerden soll (Art. 26 und 29 LwG sowie Art. 10 Milchbeschluss). Um der\nErhaltung der Qualität des empfindlichen Rohproduktes Milch Rechnung\nzu tragen, soll ein möglichst kurzer Hüttenweg gewählt werden. Massgebend\nist demzufolge die Wegstrecke vom Produktionsstandort zur nächstgelegenen\nSammelstelle. Wie das Bundesamt zu Recht dargelegt hat, ist daher, da es um\ndie Milcheinlieferung geht, dem Standort des Milchviehs das Hauptgewicht\nzuzusprechen. Entscheidend für die Bestimmung des Betriebszentrums ist\nsomit derjenige Betriebsteil, auf welchem das Milchvieh gehalten und die\nMilch produziert wird.\n(...)\n(Die Rekurskommission EVD weist die Beschwerde ab)\n[19] Vgl. oben S. 893.\n\n3\n4\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 59.108 - Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der Rekurskommission EVD vom 18.\nOktober 1994 in Sachen Z. gegen X und Y sowie Bundesamt für Landwirtschaft (94/6K-\n004), bestätigt durch das BGer mit Urteil vom 19. Juni 1995; 2A.393/1994/bnm\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1995\nAnnée\nAnno\n\nBand 59\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 002 384\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}