{"Signatur": "CH_VB_028", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-12-29", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_028_JAAC-59-106--_1994-12-29.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002378.pdf?ID=150002378", "Checksum": "75ef39ace74f7c736ebf272c9c6d4602"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.106 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 29.12.1994 JAAC 59.106 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie 29.12.1994 JAAC 59.106 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia 29.12.1994 JAAC 59.106 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de l'economie"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale dell'economia"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de l'économie; anciennement: Commission de recours ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:28", "Checksum": "ec12fa08b43a7e86e23ba777c9bd6e0e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 29.12.1994 JAAC 59.106 \r\n\nAuf Intervention des Zentralverbandes schweizerischer Milchproduzenten\nund des Bundesamtes für Landwirtschaft erhob der Thurgauer\nMilchproduzentenverband mit Verfügung vom 11. Januar 1993 von S. für\nKontingentsüberlieferungen in den Milchjahren 1990/91 und 1991/92 eine\nGesamtabgabe von Fr. ...\nDie Regionale Rekurskommission Nr. 15 hiess die von S. am 2. Februar\n1993 eingereichte Beschwerde mit Entscheid vom 26. Mai 1993 teilweise\ngut und hob die vom Milchverband festgestellte Überlieferungsabgabe\nfür das Milchjahr 1991/92 mangels Beweisen einer Überlieferung auf. Im\nweiteren verpflichtete sie S., für das Milchjahr 1990/91 die vom Milchverband\nerrechnete Überlieferungsabgabe von Fr. 11 168.10 zu bezahlen.\nGegen diesen Entscheid erhob das Bundesamt am 11. August\n1993 Verwaltungsbeschwerde bei der Oberrekurskommission i. S.\nMilchkontingentierung (hiernach: Oberrekurskommission) und beantragt die\nAufhebung des Entscheides der Rekurskommission Nr. 15 beziehungsweise die\nBestätigung der Verfügung des Milchverbandes. Am 27. August 1993 gelangte\nS. ebenfalls an die Oberrekurskommission und beantragt sinngemäss die\nAufhebung des angefochtenen Entscheides und die Ungültigerklärung der\nMilchmengenberechnungen der Milchjahre 1990/91 und 1991/92 unter Kostenund Entschädigungsfolge.\n\n3\nDie Rekurskommission EVD übernahm am 9. Februar 1994 das Verfahren als\nzuständige Behörde.\n\nAus den Erwägungen:\n\n1. (Gemeinsame Beurteilung der Beschwerden)\n2. (Zuständigkeit und Beschwerdelegitimation)\n3. (Verfahrensgegenstand)\n4. (Gesetzliche Grundlagen; vgl. REKO/EVD 93/8B-004 E. 3, veröffentlicht in:\nVPB 59.90[18])\nEin Einzelkontingent (Kontingent) ist die Verkehrsmilchmenge, die ein\nProduzent ab einem Betrieb im Laufe eines Milchjahres (1. Mai bis 30. April)\nzum garantierten Preis abliefern kann (Art. 3 der Verordnung vom 26. April\n1993 über die Milchkontingentierung im Talgebiet und in der Bergzone I;\nMilchkontingentierung-Talverordnung 93 [MKTV 93], SR 916.350.101). Nach\nArt. 3 Abs. 1 des Milchwirtschaftsbeschlusses 1988 vom 16. Dezember 1988\n(Milchwirtschaftsbeschluss 1988 [MWB 1988], SR 916.350.1) in Verbindung\nmit Art. 11 Abs. 1 der Verordnung vom 20. Dezember 1989 über die Erhebung\nvon Abgaben und Beiträgen der Milchproduzenten (Abgabeverordnung, SR\n916.350.11), hat ein Produzent für jedes Kilogramm Milch, das er in einem\nMilchjahr über sein Kontingent hinaus liefert, eine Abgabe zu entrichten.\n5. Im vorliegenden Fall ist vorab strittig, ob die von S. produzierte\nVorzugsmilch unter den Begriff «Verkehrsmilch» fällt und somit der\nKontingentierung unterliegt.\n5.1. Art. 2 Abs. 1 der Milchkontingentierung-Talverordnung 93 verweist\nfür die Begriffe Verkehrsmilch und Verkehrsmilchproduzent (Produzent)\nauf die Verordnung vom 26. April 1993 über landwirtschaftliche Begriffe\n(Begriffsverordnung, SR 910.91). Diese legt in Art. 20 fest, dass als\nVerkehrsmilch jene Milch gilt, die zum Frischkonsum, zur Verarbeitung\noder zur Verfütterung vom Betrieb weggeführt oder im eigenen Betrieb\nverarbeitet wird, soweit die hergestellten Produkte nicht der Selbstversorgung\ndienen. Die Milch, die den Betrieb zum Zweck des Konsums oder der\nVerarbeitung verlässt, gilt somit als Verkehrsmilch. Die Zuordnung der Milch\nzur Verkehrsmilch setzt den Veräusserungswillen des Produzenten (subjektive\nLeistungspflicht) und die Ablieferung der Milch (objektive Leistungspflicht)\nvoraus. Nach geltender Rechtspraxis wird aber auch der Tatbestand, wonach\ndie Milch zwecks Verarbeitung in die Sammelstelle geliefert wird, das\nVerarbeitungsprodukt aber ausschliesslich dem Zweck der Selbstversorgung\ndient, als Inverkehrbringen von Milch betrachtet. Umgekehrt kann das\nElement der Ablieferung der Milch fehlen und trotzdem handelt es sich um\nVerkehrsmilch (Selbstausmesser). Grundsätzlich gilt als abgelieferte Milch\nim Sinn der Kontingentierungsbestimmungen diejenige Milch, welche für\nden Verkauf bestimmt ist (vgl. dazu Spörri Philipp, Milchkontingentierung,\nFreiburg 1992, S. 126 ff.).\n\n"}