{"Signatur": "CH_VB_027", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-12-05", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_027_JAAC-68-165--_2003-12-05.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006404.pdf?ID=150006404", "Checksum": "896fca366b1082073822c70807c66e61"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 68.165 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Kantonale Justizbehörden 05.12.2003 JAAC 68.165 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorités judiciaires cantonales 05.12.2003 JAAC 68.165 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità contonali giudiziaria 05.12.2003 JAAC 68.165 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Kantonale Justizbehörden"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorités judiciaires cantonales"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità contonali giudiziaria"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:24", "Checksum": "bfd18cada6ad27be9b1b9b38bc734bdb", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Kantonale Justizbehörden 05.12.2003 JAAC 68.165 \r\n\n 2\n- Il contribuente è tenuto, entro 60 giorni dalla fine del periodo di\nrendiconto, a dichiarare spontaneamente nella forma prescritta\nall’Amministrazione federale delle contribuzioni (AFC) l’imposta\ne l’imposta precedente. Entro lo stesso termine, egli è tenuto\na versare all’AFC l’imposta dovuta (art. 37 seg. OIVA; art. 46\nseg. LIVA). Di conseguenza, non è necessaria alcuna decisione\ndell’amministrazione, che fissi il credito d’imposta o determini\nl’esistenza o no dell’assoggettamento (consid. 4c).\n- La definizione non esaustiva delle fattispecie di sottrazione d’imposta,\nsenza elencazione dettagliata delle attività incriminate, pone il\ncontribuente in una posizione di garante, poiché egli è tenuto a\nimpedire, nel limite del possibile, ogni danno al bene giuridico protetto\n(consid. 4e).\n- Dal profilo oggettivo, vi è sottrazione d’imposta già quando il\ncontribuente omette, intenzionalmente o per negligenza, di dichiarare\ntempestivamente all’AFC gli importi d’imposta dovuti (consid. 4f).\n- Dal profilo soggettivo, si richiede un grado di diligenza elevato\n(consid. 5e).\nArt. 63 OIVA. Infrazioni commesse nell’azienda.\nNel presente caso la multa contro l’impresa è giustificata. La\ndesignazione di tutte le persone fisiche all’occorrenza colpevoli avrebbe\ncagionato all’autorità inquirente un onere sproporzionato, poiché vi\nerano diverse persone sospettate. Dal comportamento incriminato\nera trascorso molto tempo. Sarebbe stato molto gravoso accertare il\nrispettivo contributo ai fatti dei responsabili dell’impresa, poiché ve\nn’erano alcuni domiciliati all’estero e non avrebbero quindi potuto\nessere chiamati a renderne conto. Le informazioni raccolte non hanno\ncontribuito a chiarire completamente la colpevolezza dei responsabili\n(consid. 6).\n\nZusammenfassung des Sachverhalts:\nA. Die XY ist seit dem 19. Mai 1995 als Aktiengesellschaft im Handelsregister\ndes Kantons Uri eingetragen. Am 1. März 1997 erfolgte der Eintrag ins Register\nder Mehrwertsteuerpflichtigen. Die Unternehmenstätigkeit der XY besteht\ninsbesondere in der Erbringung von Service-, Betreuungs-, Beratungs- und\nInstandstellungsarbeiten im Zusammenhang mit Tunnelvortriebsmaschinen\nund Tunnelbaulogistik sowie Tätigkeiten auf verwandten Gebieten.\nB. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) führte vom 29.-31. Mai\n2000 an insgesamt drei Tagen bei der XY, (…), eine Mehrwertsteuerkontrolle\nüber die Abrechnungsperiode vom 1. März 1997-31. Dezember 1999 durch.\nGestützt darauf erstellte die ESTV die Ergänzungsabrechnung Nr. (…) im\nBetrag von Fr. 527’791.- und die Gutschrift Nr. (…) im Betrag von Fr. 216’328.-.\nDie Steuerpflichtige hat den Differenzbetrag von Fr. 311’463.- beglichen und in\nihrem Schreiben vom 5. Februar 2001 ausdrücklich als Fehlbetrag anerkannt.\nGemäss den Feststellungen der ESTV sind die Steuerdifferenzen insbesondere\n\n3\nauf mangelnde Umsatz- und Vorsteuerabstimmung zurückzuführen.\nIm vorliegenden Strafverfahren wird von einem Deliktsbetrag von\ninsgesamt Fr. 288’951.- ausgegangen. Dieser Betrag wurde über das Konto\n«ausserordentlicher Ertrag» ausgebucht und ist nicht versteuert worden.\nC. Die ESTV hat mit Schlussprotokoll vom 8. Januar 2002 gegenüber der\nAngeklagten ein Verwaltungsstrafverfahren wegen eventualvorsätzlicher\nSteuerhinterziehung eröffnet und stellte der Angeklagten eine Busse von\nFr. 100’000.- in Aussicht.\nD. Am 27. Januar 2003 erliess die ESTV einen Strafbescheid, in welchem\ndie Angeklagte zu einer Busse von Fr. 100’000.- verurteilt wurde. Dagegen\nerhob sie mit Schreiben vom 26. Februar 2003 Einsprache. Diese wurde\nmit Strafverfügung vom 3. April 2003 von der ESTV abgewiesen, worauf die\nAngeklagte am 14. April 2003 die gerichtliche Beurteilung des Falls verlangte.\nE. Am 25. Juni 2003 hat die ESTV die vorliegende Sache der Staatsanwaltschaft\nUri überwiesen. Die Staatsanwaltschaft Uri I leitete am 26. August 2003\ndie Fiskalstrafsache betreffend die XY an die strafrechtliche Abteilung\ndes Landgerichts Uri weiter. Die ESTV stellte den Antrag, die XY sei der\neventualvorsätzlichen Steuerhinterziehung im Sinne von Art. 60 der\nVerordnung vom 22. Juni 1994 über die Mehrwertsteuer (MWSTV, AS 1994\n1464) schuldig zu sprechen und ihr sei in Anwendung von Art. 63 MWSTV\nsowie Art. 2 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937\n(StGB, SR 311.0) eine Busse von Fr. 100’000.- sowie die Verfahrenskosten\naufzuerlegen.\nF.-L. (…)\nAus den Erwägungen:\n1.-3. (…)\n4. Selbstveranlagungsprinzip und Steuerhinterziehung (objektiver Tatbestand)\na.-b. (…)\nc. Nach Art. 37 MWSTV und Art. 46 des Bundesgesetzes vom\n2. September 1999 über die Mehrwertsteuer (MWSTG, SR 641.20)\nhat ein Mehrwertsteuerpflichtiger innert 60 Tagen nach Ablauf der\nAbrechnungsperiode gegenüber der Eidgenössischen Steuerverwaltung\nunaufgefordert und in der vorgeschriebenen Form über die Steuer und\nVorsteuer abzurechnen. Innert der gleichen Frist ist die Steuer an die ESTV\nabzuliefern (Art. 38 MWSTV; Art. 47 MWSTG). Das heisst, der Steuerpflichtige\nist vollumfänglich und allein verantwortlich für die korrekte, vollständige\nErmittlung und rechtzeitige Deklaration seines Umsatzes und seiner Vorsteuer\nsowie für die Ablieferung der Steuer an die ESTV. Folglich ist keinerlei\nEntscheid der Verwaltung nötig, um die Steuerforderung festzulegen oder\nzu bestimmen, ob die Steuerpflicht besteht oder nicht (vgl. mwst.com,\nKommentar zum Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer, Basel, Genf,\nMünchen 2000, N. 1 zu Art. 46).\nd. Wer vorsätzlich oder fahrlässig, zum eigenen oder zum Vorteil eines\nandern, dem Bunde Umsatzsteuern vorenthält oder eine ungerechtfertigte\nSteuervergütung erwirkt oder sich oder einem andern auf andere Weise einen\nunrechtmässigen Steuervorteil verschafft, wird sofern nicht die Art. 14-16 des\n\n"}