{"Signatur": "CH_VB_026", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-06-21", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_026_JAAC-68-29--_2003-06-21.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006485.pdf?ID=150006485", "Checksum": "34e5ea44d3d0d3045997799b090f778f"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 68.29 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für medizinische Aus- und Weiterbildung 21.06.2003 JAAC 68.29 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours pour la formation de base et la formation postgrade des professions médicales 21.06.2003 JAAC 68.29 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la formazione medica e il perfezionamento 21.06.2003 JAAC 68.29 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für medizinische Aus- und Weiterbildung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours pour la formation de base et la formation postgrade des professions médicales"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la formazione medica e il perfezionamento"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Eidgenössische Rekurskomission für medizinische Aus- und Weiterbildung (REKO MAW)"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:38", "Checksum": "d80d10a4d36c4628e1baad4343e1dd5b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für medizinische Aus- und Weiterbildung 21.06.2003 JAAC 68.29 \r\n\n 9\ninsbesondere BGE 97 I 741). Mit der Schaffung des Akkreditierungsverfahrens\nhat nun aber der Gesetzgeber im Bereiche der medizinischen Weiterbildung\nbewusst ein neuartiges System zur Übertragung öffentlicher Aufgaben an\nPrivate gewählt, das aus dem angelsächsischen Rechtsraum stammt und in\nder Schweiz bisher noch kaum eingesetzt wurde (vgl. allerdings Art. 7 des\nBundesgesetzes vom 8. Oktober 1999 über die Förderung der Universitäten\nund über die Zusammenarbeit im Hochschulbereich [UFG], SR 414.20). Dieses\nSystem soll sicherstellen, dass die Qualität der Weiterbildung mit möglichst\nwenig Eingriffen in die bestehende Struktur erhalten und gefördert wird, ohne\ndass eine Vielzahl detaillierter staatlicher Regelungen geschaffen werden\nmüsste (vgl. zum Ganzen Botschaft FMPG, S. 6382).\nMit der Akkreditierung bestätigen das zuständige Departement (Art. 14\nFMPG), bzw. bei Sonderakkreditierungen der Bundesrat (Art. 24 Abs. 2 FMPG),\ndass die von der Trägerorganisationen erlassenen Vorschriften über die\nWeiterbildungsprogramme geeignet sind, die vom Bundesrat festgelegten\nWeiterbildungsziele zu erreichen (vgl. Art. 6 Weiterbildungsverordnung).\nDie staatliche Prüfung der diesbezüglichen autonomen Normen hat sich\nnach den Akkreditierungskriterien von Art. 13 FMPG zu richten. Auch wenn\nmit der Akkreditierung keine förmliche Genehmigung der Vorschriften der\nTrägerorganisationen erfolgt, so stellt sie doch eine faktische Anerkennung\nder Verbindlichkeit dieser Normen dar - nicht nur für die Trägerschaft\nselbst, sondern auch für Dritte, welche sich im Rahmen der Programme\nweiterbilden. Da der Zugang zu den Weiterbildungsprogrammen nicht\nauf Mitglieder der Trägerorganisationen beschränkt werden darf (Art. 13\nBst. i FMPG), nähern sich die Wirkungen des autonomen Rechts der\nTrägerorganisationen denjenigen von generell-abstrakten Rechtssätzen an.\nIn seiner Botschaft an die Räte hat der Bundesrat denn auch ausdrücklich\nfestgehalten, dass im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vor der REKO MAW\nzwecks Kontrolle der Rechtmässigkeit «die anwendbaren Bestimmungen des\nWeiterbildungsprogramms ausnahmsweise als öffentliches Bundesrecht\nbehandelt» werden sollen (Botschaft FMPG, S. 6388; vgl. auch Erika\nSchmidt, Revision des Bundesgesetzes betreffend die Freizügigkeit des\nMedizinalpersonals, in: Daniel Thürer/Rolf H. Weber/Roger Zäch, Bilaterale\nVerträge Schweiz-EG, Ein Handbuch, Zürich 2002, S. 233).\nEine derartige Ausdehnung der Überprüfungsbefugnis der REKO MAW\nkann insbesondere sicherstellen, dass die (privatrechtskonform erlassenen)\ninternen Normen der Trägerorganisationen dem Bundesrecht nicht\nzuwiderlaufen oder dessen Durchsetzung gar vereiteln (vgl. zum Verbot\nder Vereitelung vom Bundesrecht durch kantonale Vorschriften etwa Alfred\nKölz/Isabelle Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege\ndes Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 622, mit Hinweisen). Da im Rahmen\nder Akkreditierung (und insbesondere der Sonderakkreditierung)\neine Überprüfung der Organisations- und Verfahrensregeln der\nTrägerorganisationen nur allgemein, im Hinblick auf die Einhaltung\nder Akkreditierungskriterien (und nicht des gesamten Bundesrechts)\nerfolgt und zudem Änderungen der autonomen Vorschriften zu den\nWeiterbildungsprogrammen der zuständigen Bundesbehörde erst nach ihrem\ninternen Erlass zu melden sind (Art. 17 FMPG), kann nicht davon ausgegangen\nwerden, dass diese Regeln in jeder Hinsicht bundesrechtskonform\nsind. Bei der Überprüfung der Anwendung von autonomem Recht der\n\n"}