{"Signatur": "CH_VB_026", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-06-21", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_026_JAAC-68-29--_2003-06-21.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006485.pdf?ID=150006485", "Checksum": "34e5ea44d3d0d3045997799b090f778f"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 68.29 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für medizinische Aus- und Weiterbildung 21.06.2003 JAAC 68.29 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours pour la formation de base et la formation postgrade des professions médicales 21.06.2003 JAAC 68.29 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la formazione medica e il perfezionamento 21.06.2003 JAAC 68.29 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für medizinische Aus- und Weiterbildung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours pour la formation de base et la formation postgrade des professions médicales"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la formazione medica e il perfezionamento"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Eidgenössische Rekurskomission für medizinische Aus- und Weiterbildung (REKO MAW)"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:38", "Checksum": "d80d10a4d36c4628e1baad4343e1dd5b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für medizinische Aus- und Weiterbildung 21.06.2003 JAAC 68.29 \r\n\n 5\n2001 sei anzurechnen, der Spitalverband X. sei anzuweisen, ein neues, die\nWeiterbildungsperiode anerkennendes FMH-Zeugnis auszustellen, und es sei\nihr für das erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung zuzusprechen.\nDie REKO MAW wies die Beschwerde vollumfänglich ab, soweit darauf\neinzutreten war.\nAus den Erwägungen:\n1. Zu beurteilen ist die Verwaltungsbeschwerde gegen einen Entscheid der\nFMH, BK WBT, vom 12. Dezember 2002, mit dem die Anrechnung einer sechs\nMonate übersteigenden Weiterbildungsperiode der Beschwerdeführerin an\nder Weiterbildungsstätte der chirurgischen Klinik des Spitals Y. verweigert\nworden ist.\n1.1. Gemäss Art. 20 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Dezember 1877\nbetreffend die Freizügigkeit des Medizinalpersonals in der Schweizerischen\nEidgenossenschaft (FMPG, SR 811.11, in der am 1. Juni 2002 in Kraft getretenen\nFassung) ist die REKO MAW zuständig zur Beurteilung von Beschwerden\ngegen Verfügungen von Trägerorganisationen eines akkreditierten\nWeiterbildungsprogramms.\nDie FMH ist ein Verein gemäss Art. 60 ff. des Schweizerischen\nZivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210; vgl. Art. 1 der Statuten\nFMH vom 24. Juni 1998 [Statuten FMH]). In Anwendung von Art. 12 ff. in\nVerbindung mit Art. 24 Abs. 2 FMPG hat der Bundesrat am 17. Oktober 2001\nbeschlossen, die zu jenem Zeitpunkt angebotenen Weiterbildungsprogramme\nder FMH (insbesondere auch im Fachgebiet Gynäkologie und Geburtshilfe)\nbis zum 31. Mai 2005 zu akkreditieren. Mit dieser (Sonder-)Akkreditierung\nerlangte die FMH die Stellung einer Trägerorganisation im Sinne von\nArt. 20 Abs. 1 Bst. b FMPG und ist daher trotz ihrer Organisation als\nprivatrechtlicher Verein befugt, Verfügungen im Sinne des Bundesgesetzes\nüber das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021)\nüber die Anrechenbarkeit von Weiterbildungsperioden in den akkreditierten\nProgrammen zu erlassen (Art. 19 Bst. a FMPG).\nAn der privatrechtlichen Organisationsform der FMH hat sich durch\ndie Akkreditierung ihrer Weiterbildungsprogramme nichts geändert\n(vgl. Botschaft vom 23. Juni 1999 zur Genehmigung der sektoriellen\nAbkommen zwischen der Schweiz und der EG, Revision des Bundesgesetzes\nbetreffend die Freizügigkeit des Medizinalpersonals in der Schweizerischen\nEidgenossenschaft, BBl 1999 6368 ff. [Botschaft FMPG], S. 6382). Die FMH\nerfüllt als juristische Person des Privatrechts die ihr mit der Akkreditierung\nübertragenen öffentlich-rechtlichen Aufgaben des Bundes im Bereiche\nder Weiterbildung und ist daher als Behörde im Sinne von Art. 1 Abs. 2\nBst. e VwVG zu qualifizieren (vgl. Art. 178 Abs. 3 der Bundesverfassung der\nSchweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV], SR 101). Ihre\nöffentlich-rechtlichen Funktionen übt die FMH durch ihre Organe sowie\nVertreter aus, die sie in Art. 21 Statuten FMH, durch interne Reglemente,\nvertraglich oder - gestützt auf Art. 19 Bst. e FMPG - durch Verfügung bestimmt\nhat.\nBei der Ausstellung von FMH-Zeugnissen (Art. 19 der Weiterbildungsordnung\nder FMH vom 21. Juni 2000 [WBO, in der bis zum 19. Januar 2003 geltenden\nFassung][61]) und bei deren FMH-internen Überprüfung (Art. 9 WBO) handeln\n\n"}