{"Signatur": "CH_VB_025", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2004-12-13", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_025_JAAC-69-73--_2004-12-13.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007061.pdf?ID=150007061", "Checksum": "73a9a27e8430dc96424309b4d15c9890"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 69.73 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung 13.12.2004 JAAC 69.73 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d’encouragement de la recherche 13.12.2004 JAAC 69.73 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la promozione della ricerca 13.12.2004 JAAC 69.73 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d’encouragement de la recherche"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la promozione della ricerca"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière d'encouragement de la recherche, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:51", "Checksum": "b6538ec163360ff5a2c4d784ff2cf8b3", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung 13.12.2004 JAAC 69.73 \r\n\nZusammenfassung des Sachverhalts:\nDie Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) reihte den\nPersonalverleihbetrieb X. GmbH mit Verfügung vom 23. Oktober 2003 per\n1. Januar 2004 neu im Tarif für die Berufsunfallversicherung ein. Für den\nBetriebsteil A wurde der Netto-Prämiensatz von 2,9% in der Stufe 103 auf\n3,52% in der Stufe 107 der Klasse 70C erhöht. Die Basiseinreihung gleichartiger\nBetriebe liegt in der Stufe 112 der Klasse 70C mit einem Netto-Prämiensatz von\n4,5%.\nDie gegen die neue Einreihung eingereichte Einsprache wies die SUVA\nab. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die X. GmbH vor der\nEidgenössischen Rekurskommission für die Unfallversicherung (im Folgenden:\nRekurskommission, REKU) Beschwerde.\nAus den Erwägungen:\n1.a.-d. (Eintretensvoraussetzungen)\n2. Nach der ständigen Rechtsprechung des Eidgenössischen\nVersicherungsgerichts (EVG) ist der rechtserhebliche Sachverhalt im\nBeschwerdeverfahren vor dem Sozialversicherungsrichter grundsätzlich\nnach den tatsächlichen Verhältnissen zur Zeit des Erlasses der angefochtenen\nVerfügung zu beurteilen (BGE 121 V 362 E. 1b, BGE 116 V 246 E. 1a mit\n\n3\nHinweisen). Dabei finden grundsätzlich jene Rechtssätze Anwendung, die\nbei der Erfüllung des zu den Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung\nhaben (BGE 129 V 167 E. 1, BGE 127 V 466 E. 1, BGE 124 V 225 E. 1).\nDas am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz vom 6. Oktober\n2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG,\nSR 830.1) änderte die massgeblichen Vorschriften über die Einreihung\nin die Prämientarife (Art. 91 ff. des Bundesgesetzes vom 20. März 1981\nüber die Unfallversicherung [UVG], SR 832.20) nicht, so dass auch auf die\nRechtsprechung vor Erlass des ATSG abgestellt werden kann.\n3. Die Überprüfungsbefugnis der Rekurskommission besteht einerseits\ndarin, die richtige Anwendung des Tarifs zu kontrollieren, andererseits kann\ndie Rekurskommission - im Rahmen der konkreten Normenkontrolle - die\nder Verfügung zu Grunde liegenden Tarifpositionen auf ihre Gesetz- und\nVerfassungsmässigkeit überprüfen.\na. Der von der Versicherung erlassene Tarif kann nicht als Ganzes\nüberprüft werden, wohl aber kann die Rekurskommission die konkret\nangewendete Tarifposition ausser Acht lassen, wenn sie sich als gesetzoder verfassungswidrig erweist (BGE 126 V 344 E. 1, BGE 125 V 101 E. 3b mit\nHinweisen; Rechtsprechung zum Sozialversicherungsrecht [SVR] 1995 KV\nNr. 60 E. 7b/cc S. 183; VPB 61.23A_I E. 3b S. 199 ff.).\nHierbei darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass ein Tarif ein ganzes\nSystem von Regelungen darstellt, welches verschiedene Interessen\nberücksichtigt und für den einzelnen Bürger manchmal schwer zugänglich ist\n(BGE 116 V 130 E. 2a mit Hinweisen). Der Unfallversicherer hat beim Erlass\nvon Tarifen unter Umständen komplexe und allenfalls in der Zielrichtung\nwidersprüchliche Aspekte auf einen Nenner zu bringen, weshalb ihm ein\nweiter Ermessensspielraum zugestanden werden muss (Urteil des EVG vom\n2. Juni 2004, U 240/03 [= Rechtsprechung und Verwaltungspraxis zur Krankenund Unfallversicherung, RKUV 2004 Nr. U 525], E. 3.2.2; BGE 126 V 344 E. 4a,\nBGE 125 V 101 E. 3c; vgl. auch RKUV 1998 Nr. U 294 E. 1c S. 228).\nBei der Überprüfung einer Tarifbestimmung hat die Rekurskommission nicht\nihr Ermessen an die Stelle des Ermessens der Versicherung zu setzen oder in\ndie eigentliche Tarifpolitik einzugreifen. Ebenso wenig kann sie eine andere\nLösung vorschlagen. Richterliche Zurückhaltung ist auch da geboten, wo\nes um ausgesprochen technische Fragen geht (SVR 1994 KV Nr. 3 E. 3b S. 7;\nBGE 108 V 130 E. 4c/dd S. 140). Sodann darf eine Tarifposition nicht losgelöst\nvon den übrigen Tarifbestimmungen gewürdigt werden, sondern ist im\nGesamtzusammenhang zu beurteilen. Das kann zur Folge haben, dass eine\nEinzelbestimmung, die für sich allein genommen gewisse Unstimmigkeiten\naufweist, im Gesamtzusammenhang eben doch nicht zu beanstanden ist (BGE\n112 V 283 E. 3 mit Hinweisen; VPB 61.23A_I E. 3b S. 199 ff.; SVR 1995 KV Nr. 60\nE. 7b/cc S. 183).\nVon der indirekten Überprüfungsmöglichkeit ist also mit grosser\nZurückhaltung Gebrauch zu machen. Sie ist im Wesentlichen auf die Frage\nzu beschränken, ob im Einzelfall die Anwendung einer Tarifposition mit den\njeweils massgebenden besonderen Grundsätzen der Tarifgestaltung oder\naber auch ganz allgemein mit der Bundesverfassung vereinbar ist (vgl. RKUV\n1998 Nr. U 316 E. 1 S. 579 mit Hinweis auf RKUV 1998 Nr. U 294 E. 1c S. 228).\n\n"}