{"Signatur": "CH_VB_025", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-03-27", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_025_JAAC-67-13--_2001-03-27.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005891.pdf?ID=150005891", "Checksum": "e349e21a16cbe70f1daa1e68821e06a0"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.13 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung 27.03.2001 JAAC 67.13 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d’encouragement de la recherche 27.03.2001 JAAC 67.13 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la promozione della ricerca 27.03.2001 JAAC 67.13 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d’encouragement de la recherche"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la promozione della ricerca"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière d'encouragement de la recherche"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:28", "Checksum": "5dc75498da34cd1e14c27616393124e1", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung 27.03.2001 JAAC 67.13 \r\n\n JAAC 67.13\n\nAuszug aus einem Entscheid der Eidgenössischen\nRekurskommission für Forschungsförderung vom 27.\nMärz 2001\n\nProcédure devant la Commission fédérale de recours en matière\nd’encouragement de la recherche (CRER). Nouvel examen d’une décision\nde l’autorité inférieure.\nArt. 13 LR. Art. 58 PA.\nLe Fonds national suisse est en droit de procéder au nouvel examen\nd’une décision qui fait l’objet d’un recours devant la CRER. Effet de la\nnouvelle décision sur le cours de la procédure de recours.\n\nVerfahren vor der Eidgenössichen Rekurskommission für\nForschungsförderung (REKO FF). Wiedererwägung eines\nvorinstanzlichen Entscheids.\nArt. 13 FG. Art. 58 VwVG.\nDer Schweizerische Nationalfonds ist befugt, eine Verfügung,\ndie mit Beschwerde an die REKO FF weitergezogen worden ist, in\nWiedererwägung zu ziehen. Einfluss des Wiedererwägungsentscheides\nauf den Gang des Beschwerdeverfahrens.\n\nProcedura davanti alla Commissione federale di ricorso per la\npromozione della ricerca. Riconsiderazione di una decisione\ndell’autorità inferiore.\nArt. 13 LR. Art. 58 PA.\nIl Fondo nazionale svizzero ha la competenza per riconsiderare una\ndecisione impugnata con ricorso davanti alla Commissione federale\ndi ricorso per la promozione della ricerca. Influenza della decisione di\nriconsiderazione sullo svolgimento della procedura di ricorso.\n\n1\nAus den Erwägungen:\nDem Beschwerdeführer wurden zwei Verfügungen eröffnet, die beide mit\neiner Rechtsmittelbelehrung versehen waren. Es ist daher verständlich, dass\nder Beschwerdeführer gegen beide Verfügungen eine Beschwerde erhoben hat.\nAllerdings betreffen die beiden Verfügungen dasselbe Forschungsgesuch und\nes stellt sich daher die Frage, ob in rechtlicher Hinsicht von einem oder von\nzwei Beschwerdeverfahren auszugehen ist.\nObwohl der Schweizerische Nationalfonds (SNF) nicht Teil der\nBundesverwaltung ist, hat er sich verfahrensmässig weitgehend dem\nVerwaltungsrecht zu unterziehen. So haben die Verfügungen des SNF\nbestimmten Anforderungen zu genügen, die das Bundesgesetz vom\n20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)\naufstellt (Art. 13 Abs. 1 des Forschungsgesetzes vom 7. Oktober 1983 [FG],\nSR 420.1). Wird gegen eine Verfügung des SNF eine Beschwerde erhoben, so\nuntersteht das Verfahren, das vor der Eidgenössischen Rekurskommission\nfür Forschungsförderung abläuft, ebenfalls den Regeln des VwVG (Art. 13\nAbs. 5 FG, Art. 71a Abs. 2 VwVG). Zu diesen Regeln gehört Art. 58 VwVG, der\nfolgenden Wortlaut hat:\n«1\nDie Vorinstanz kann bis zu ihrer Vernehmlassung die angefochtene Verfügung\nin Wiedererwägung ziehen.\n2\nSie eröffnet eine neue Verfügung ohne Verzug den Parteien und bringt sie der\nBeschwerdeinstanz zur Kenntnis.\n3\nDie Beschwerdeinstanz setzt die Behandlung der Beschwerde fort, soweit diese\ndurch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos geworden ist;\nArtikel 57 findet Anwendung, wenn die neue Verfügung auf einem erheblich\nveränderten Sachverhalt beruht oder eine erheblich veränderte Rechtslage\nschafft.»\nIm vorliegenden Fall hat sich der SNF an die Regelung des Art. 58 VwVG\ngehalten. Da die Verfügung vom 21. Juli 2000 eine völlig neue Begründung\nenthielt, war von einer erheblich veränderten Rechtslage auszugehen, was\nim Verfahren zur Beachtung von Art. 57 VwVG führte: Die Parteien waren\nzu einem «weiteren Schriftenwechsel» einzuladen, was vorliegend auch\ngeschehen ist.\nAus der Regelung von Art. 58 VwVG ergibt sich, dass trotz des Vorliegens von\nzwei verschiedenen Verfügungen nur ein einziges Beschwerdeverfahren\ndurchzuführen ist. Es ergibt sich aus der genannten Regelung auch,\ndass der Wiedererwägungsentscheid auf einem «erheblich geänderten\nSachverhalt» beruhen und eine «erheblich veränderte Rechtslage» schaffen\nkann. Die im Wiedererwägungsverfahren entscheidende Behörde ist also\nberechtigt, ihren neuen Entscheid nach freiem Ermessen und vollständig\nunabhängig vom ursprünglichen Entscheid zu fällen. Insbesondere ist es\nzulässig, den Wiedererwägungsentscheid mit einer anderen Begründung\nzu versehen als den ursprünglichen Entscheid. Die neue Begründung\nersetzt hierbei die ursprüngliche Begründung. Im Beschwerdeverfahren\n\n2\nbraucht auf die ursprüngliche Begründung nicht mehr eingegangen zu\nwerden; die Rekursinstanz hat sich nur noch mit der Begründung des\nWiedererwägungsentscheides auseinanderzusetzen.\nSoweit also die Beschwerde auf die Begründung der ursprünglichen Verfügung\nvom 13. März 2000 Bezug nimmt, ist auf ihre Ausführungen nicht einzutreten.\nIm Übrigen ergibt sich aus dem Wiedererwägungsentscheid vom 21. Juli 2000,\ndass der SNF eingesteht, in seiner ursprünglichen Verfügung Argumente\nverwendet zu haben, die einer Kritik nicht standhalten.\n\n3\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 67.13 - Auszug aus einem Entscheid der Eidgenössischen Rekurskommission für\nForschungsförderung vom 27. März 2001\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2003\nAnnée\nAnno\n\nBand 67\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 005 891\n\n"}