{"Signatur": "CH_VB_025", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-01-30", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_025_JAAC-62-67--_1998-01-30.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003995.pdf?ID=150003995", "Checksum": "e59089a185798cfe3dffb8dcdb025eef"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.67 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung 30.01.1998 JAAC 62.67 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d’encouragement de la recherche 30.01.1998 JAAC 62.67 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la promozione della ricerca 30.01.1998 JAAC 62.67 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d’encouragement de la recherche"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la promozione della ricerca"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière d'encouragement de la recherche, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:20", "Checksum": "76868d0c715eb675824face5d1782fa8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung 30.01.1998 JAAC 62.67 \r\n\n 4\n[UVV], SR 832.202). Eine risikogerechte Prämie bedeutet, dass hohe Risiken mit\nentsprechend hohen Prämien, tiefe Risiken mit entsprechend tiefen Prämien\nzu belasten sind (VPB 61.23 A I E. 4b).\nAufgrund der Risikoerfahrungen kann der Versicherer von sich aus oder\nauf Antrag von Betriebsinhabern die Zuteilung bestimmter Betriebe zu\nden Klassen und Stufen des Prämientarifs jeweils auf den Beginn des\nRechnungsjahres ändern (Art. 92 Abs. 5 UVG).\nDas in Art. 61 Abs. 2 UVG vorgesehene Prinzip der Gegenseitigkeit\nverlangt, dass der Unfallversicherer einerseits keine Gewinne aus\ndem Versicherungsgeschäft erzielt, andererseits finanziell autonom\nsein soll. Daraus resultiert, dass die zur Deckung der Ausgaben\n(Versicherungsleistungen, Verwaltungskosten und Aufwendungen zur\nVerhütung von Unfällen) notwendigen Geldmittel durch die Prämien, den\nKapitalertrag und die Erträge aus dem Rückgriff gegen haftpflichtige Dritte\ngedeckt werden müssen (Äquivalenzprinzip). Im weiteren beinhaltet dieser\nGrundsatz ein Gewinnausschüttungsverbot (Wegleitung der SUVA durch\ndie Unfallversicherung, 4. überarb. Aufl., Luzern Juli 1994, S. 107; SVR 1996\nKV Nr. 68 S. 209 E. 8a; BGE 108 V 256 E. 3a; Alfred Maurer, Schweizerisches\nUnfallversicherungsrecht, Bern 1989, S. 45 f.). Ausfluss aus diesem Prinzip\nist somit, dass zwischen Prämien und Kosten ein Gleichgewicht bestehen\nmuss und bei gleicher Situation auch gleiche Leistungen bzw. Prämien\nresultieren (BGE 112 V 291 E. 3b mit Hinweisen). Ein Versicherter darf\nentsprechend nicht in den Genuss von Vorteilen kommen, die ein anderer\nVersicherter in gleicher Lage nicht erhält (BGE 113 V 210 E. 5b mit Hinweis;\nRechtsprechung und Verwaltungspraxis zur Kranken- und Unfallversicherung\n[RKUV], 1992 K 890 S. 64 E. 3). In der Unfallversicherung müssen innerhalb\neiner Risikogemeinschaft die Kosten und die Prämien ausgeglichen sein (BGE\n112 V 316 E. 3 und 5c).\nSchliesslich sehen Art. 89 und 90 UVG Regeln über das Finanzierungssystem\nvor, welche ebenfalls die Höhe der Prämie beeinflussen (vgl. André\nGhélew / Olivier Ramelet / Jean-Baptiste Ritter, Commentaire de la Loi sur\nl’assurance-accidents, Lausanne 1992, S. 250). So fordert Art. 90 UVG, in\nVerbindung mit Art. 108 ff. UVV, zur Deckung der kurzfristigen Leistungen das\nAusgabenumlageverfahren unter Bildung von angemessenen Rückstellungen\nfür bereits eingetretene Unfälle, hingegen für die Deckung der langfristigen\nLeistungen das Rentenwertumlageverfahren, wobei das Deckungskapital\nfür die Deckung aller Rentenansprüche aus bereits eingetretenen Unfällen\nausreichen muss.\nb. Neben diesen, im Gesetz explizite geregelten Prinzipien, müssen sich die\nVersicherer bei der Aufstellung der Tarife an die allgemeinen Grundsätze\nhalten, welche aus dem Sozialversicherungsrecht des Bundes, dem\nVerwaltungsrecht und der Bundesverfassung fliessen (vgl. RKUV 1992 K 890\nS. 64 E. 3).\naa. Unter diese allgemeinen Prinzipien fällt namentlich der Grundsatz der\nSolidarität, welcher besagt, dass das Unfallrisiko durch eine grosse Zahl von\nVersicherten getragen werden muss (BGE 112 V 316 E. 5c). In eine ähnliche\nRichtung geht das Versicherungsprinzip, wonach das Risiko durch eine\nMehrzahl von Versicherten zu tragen ist. Weiterhin ist ebenfalls der Grundsatz\n\n"}