{"Signatur": "CH_VB_025", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-06-28", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_025_JAAC-61-23A-II--_1996-06-28.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003410.pdf?ID=150003410", "Checksum": "fcced6b04e60a9aa39b68091577bc210"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.23A_II \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung 28.06.1996 JAAC 61.23A_II \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d’encouragement de la recherche 28.06.1996 JAAC 61.23A_II \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la promozione della ricerca 28.06.1996 JAAC 61.23A_II \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d’encouragement de la recherche"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la promozione della ricerca"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière d'encouragement de la recherche, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:26", "Checksum": "15833e5ff9a03c139ef4ba822b21c801", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung 28.06.1996 JAAC 61.23A_II \r\n\n 7\nEine Differenzierung des Tarifs für diejenigen Versicherten, die nicht eine\ndie betreffende Betriebsart charakterisierende Tätigkeit ausüben, ist auch\nim Hinblick auf die relativ geringe Prämiendifferenz, die die Differenzierung\nbewirken würde, nicht geboten (BGE 112 V 283).\nSchliesslich sprechen auch Überlegungen der Arbeitssicherheit für ein\nAnknüpfen an die Betriebs- bzw. Branchenzugehörigkeit, zumal sich die\nbetriebliche Arbeitssicherheitskultur auch auf das Freizeitverhalten der\nArbeitnehmenden auswirken dürfte und Anstösse für sicheres Verhalten in\nder Freizeit auch von den nach Wirtschaftszweigen organisierten Arbeitgeberund Arbeitnehmerorganisationen ausgehen.\nc. Die Einteilung des Prämientarifs in der NBU-Versicherung in vier\nKlassen und die Zuteilung der Betriebe nach ihrer Betriebsart und\nBranchenzugehörigkeit zu einer dieser Klassen ist somit sachlich begründet,\nist risikogerechter - wenn auch weniger solidarisch - als der frühere\nEinheitstarif und hält an sich vor Art. 4 BV stand (vgl. auch Hans-Peter\nBär, Probleme äquivalenzorientierter Prämienbemessung am Beispiel der\nobligatorischen Unfallversicherung, Diss. Zürich 1994, S. 201; Franz von Arx,\nEine salomonische Lösung in der NBUV, SUVA-Bulletin 1995/58, S. 2; von Arx /\nMolinaro, a. a. O., S. 6).\n9. Da die Versicherer bei der Aufstellung der Prämientarife innerhalb\ndes Rahmens, den ihnen die Verfassung und das Gesetz stecken, autonom\nsind, ist es nicht Sache der Rekurskommission, andere Kriterien, nach\ndenen Tarifklassen auch gebildet werden könnten (z. B. Alter, Wohnsitz,\nFreizeitbeschäftigungen der Versicherten, Wiedereingliederungsmöglichkeiten\nim Betrieb usw.), zu prüfen bzw. die Verwendung anderer Kriterien bzw.\ndie Rückkehr zur Einheitsprämie oder aber die Differenzierung des Tarifs\nje nach den Risikoerfahrungen des einzelnen Betriebs (Bonus-Malus) zu\nempfehlen. Das Geschlecht als Kriterium für die Klassenbildung zu wählen, ist\nschon von Gesetzes wegen her nicht zulässig. Die Rekurskommission hat sich\ndarauf zu beschränken, vorfrageweise die Rechtmässigkeit des Prämientarifs,\nwie er von den Versicherern geschaffen wurde, zu überprüfen, wobei von\nder Überprüfungsmöglichkeit zurückhaltend Gebrauch zu machen ist (vgl.\nSozialversicherungsrecht [SVR] 1995 Krankenversicherung [KV] Nr. 60, S. 183,\nE. 7b/cc; BGE 112 V 287 f.).\nZusammenfassend hat die vorfrageweise Prüfung nun ergeben, dass der\nvon den UVG-Versicherern in der NBU-Versicherung auf 1. Januar 1995\nin Kraft gesetzte Vierklassen-Prämientarif, insoweit er die Grundlage\nfür die Einreihung der Beschwerdeführerin darstellt, dem Gebot der\nRisikogerechtigkeit Rechnung trägt und nicht gegen das verfassungsmässige\nGebot der Gleichbehandlung verstösst. Insbesondere die dem Tarif zugrunde\nliegende Korrelation zwischen den Berufsunfallkosten einer Branche\neinerseits und den Nichtberufsunfallkosten andererseits, welche die\nBeschwerdeführerin in Zweifel zieht, ist, wie oben dargelegt (E. 7), statistisch\nerhärtet. Somit trägt der Tarif dem Gebot der Risikogerechtigkeit durchaus\nRechnung und die Beschwerde erweist sich als unbegründet.\n\n8\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 61.23A_II - Auszug aus dem Urteil der Eidgenössischen Rekurskommission für die\nUnfallversicherung vom 28. Juni 1996 i. S. X AG gegen die Versicherung Y, 37/94\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1997\nAnnée\nAnno\n\nBand 61\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 003 410\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}