{"Signatur": "CH_VB_025", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-06-28", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_025_JAAC-61-23A-I--_1996-06-28.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003413.pdf?ID=150003413", "Checksum": "43f8ac899e391f275da1785f9e9f93b4"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.23A_I \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung 28.06.1996 JAAC 61.23A_I \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d’encouragement de la recherche 28.06.1996 JAAC 61.23A_I \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la promozione della ricerca 28.06.1996 JAAC 61.23A_I \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d’encouragement de la recherche"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la promozione della ricerca"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière d'encouragement de la recherche, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:25", "Checksum": "40ef9cd2b410b2edc98124f78611bebd", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung 28.06.1996 JAAC 61.23A_I \r\n\n 4\nEidgenossenschaft, Basel/Zürich/Bern 1987, Rz. 184 f. zu Art. 113). Dasselbe\ngilt für die Überprüfung eines Tarifs, der sich, wie eine Verordnung, auf eine\ngesetzliche Delegation stützt.\nb. Im Beschwerdeverfahren vor der Eidgenössischen Rekurskommission\nfür die Unfallversicherung können generell-abstrakte Normen nicht als\nsolche (abstrakt) auf ihre Gesetz- und Verfassungsmässigkeit hin überprüft\nwerden. Gegenstand dieses Rechtsmittelverfahrens ist nämlich nicht die\ngenerell-abstrakte Norm, sondern eine konkrete Verfügung. Im Rahmen\nder Überprüfung dieser Verfügung kann die Rechtsmittelinstanz einzig,\naber immerhin, vorfrageweise überprüfen, ob die Verordnung, auf welche\nsich die angefochtene Verfügung stützt, gesetz- und verfassungsmässig ist\n(akzessorische oder konkrete Normenkontrolle; BGE 114 V 303 E. 4a; Ulrich\nHäfelin / Walter Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 3. Aufl., Zürich\n1993, Nr. 1679 und 1688; Fritz Gygi, Verwaltungsrecht, Bern 1986, S. 95).\nEbenso kann die Rechtsmittelinstanz bei der Beurteilung einer Verfügung,\nwelche sich auf einen Tarif stützt, vorfrageweise überprüfen, ob die im\nkonkreten Fall angewandte Tarifbestimmung rechtmässig ist. Das Gericht\nkann aber nicht den Tarif als Ganzen mit all seinen Positionen und diese in\nihrem gegenseitigen Verhältnis auf die Gesetzmässigkeit hin überprüfen,\nwohl aber die konkret angewandte Tarifposition ausser acht lassen, wenn\nsie sich als gesetz- oder verfassungswidrig erweist (Sozialversicherungsrecht\n[SVR] 1995 Krankenversicherung [KV] Nr. 60, S. 187, E. 7b/cc; Andreas Auer,\nDie schweizerische Verfassungsgerichtsbarkeit, Basel / Frankfurt a. M. 1984,\nNr. 182; Fridolin Schiesser, Das akzessorische Prüfungsrecht, Diss. Zürich\n1984, S. 37). Dies würde gegebenenfalls zur Aufhebung der angefochtenen\nVerfügung und insofern zur Gutheissung der Beschwerde führen. Nach\nder Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts ist von\ndieser Überprüfungsmöglichkeit aber zurückhaltend Gebrauch zu machen,\nindem die Überprüfung im wesentlichen auf die Frage zu beschränken\nist, ob im Einzelfall die Anwendung einer Tarifposition mit den jeweils\nmassgebenden besonderen Grundsätzen der Tarifgestaltung oder aber\nauch ganz allgemein mit der Bundesverfassung (BV) vereinbar ist. Hiebei\ndarf nicht ausser acht gelassen werden, dass der Versicherer beim Erlass\nvon Tarifen unter Umständen komplexe und allenfalls in der Zielrichtung\nwidersprüchliche Aspekte auf einen Nenner zu bringen hat, weshalb ihm ein\nweiter Ermessensspielraum zugestanden werden muss. Sodann darf eine\nTarifposition nicht losgelöst von den übrigen Tarifbestimmungen gewürdigt\nwerden, sondern ist im Gesamtzusammenhang zu beurteilen. Das kann zur\nFolge haben, dass eine Einzelbestimmung, die für sich allein genommen\ngewisse Unstimmigkeiten aufweist, im Gesamtzusammenhang eben doch nicht\nzu beanstanden ist (SVR 1995, KV Nr. 60, S. 187, E. 7b/cc; BGE 112 V 287 f.).\nc. Die Rechtmässigkeit einer Verordnung oder eines Tarifs ist von Amtes\nwegen zu überprüfen. Es besteht nicht nur die Befugnis, sondern auch\ndie Pflicht, vorfrageweise die verfassungsmässige Mängelfreiheit des\nanzuwendenden Rechts zu prüfen und verfassungswidriges Recht nicht\nanzuwenden (Schiesser, a. a. O., S. 139 ff., S. 147 f.; Peter Saladin, Das\nVerwaltungsverfahrensrecht des Bundes, Basel 1979, S. 117 f.; Fritz Gygi,\nBundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 215; Max Imboden,\nVerfassungsgerichtsbarkeit in der Schweiz, in: Staat und Recht, ausgewählte\nSchriften und Vorträge, Basel/Stuttgart 1971, S. 262 f.; implizite auch Maurer,\n\n"}