{"Signatur": "CH_VB_025", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1990-01-15", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_025_JAAC-54-27--_1990-01-15.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001175.pdf?ID=150001175", "Checksum": "cd550c3fea9aed42570a8889c14da099"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 54.27 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung 15.01.1990 JAAC 54.27 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d’encouragement de la recherche 15.01.1990 JAAC 54.27 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la promozione della ricerca 15.01.1990 JAAC 54.27 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d’encouragement de la recherche"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso per la promozione della ricerca"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière d'encouragement de la recherche"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:06", "Checksum": "f6b24495bd800f2c402ac9ded23bd937", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Forschungsförderung 15.01.1990 JAAC 54.27 \r\n\n JAAC 54.27\n\nEntscheid der Eidgenössischen Rekurskommission für\nForschungsförderung vom 15. Januar 1990\n\nEncouragement de la recherche.\nArt. 8 let. e LR. Conditions d’une subvention destinée à une publication\nscientifique.\nLe FNRS n’excède pas son pouvoir d’appréciation lorsqu’il refuse une\nsubvention pour une publication déjà imprimée en se fondant sur sa\npratique selon laquelle seuls les ouvrages non encore imprimés entrent\nen question à ce titre.\n\nForschungsförderung.\nArt. 8 Bst. e FG. Voraussetzungen eines Beitrags an eine\nwissenschaftliche Publikation.\nDer SNF überschreitet sein Ermessen nicht, wenn er einen\nBeitrag an eine bereits gedruckte wissenschaftliche Publikation\nmit der Begründung verweigert, gemäss seiner Praxis kämen\nPublikationsbeiträge nur für ungedruckte Werke in Frage.\n\nPromovimento della ricerca.\nArt. 8 lett. e LR. Condizioni per un contributo alla pubblicazione di un\nlavoro scientifico.\nIl FNS non viola il suo potere discrezionale se rifiuta un contributo\nper una pubblicazione scientifica già stampata con la motivazione\nche, secondo la prassi, i contributi per pubblicazioni sono presi in\nconsiderazione solamente per opere non ancora stampate.\n\n1\nI\n\nA. Mit Schreiben vom 13. März 1989 ersuchte Fürsprecher J. den\nSchweizerischen Nationalfonds (SNF) um Ausrichtung eines angemessenen\nPublikationsbeitrages für seine beiden Druckwerke «…» sowie «…». Mit\nSchreiben vom 4. April 1989 trat der Schweizerische Nationalfonds (Abteilung\nGeistes- und Sozialwissenschaften) auf das Gesuch nicht ein. Mit Schreiben\nvom 16. Mai 1989 erneuerte Fürsprecher J. sein Begehren, worauf ihm der\nSchweizerische Nationalfonds mit Brief vom 24. Mai 1989 den gleichen\nBescheid gab.\nB. Mit Beschwerde vom 22. Juni 1989 beantragt Fürsprecher J. die Aufhebung\ndes Entscheides des Schweizerischen Nationalfonds vom 24. Mai 1989 und\nVerurteilung des Schweizerischen Nationalfonds, dem Beschwerdeführer\neinen angemessenen Publikationsbeitrag auszurichten, unter ordentlicher und\nausserordentlicher Kostenfolge.\n…\n\nII\n\n1. (Formelles)\n2. Gemäss Art. 13 Abs. 3 des BG vom 7. Oktober 1983 über die Forschung\n(Forschungsgesetz [FG], SR 420.1) kann die Rekurskommission nur prüfen, ob\nder angefochtene Entscheid eine Verletzung von Bundesrecht einschliesslich\nÜberschreitung oder Missbrauch des Ermessens darstellt oder auf einer\nunrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen\nSachverhalts beruht.\nMangels einer abschliessenden gesetzlichen Ordnung steht die Gewährung\nvon Publikationsbeiträgen, wie sie in Art. 8 Bst. e FG als Verwendungszweck\nfür die dem Schweizerischen Nationalfonds bewilligten Kredite grundsätzlich\nvorgesehen ist, im pflichtgemässen Ermessen des Schweizerischen\nNationalfonds. Dies gilt auch für den vorliegenden Fall, da die vom\nSchweizerischen Nationalfonds erlassene Wegleitung für die Behandlung\nvon Gesuchen um Publikationsbeiträge nur eine Verwaltungsverordnung\ndarstellt, die nicht als solche die Voraussetzungen für die Beitragsgewährung\nwie ein nach aussen wirksames Gesetz verbindlich regeln kann. Es ist\nsomit zu prüfen, ob der Schweizerische Nationalfonds das ihm zustehende\nErmessen missbraucht hat, indem er gestützt auf Ziff. 1 in fine der erwähnten\nWegleitung auf das Gesuch «nicht eingetreten» ist, das heisst es wegen\nbereits erfolgter Drucklegung der beiden Werke abgewiesen hat. Dies ist\nklarerweise zu verneinen. Es liegt auf der Hand, dass der Schweizerische\nNationalfonds mit seinen beschränkten Mitteln haushälterisch umgehen und\nsie zielgerecht, nämlich zur Forschungsförderung, einsetzen muss (Art. 1\nFG). Damit steht die Praxis des Schweizerischen Nationalfonds, nur für\nungedruckte wissenschaftliche Werke Publikationsbeiträge zu bewilligen,\ndurchaus im Einklang. Sie ermöglicht es ihm, inhaltliche oder sprachliche\n\n2\nVerbesserungen der ihm vorgelegten Manuskripte zu veranlassen und auf\ndie finanziellen und verlegerisch-technischen Aspekte einer Publikation\neinzuwirken, so auf die Festlegung des Verkaufspreises und auf die Höhe\nder Auflage. Solche Schritte liegen auch im Interesse des Gesuchstellers an der\nPublikation einer wissenschaftlich und sprachlich einwandfreien Arbeit und\nan der Vermeidung unnötiger Kosten. Damit wird entgegen der Behauptung\ndes Beschwerdeführers die Freiheit der Forschung in keiner Weise tangiert,\nda es jedem Forscher offen steht, für seine noch nicht veröffentlichte Arbeit\neinen Publikationsbeitrag zu verlangen. Schliesslich lässt sich der Ausschluss\nder bereits gedruckten Arbeiten von der Beitragsgewährung auch damit\nrechtfertigen, dass diese Arbeiten ohne finanzielle Unterstützung seitens\ndes Nationalfonds gedruckt werden konnten und ihr Autor daher weniger\nstaatliche Förderung braucht als derjenige, der im Hinblick auf die hohen\nKosten eine Drucklegung ohne staatlichen Zuschuss scheut.\n3. Aus diesen Erwägungen folgt, dass der Schweizerische Nationalfonds durch\nden Erlass der angefochtenen Verfügung sein Ermessen weder überschritten\nnoch missbraucht hat, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. …\n\n3\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 54.27 - Entscheid der Eidgenössischen Rekurskommission für Forschungsförderung\nvom 15. Januar 1990\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1990\nAnnée\nAnno\n\n"}