{"Signatur": "CH_VB_024", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-02-22", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_024_JAAC-69-89--_2005-02-22.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007112.pdf?ID=150007112", "Checksum": "d3010b0a1fb44d527d59714f2b0c64db"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 69.89 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Alkoholrekurskommission 22.02.2005 JAAC 69.89 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d'alcool 22.02.2005 JAAC 69.89 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso dell'alcool 22.02.2005 JAAC 69.89 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Alkoholrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d'alcool"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso dell'alcool"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière d'alcool, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:59", "Checksum": "46ec19c9d801c7d08e37cba9ea252a05", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Alkoholrekurskommission 22.02.2005 JAAC 69.89 \r\n\n 5\nin der Süssigkeit dieser Getränke liegende Gefahr hingewiesen. Nationalrat\nJacques-Simon Eggly meinte dazu sogar: «Mon Dieu, le danger viendrait de la\ndouceur!» (AB 2003 N 1548).\nc. Die Auslegung von Art. 23bis Abs. 2bis AlkG nach dem Wortlaut wie auch nach\nder historischen und der teleologischen Methode führt somit zum Schluss,\ndass die Süsse eines Getränkes ein eigenständiges Kriterium darstellt. Der\nGesetzgeber wollte mit dieser Bestimmung nicht generell Getränke mit einem\nbestimmten Mindestgehalt an Zucker, sondern süss schmeckende Getränke\nerfassen.\n4.a. Eine degustative Prüfung des Produkts «Y» ergibt, dass dieses eine\ndeutlich wahrnehmbare Bitternote aufweist, welche schon beim blossen\nRiechen wahrzunehmen ist. Der vorherrschende geschmackliche Eindruck\nist sodann nicht Süsse, sondern Bitterkeit, auch wenn diese nicht ganz so\nausgeprägt ist wie bei vielen anderen Aperitifgetränken. Trotz des hohen\nZuckergehaltes von 232,2g/l kann «Y» höchstens als schwach süss bezeichnet\nwerden. Dies deckt sich denn auch mit der Beurteilung durch das CAF in\nseinem Untersuchungsbericht vom 31. März 2004. Es ist daher nicht davon\nauszugehen, dass «Y» wie ein Süssgetränk unverdünnt in grösseren Mengen\ngetrunken wird.\nb. Somit kann «Y» nicht der Regelung von Art. 23bis Abs. 2bis AlkG unterstellt\nwerden, fehlt doch eine für die Anwendung dieser Gesetzesbestimmung\nmassgebende Voraussetzung. Damit erübrigt sich auch die Beurteilung der\nFrage, ob das Produkt als «konsumfertig gemischt» zu qualifizieren ist. Ganz\nallgemein ist zudem festzuhalten, dass der Gesetzgeber mit der Regelung\nvon Art. 23bis Abs. 2bis AlkG nicht Produkte wie «Y» anvisierte. Erfasst werden\nsollten einzig die so genannten Alcopops in den bekannten, aber auch in\nkünftigen neuen Erscheinungsformen. Auch wenn nicht auszuschliessen ist,\ndass in vereinzelten Fällen allenfalls Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen\nAlcopops und anderen Getränken entstehen könnten, ist doch offensichtlich,\ndass «Y» keines der für Alcopops charakteristischen Merkmale erfüllt. So\nentspricht seine gesamte Aufmachung nicht einem Alcopop, sondern will\naugenscheinlich ein ganz anderes Käufersegment als Jugendliche ansprechen.\nEbenso ist der Preis von Fr. 14.50 pro Flasche (ohne erhöhte Monopolgebühr)\nfür jugendliche Konsumenten mit ihrem ausgeprägten Preisbewusstsein\nkaum attraktiv. Schliesslich sprechen auch der Umstand, dass «Y» schon seit\nJahrzehnten auf dem Markt erhältlich ist, die Art und Weise seines Vertriebs\nsowie die fehlende Werbung auf Konsumentenebene gegen eine Qualifikation\nvon «Y» als Alcopop (vgl. dazu den Entscheid der ALKRK vom 8. Juni 2000,\nveröffentlicht in VPB 64.115).\n5. Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen, der Entscheid der EAV vom\n8. Juli 2004 aufzuheben und festzustellen, dass «Y» der um 300% erhöhten\nSteuer gemäss Art. 23bis Abs. 2bis AlkG nicht unterliegt. (…)\n\n6\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 69.89 - Entscheid der Eidgenössischen Alkoholrekurskommission vom 22. Februar\n2005 i.S. X [ALKRK 2004-005]\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2005\nAnnée\nAnno\n\nBand 69\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 007 112\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}