{"Signatur": "CH_VB_024", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-08-20", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_024_JAAC-66-16--_2001-08-20.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005483.pdf?ID=150005483", "Checksum": "182c1c48b6a917ef4bad74f0164fbbf4"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.16 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Alkoholrekurskommission 20.08.2001 JAAC 66.16 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d'alcool 20.08.2001 JAAC 66.16 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso dell'alcool 20.08.2001 JAAC 66.16 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Alkoholrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d'alcool"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso dell'alcool"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière d'alcool, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:11", "Checksum": "0fe7cc7b7f9461ee6aacc377e8f529fe", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Alkoholrekurskommission 20.08.2001 JAAC 66.16 \r\n\n 8\nErzeugnissen sei diese Unterscheidung nicht mehr erforderlich (BBl 1996 I 383\nund 384). In gleicher Weise verwendeten sowohl Bundesrat Villiger anlässlich\nder Eintretensdebatte im Ständerat wie auch Nationalrat Tschuppert als\ndeutschsprachiger Berichterstatter im Nationalrat nicht den Begriff der\nalkoholhaltigen Erzeugnisse, die nicht zu Trink- und Genusszwecken dienen\nkönnen, sondern sprachen von kosmetischen bzw. pharmazeutischen\nProdukten. Die gesamten Umstände lassen daher keinen anderen Schluss\nzu, als dass nach dem Willen des Gesetzgebers die geltende Regelung in Bezug\nauf die Definition des Begriffs der alkoholhaltigen Erzeugnisse, die nicht zu\nTrink- und Genusszwecken dienen können, unverändert weitergeführt werden\nsollte.\ne. Die in Art. 39 AlkV enthaltene Begriffsdefinition beruht somit auf einer\nüberzeugenden Auslegung des Gesetzes. Die Verordnungsbestimmung\nüberschreitet den in Art. 31 AlkG gesetzten Rahmen nicht und ist\ngesetzeskonform.\n4.a. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, die Anwendung der\nAlkohol-Richtlinien der IKS sei nicht geeignet, die Identifikation eines\nProduktes zu erleichtern oder gar zu ermöglichen. Diese Richtlinien\nseien allenfalls gesundheitspolizeilich begründet; ihre Anwendung im\nZusammenhang mit der Unterstellung unter die Monopolgebühr sei jedoch\nsachfremd.\nb. Gemäss Art. 3 des Bundesgesetzes über Lebensmittel und\nGebrauchsgegenstände vom 9. Oktober 1992 (Lebensmittelgesetz [LMG],\nSR 817.0) sind Lebensmittel Nahrungs- und Genussmittel (Abs. 1). Als\nNahrungsmittel gelten Erzeugnisse, die dem Aufbau oder dem Unterhalt\ndes menschlichen Körpers dienen und nicht als Heilmittel angepriesen\nwerden (Abs. 2); Genussmittel sind alkoholische Getränke sowie Tabak\nund andere Raucherwaren (Abs. 3). Das Lebensmittelgesetz gilt nicht für\nErzeugnisse, die von der Heilmittelgesetzgebung erfasst werden (Art. 2\nAbs. 4 Bst. b LMG). Das Gesetz unterscheidet also zwischen Lebensmitteln\neinerseits, wozu auch die alkoholischen Getränke gehören, und Heilmitteln\nandererseits. Dementsprechend sind Aufmachungen irgendwelcher Art, die\neinem Lebensmittel den Anschein eines Heilmittels geben, verboten; ebenso\nbei alkoholischen Getränken Angaben, die sich in irgendeiner Weise auf\ndie Gesundheit beziehen wie «stärkend», «kräftigend», «energiespendend»,\n«für Ihre Gesundheit» oder «tonisch» (Art. 19 Abs. 1 Bst. d und f der\nLebensmittelverordnung vom 1. März 1995 [LMV], SR 817.02; zum Verhältnis\nzwischen Lebensmittel- und Arzneimittelrecht vgl. auch BGE 127 II 95 E. 3a\nbzw. Entscheid des Bundesgerichtes vom 8. Mai 2001 [2A.565/2000] E. 4).\nc. Die Gesetzgebung über die Heilmittel und insbesondere auch deren\nKontrolle ist bis zum Inkrafttreten des Bundesgesetzes über Arzneimittel\nund Medizinprodukte (Heilmittelgesetz) Sache der Kantone. Diese haben unter\ndem Namen «Interkantonale Vereinigung für die Kontrolle der Heilmittel» eine\nKörperschaft des öffentlichen Rechts mit selbständiger Rechtspersönlichkeit\ngebildet (Art. 1 der Interkantonalen Vereinbarung über die Kontrolle der\nHeilmittel vom 3. Juni 1971, SR 812.101), welche bezweckt, die Kontrolle\nder in der Human- und Veterinärmedizin verwendeten Heilmittel zu\nvereinfachen, zu erleichtern und zu vereinheitlichen. Diese Kontrolle ist\nder IKS übertragen (Art. 2 Abs. 1 der Interkantonalen Vereinbarung über\n\n"}