{"Signatur": "CH_VB_024", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-06-08", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_024_JAAC-64-115--_2000-06-08.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004505.pdf?ID=150004505", "Checksum": "a348564ecf00bdd5b9e4769de1310a6f"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.115 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Alkoholrekurskommission 08.06.2000 JAAC 64.115 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d'alcool 08.06.2000 JAAC 64.115 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso dell'alcool 08.06.2000 JAAC 64.115 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Alkoholrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d'alcool"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso dell'alcool"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière d'alcool, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:31", "Checksum": "8974ee00251e45a34538732f2605c9d9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Alkoholrekurskommission 08.06.2000 JAAC 64.115 \r\n\n 7\nzur Auslegung eines in einem bestimmten Gesetzesartikel enthaltenen Begriffs\nauch andere Gesetze, die denselben Begriff verwenden, herangezogen werden\n(vgl. BGE 117 Ib 314).\nb. Alkoholische Getränke werden in Art. 3 des Bundesgesetzes vom 9. Oktober\n1992 über Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände (Lebensmittelgesetz\n[LMG], SR 817.0) als Lebensmittel definiert und in den Kap. 36 - 39 der\nLebensmittelverordnung (Art. 366-432 LMV) eingehend geregelt. Dabei befasst\nsich das 39. Kap. (Art. 399 ff. LMV) mit den Spirituosen und den Getränken\nauf der Basis von Spirituosen, während in den Kap. 36 - 38 Regelungen zu\nden übrigen alkoholischen Getränken enthalten sind. Es wird unterschieden\nzwischen Wein und weinhaltigen Getränken (36. Kap., Art. 366 ff. LMV),\nObst- und Fruchtwein sowie Getränken aus Obst- oder Fruchtwein (37. Kap.,\nArt. 378 ff. LMV) und Bier (38. Kap., Art. 394 ff. LMV).\nNachdem «C.» auf einer Basis von 85% Apfelwein hergestellt wird, sind\nvorliegend insbesondere die Bestimmungen des 37. Kap. (Art. 378 ff. LMV)\nnäher zu betrachten.\n- Obstwein ist gemäss Art. 378 LMV ein alkoholhaltiges Getränk, das aus frisch\ngepresstem oder physikalisch haltbar gemachtem Apfelsaft oder Birnensaft\ndurch eine teilweise oder vollständige alkoholische Gärung gewonnen worden\nist. Der Alkoholgehalt muss mindestens drei Volumenprozent betragen;\ngestattet ist die Zugabe von Apfel- oder Birnensaft, Zucker oder Zuckerarten\nfür die Nachgärung zur Herstellung von Obstschaumwein sowie Kohlendioxyd\n(Art. 379 LMV).\n- Verdünnter Obstwein ist Obstwein, der mit Trinkwasser verdünnt oder\ndurch alkoholische Gärung von verdünntem Apfel- oder verdünntem\nBirnensaft hergestellt wurde (Art. 382 LMV). Dabei muss der Obstweinanteil\nim Enderzeugnis mindestens 70 Massenprozent und der Alkoholgehalt mehr\nals zwei Volumenprozent betragen; gestattet ist die Zugabe von Apfel- oder\nBirnensaft sowie Kohlendioxyd (Art. 383 LMV).\n- Getränke aus Obst- oder Fruchtwein sind Getränke, die als Hauptbestandteil\nObst- oder Fruchtwein enthalten und denen Zutaten wie Trinkwasser,\nnatürliches Mineralwasser, Fruchtsäfte, Spirituosen, Zucker, Zuckerarten\noder Honig sowie Auszüge von aromatischen Pflanzen oder Pflanzenteilen\noder natürliche oder naturidentische Aromen zugegeben werden können.\nDer Gehalt an Obst- oder Fruchtwein im Enderzeugnis muss mindestens\n50 Massenprozent betragen (Art. 393 LMV).\nc. Das Produkt «C.» besteht aus 85% Apfelwein, 7% konzentriertem Cassissaft,\n6% Honig, 1,5% konzentriertem Zitronensaft und 0,5% Cassisaroma. Nach der\nLebensmittelgesetzgebung ist es damit zweifellos als Getränk aus Obstwein im\nSinne von Art. 393 LMV zu qualifizieren. Damit ist aber noch nichts über seine\nQualifikation als «ausschliesslich durch Vergärung gewonnenes alkoholisches\nErzeugnis» im Sinne der Alkoholgesetzgebung gesagt. Gemäss Art. 393\nAbs. 1 LMV gilt nämlich auch ein Getränk aus Obst- oder Fruchtwein, dem\nSpirituosen zugegeben wurden, als Getränk aus Obstwein; ein solches fällt also\nnicht in die Kategorie der Spirituosen bzw. der Getränke auf Spirituosenbasis,\ndie im 39. Kap. (Art. 399 ff. LMV) geregelt sind. Nach Art. 2 Abs. 3 AlkG\nuntersteht demgegenüber ein Getränk aus Obst- oder Fruchtwein, dem\n\n"}