{"Signatur": "CH_VB_024", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-06-08", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_024_JAAC-64-115--_2000-06-08.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004505.pdf?ID=150004505", "Checksum": "a348564ecf00bdd5b9e4769de1310a6f"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.115 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Alkoholrekurskommission 08.06.2000 JAAC 64.115 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d'alcool 08.06.2000 JAAC 64.115 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso dell'alcool 08.06.2000 JAAC 64.115 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Alkoholrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d'alcool"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso dell'alcool"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière d'alcool, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:31", "Checksum": "8974ee00251e45a34538732f2605c9d9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Alkoholrekurskommission 08.06.2000 JAAC 64.115 \r\n\n 5\nund Herstellung vermindert sowie den Tafelobstbau und die Verwendung\nder inländischen Brennereirohstoffe als Nahrungs- oder Futtermittel fördert.\nEine entsprechende Regelung enthält auch die seit 1. Januar 2000 geltende\nBundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101); gemäss deren Art. 105\nist die Gesetzgebung über Herstellung, Einfuhr, Reinigung und Verkauf\ngebrannter Wasser Sache des Bundes, wobei dieser insbesondere den\nschädlichen Wirkungen des Alkoholkonsums Rechnung trägt.\nb. Entsprechend dem verfassungsrechtlichen Auftrag wird in Art. 1 AlkG unter\nanderem die Einfuhr gebrannter Wasser den Vorschriften des Alkoholgesetzes\nunterstellt. Art. 2 AlkG umschreibt den Begriff der «gebrannten Wasser». Als\nsolches gilt der Äthylalkohol in jeder Form und ohne Rücksicht auf die Art\nseiner Herstellung (Art. 2 Abs. 1 AlkG). Die Bestimmungen des Alkoholgesetzes\nwerden weiter auch auf Erzeugnisse, die neben anderen Stoffen gebrannte\nWasser enthalten, angewendet (Art. 2 Abs. 3 AlkG). Nur die ausschliesslich\ndurch Vergärung gewonnenen alkoholischen Erzeugnisse sind nicht dem\nAlkoholgesetz unterstellt (Art. 2 Abs. 2 AlkG). Gemäss Art. 1 Abs. 2 aAlkV\ngelten als ausschliesslich durch Gärung gewonnene alkoholische Erzeugnisse\nGetränke mit einem Alkoholgehalt von nicht mehr als 15 Volumenprozenten\nohne jeden Zusatz von gebrannten Wassern, wie Naturwein, Obstwein, Most,\nBier und ähnliche Erzeugnisse.\n4.a. Vorliegend ist zu entscheiden, ob es sich beim Produkt «C.» um ein\n«gebranntes Wasser» im Sinne der Alkoholgesetzgebung (Art. 2 Abs. 1 AlkG)\noder um ein «ausschliesslich durch Vergärung gewonnenes alkoholisches\nErzeugnis» (Art. 2 Abs. 2 AlkG) handelt. Diese beiden Gesetzesbestimmungen\nsind voneinander abzugrenzen und bedürfen dementsprechend der\nAuslegung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Art. 2 Abs. 1 AlkG die\nGrundsatzregelung enthält, in der der Gesetzgeber den Begriff der gebrannten\nWasser bewusst sehr weit umschrieben hat, während Art. 2 Abs. 2 AlkG im\nSinne einer Ausnahme von dem in Abs. 1 geregelten Grundsatz bestimmt,\ndass ausschliesslich durch Vergärung gewonnene Erzeugnisse nicht der\nAlkoholgesetzgebung unterstehen.\nb. Ursache einer Verletzung von Bundesrecht können die falsche Ermittlung\ndes massgeblichen Rechts, die unzutreffende Auslegung oder die unrichtige\nAnwendung eines Rechtssatzes auf einen bestimmten Sachverhalt sein. Ob\ndies der Fall ist, ergibt sich aus einer umfassenden Überprüfung der von der\nVorinstanz vorgenommenen Auslegung des Rechtssatzes. Für die Normen des\nVerwaltungsrechts gelten dabei die üblichen Methoden der Gesetzesauslegung.\nZur Anwendung gelangen also die grammatikalische, die historische, die\nzeitgemässe, die systematische und die teleologische Auslegungsmethode\n(BGE 124 I 196 E. 3c, BGE 123 V 301 E. 6a). Rechtsprechung und Lehre bejahen\nallgemein den Methodenpluralismus, der keiner Auslegungsmethode einen\ngrundsätzlichen Vorrang zuerkennt (BGE 125 II 333, BGE 124 II 268, BGE 123\nIII 26). Vielmehr sollen bei der Anwendung auf den einzelnen Fall all jene\nMethoden zur Anwendung kommen, die im Hinblick auf ein vernünftiges\nund praktikables Ergebnis am meisten Überzeugungskraft haben (BGE\n125 II 179 E. 3). Ziel der Auslegung ist die Ermittlung des Sinngehalts der\nNorm. Das Gesetz muss in erster Linie aus sich selbst heraus, das heisst nach\nWortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zugrundeliegenden Wertungen auf\nder Basis einer teleologischen Verständigungsmethode ausgelegt werden\n(BGE 125 II 117 E. 3a, BGE 124 III 262 E. 3a). Auszugehen ist vom Wortlaut,\n\n"}