{"Signatur": "CH_VB_024", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1997-06-11", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_024_JAAC-63-32--_1997-06-11.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004232.pdf?ID=150004232", "Checksum": "bc179e83918adc0bec4688287c197a81"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.32 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Alkoholrekurskommission 11.06.1997 JAAC 63.32 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d'alcool 11.06.1997 JAAC 63.32 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso dell'alcool 11.06.1997 JAAC 63.32 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Alkoholrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière d'alcool"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso dell'alcool"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière d'alcool, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:28", "Checksum": "e33e4706b28dc51cfd01bffdd0cbc221", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Alkoholrekurskommission 11.06.1997 JAAC 63.32 \r\n\n 7\ninklusive Saatkartoffeln sowie Kartoffelprodukte 13 350 Tonnen (Anhang 2 des\nGeneraltarifs zum ZTG und Anhang 2 zur AgZV, Zollkontingentsnummer 14,\nAS 1995 1928). Der KZA für Pommes-Chips beläuft sich auf Fr. 70.- pro 100 kg\nbrutto (Zollposition 2005.2022), während der AKZA Fr. 785.- pro 100 kg brutto\nbeträgt (Zollposition 2005.2029, Anhang 1 des Generaltarifs zum ZTG).\n3.a. Die Beschwerdeführerin wirft der EAV nicht vor, die verschiedenen\nerwähnten Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen falsch angewandt zu\nhaben. Insbesondere macht sie nicht geltend, die EAV habe bei der Verteilung\ndes gesamten Zollkontingents für die Einfuhr von Kartoffeln und deren\nErzeugnisse unter den verschiedenen Gesuchstellern in irgendeiner Weise\nGesetzes- und Verordnungsbestimmungen missachtet. Ebenso bringt die\nBeschwerdeführerin nicht vor, die Verteilung des gesamten Zollkontingents\nauf die verschiedenen Gesuchssteller sei in verfassungswidriger Weise\nerfolgt. Zwar übt sie Kritik an Art. 6 Abs. 1 der Kartoffeleinfuhrverordnung,\nwelcher die Verteilung von Kontingenten auch aufgrund von «traditionellen\nHandelsströmen» vorsieht. Sie unterlässt es aber darzulegen, nach welchen\nanderen Gesichtspunkten (zu ihren Gunsten und zu Lasten der anderen\nImportwilligen) die Gesamtkontingentsmenge abweichend von Art. 6 der\nKartoffeleinfuhrverordnung nach ihrer Auffassung in verfassungskonformer\nWeise hätte erfolgen sollen.\nIhren Hauptantrag begründet die Beschwerdeführerin im wesentlichen\ndamit, die vom Bundesrat festgesetzte Gesamtzollkontingentsmenge für\nKartoffeln und Kartoffelprodukte von 13 350 Tonnen sei zu niedrig angesetzt\nund verstosse gegen die Bundesverfassung , insbesondere gegen die Handelsund Gewerbefreiheit und den Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Nach\nAuffassung der Beschwerdeführerin wäre das vom Bundesrat festgesetzte\nGesamtzollkontingent nur dann verfassungskonform, wenn mindestens\n10% bis 20% des Inlandbedarfs an Kartoffeln und Kartoffelprodukten durch\nImporte gedeckt werden könnten. Daher ist im folgenden einzig zu prüfen,\nob sich der Bundesrat bei der Festsetzung der Gesamtkontingentsmenge im\nRahmen der ihm von der BV und der Landwirtschaftsgesetzgebung gesetzten\nGrenzen bewegt hat. Eine Ausnahme, auf die noch zurückzukommen\nsein wird (vgl. dazu unten E. 6), bildet einzig die Behauptung der\nBeschwerdeführerin, sie habe in dem Umfang, in welchem sie Pommes-Chips\nexportiere, Anspruch auf Zuteilung eines Zollkontingentes für die Einfuhr.\nb. Gemäss Art. 113 Abs. 3 und Art. 114bis Abs. 3 BV sind die von der\nBundesversammlung erlassenen Gesetze und allgemein verbindlichen\nBeschlüsse sowie die von ihr genehmigten Staatsverträge für das\nBundesgericht massgebend. Dem Bundesgericht steht es daher nicht zu,\nBestimmungen eidgenössischer Gesetze auf ihre Verfassungsmässigkeit\nhin zu prüfen (BGE 122 II 416 f. E. 3b, 121 II 264 E. 4a, mit weiteren\nHinweisen). Dieselbe Beschränkung gilt selbstredend auch für untere\nInstanzen der Bundesverwaltungsrechtspflege (BGE 122 II 416 f. E. 3b,\n121 II 467 E. 2a). Die Eidgenössische Alkoholrekurskommission ist daher\nnicht befugt zu untersuchen, ob Bestimmungen des LwG und des AlkG\ngegen die BV verstossen. Differenzierter verhält es sich demgegenüber\nmit der Kognitionsbefugnis des Bundesgerichts und unterer Instanzen\ngegenüber Verordnungen, welche der Bundesrat erlassen hat. Vorfrageweise\nkönnen Gerichte Verordnungen des Bundesrats auf ihre Gesetzes- und\nVerfassungsmässigkeit hin prüfen (BGE 122 II 416 f. E. 3b, 121 II 448 E. 1b,\n\n"}