{"Signatur": "CH_VB_022", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1988-09-27", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_022_JAAC-53-21--_1988-09-27.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000941.pdf?ID=150000941", "Checksum": "8f9dc8c6d8eb6143e7344d354e941131"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 53.21 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekuskommission des Bundesgerichts 27.09.1988 JAAC 53.21 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Tribunal fédéral 27.09.1988 JAAC 53.21 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Tribunale federale 27.09.1988 JAAC 53.21 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekuskommission des Bundesgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Tribunal fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Tribunale federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:40", "Checksum": "881de5afe12a616319e89e7842020a23", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekuskommission des Bundesgerichts 27.09.1988 JAAC 53.21 \r\n\n JAAC 53.21\n\nUrteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 27.\nSeptember 1988\n\nArt. 8 al. 1er let. a RE. Résiliation, par la Confédération, des rapports de\nservice d’un employé permanent.\n- Constatation d’une faute de l’employé, qui consiste présentement\nen la dégradation de ses prestations due à un abus de l’alcool. Sont\ndéterminantes les circonstances régnant au moment de la résiliation\net non de l’introduction du recours ou lors du jugement.\n- Des prestations de travail insatisfaisantes et la pure simulation d’une\ncure de désintoxication, que l’employé s’était engagé à suivre, justifient\nla résiliation.\n\nArt. 8 Abs. 1 Bst. a AngO. Auflösung des Dienstverhältnisses eines\nständigen Angestellten durch den Bund.\n- Feststellung des Selbstverschuldens, das vorliegend in nachlassenden\nLeistungen wegen übermässigem Alkoholkonsum besteht. Massgebend\nsind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Kündigungsverfahrens und\nnicht jene zur Zeit, als die Beschwerde eingereicht wurde oder zur\nBeurteilung steht.\n- Ungenügende Arbeitsleistungen und das blosse Vortäuschen einer\nAlkoholentwöhnungskur, zu der sich der Angestellte verpflichtet hatte,\nrechtfertigen die Kündigung.\n\n1\nArt. 8 cpv. nett. a RI. Scioglimento, da parte della Confederazione, del\nrapporto di servizio di un impiegato permanente.\n- Constatazione della colpa dell’impiegato che consiste, nel caso\npresente, nella degradazione delle prestazioni, dovuta ad abuso\nd’alcole. Sono determinanti le circostanze al momento della procedura\ndi disdetta e non quelle al momento dell’introduzione del ricorso o della\ndecisione.\n- Prestazioni insufficienti e simulazione di una cura di disintossicazione\nche l’impiegato si è impegnato a seguire, giustificano la disdetta.\n\nI\n\nA. X wurde auf 1. Dezember 1984 zum ständigen Angestellten des Bundes\nernannt. Seine anfänglich guten Leistungen gingen mit der Zeit zurück. Der\nGrund wurde in übermässigem Alkoholkonsum vermutet. Abklärungen\nergaben unter anderem, dass X zweimal - 1984, noch vor dem Eintritt in\ndie Bundesstelle und 1987 - in angetrunkenem Zustand ein Motorfahrzeug\ngeführt hatte. Im Anschluss an ein Gespräch, welches am 4. März 1987\nstattfand, an eine Qualifikation im März 1987, die bezüglich Arbeitseinsatz und\nZuverlässigkeit ungenügend ausfiel, und an ein Schreiben der vorgesetzten\nStelle vom 9. April 1987 unterzeichnete X am 12. Juni 1987 eine Erklärung, in\nwelcher er sich bereit erklärte, sich in ärztliche Behandlung zu begeben und\nalkoholunabhängig zu werden.\nAm 3. August 1987 bestätigte der Kantonale Sozial-Medizinische\nDienst den Beginn der Antabus-Kur. Mit Brief vom 24. September\n1987 teilte die Bundesstelle X mit, dass von Disziplinar- oder andern\nAdministrativmassnahmen abgesehen werde, ein späterer Rückfall jedoch die\nsofortige Entlassung zur Folge habe.\nAm 9. Oktober 1987 fand ein weiteres Gespräch zwischen Vorgesetzten und\nX statt. Dabei bestätigte X, dass die begonnene Antabus-Kur unter Aufsicht\nfortgesetzt werde. Am 5. Februar 1988 schrieb jedoch der Alkoholfürsorger\ndes Sozial-Medizinischen Dienstes der Direktion der Bundesstelle unter\nanderem, X weigere sich, die Antabustabletten zu nehmen, und er trinke\nweiterhin Alkohol. Eine zusätzliche Abklärung bestätigte, dass X die\nAntabus-Kur gar nicht begonnen hatte. Eine im Februar 1988 durchgeführte\nSonderqualifikation war hinsichtlich Arbeitseinsatz sowie Verhalten\ngegenüber Vorgesetzten nur teilweise genügend, im übrigen genügend bis\ngut.\n\n2\nDie Direktion der Bundesstelle orientierte X mit Schreiben vom 14. März 1988,\nsie werde der Wahlbehörde die Auflösung des Dienstverhältnisses beantragen,\nund forderte ihn auf, zur vorgesehenen Massnahme innert zwanzig Tagen\nschriftlich Stellung zu nehmen. Mit Erklärung vom 7. April 1988 weigerte sich\nX eine solche Stellungnahme abzugeben.\nB. Mit Verfügung vom 19. Mai 1988 kündigte das zuständige eidgenössische\nDepartement X und erklärte die Auflösung des Dienstverhältnisses als\nselbstverschuldet. Die Verfügung wurde X am 24. Mai 1988 ausgehändigt.\nC. Mit Eingabe vom 22. Juni 1988 führt X rechtzeitig\nVerwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Begehren, die Verfügung des\neidgenössischen Departementes vom 19. Mai 1988 sei aufzuheben, eventuell\nsei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.\n…\n\nII\n\n"}